Zoll deckt 675 Millionen Euro Schaden durch Schwarzarbeit auf
20.02.2026 - 18:34:12 | boerse-global.deDie Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat im Kampf gegen illegale Beschäftigung im vergangenen Jahr einen wirtschaftlichen Schaden von rund 675 Millionen Euro aufgedeckt. Die heute veröffentlichte Jahresbilanz 2025 zeigt eine strategische Schärfung der Ermittlungen.
Die Behörde konzentriert sich verstärkt auf organisierte Kriminalitätsstrukturen. Bundesweit wurden etwa 25.800 Arbeitgeber überprüft. Die Ermittlungen führten zu Freiheitsstrafen in einer Gesamthöhe von knapp 1.200 Jahren – ein deutliches Signal an die Täter.
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Strategiewechsel: Fokus auf organisierte Kriminalität
Die Zahlen belegen einen klaren Kurswechsel. Statt breiter Streifzüge setzt die FKS auf risikoorientierte, gezielte Schläge. Die neu eingeleiteten Strafverfahren stiegen auf rund 98.200, die Ordnungswidrigkeitenverfahren auf über 52.100.
Im Fokus stehen komplexe, branchenübergreifende Netzwerke. Allein 2025 bearbeitete die Behörde mehr als 60 große Verfahrenskomplexe im Bereich der Organisierten Kriminalität. Dieser Ansatz soll kriminelle Strukturen effizienter zerschlagen.
Baugewerbe bleibt Problembranche Nummer eins
Wo lauert das größte Risiko? Nach wie vor in der Bauwirtschaft. Experten schätzen, dass hier bis zu ein Drittel der Arbeitsstunden schwarz verrichtet werden. Bei einem Branchenumsatz von über 160 Milliarden Euro ist der potenzielle Schaden immens.
Warum ist dieser Sektor so anfällig? Komplexe Subunternehmerketten und hohe Lohnkosten bieten viel Raum für Betrug. Regelmäßige bundesweite Schwerpunktaktionen, bei denen Tausende Arbeitnehmer befragt werden, bleiben ein zentrales Werkzeug der Fahnder.
Politik schärft die Werkzeuge der Ermittler
Die Bundesregierung sieht in der Bekämpfung der Schwarzarbeit eine Frage der Gerechtigkeit. Es geht um fairen Wettbewerb für ehrliche Unternehmen und den Schutz von Arbeitnehmern vor Ausbeutung.
Ende 2025 trat daher ein neues Gesetz zur Modernisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung in Kraft. Es erweitert die Befugnisse der FKS und setzt stark auf digitale Datenanalyse. Verdächtige Muster in Firmengeflechten sollen so schneller erkannt werden.
Ein Kampf gegen sich wandelnde Methoden
Trotz der Erfolge bleibt die Herausforderung groß. Die Schattenwirtschaft in Deutschland wird auf etwa zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts geschätzt. Die Täter werden immer raffinierter, setzen auf undurchsichtige Firmenkonstrukte und digitale Verschleierung.
Die Zukunft der Ermittlungen liegt deshalb in der Technologie. Die Analyse großer Datenmengen wird entscheidend sein, um mit den kriminellen Methoden Schritt zu halten. Die Bilanz von 675 Millionen Euro aufgedecktem Schaden ist nur eine Momentaufnahme in diesem dauerhaften Ressourcenkampf.
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