Zoetis, Aktie

Zoetis Aktie: Levi & Korsinsky prüft Wertpapierbetrug

15.05.2026 - 01:00:23 | boerse-global.de

Nach enttäuschenden Quartalszahlen prüfen US-Kanzleien mögliche irreführende Angaben von Zoetis. Die Aktie fiel auf ein Jahrestief.

Zoetis Aktie: Levi & Korsinsky prüft Wertpapierbetrug - Foto: über boerse-global.de
Zoetis Aktie: Levi & Korsinsky prüft Wertpapierbetrug - Foto: über boerse-global.de

Zoetis hat nicht nur ein Zahlenproblem. Nach dem Kurssturz infolge schwacher Quartalsdaten prüfen nun mehrere US-Kanzleien mögliche Wertpapierbetrugsansprüche gegen den Tiergesundheitskonzern. Der Kern: Frühere Aussagen zu Wachstum, internationalen Erlösen und Wettbewerbsdruck könnten ein zu robustes Bild gezeichnet haben.

Kanzleien prüfen Aussagen zum Ausblick

Die New Yorker Kanzlei Levi & Korsinsky startete am 13. Mai 2026 eine Untersuchung zu möglichen irreführenden Angaben. Im Zentrum stehen die Umsatzperspektive, die Tragfähigkeit des internationalen Geschäfts und der Druck auf wichtige Produktreihen.

Bereits am 7. Mai hatte Ademi LLP eine eigene Prüfung angekündigt. Der zeitliche Zusammenhang ist brisant: Am selben Tag verlor die Aktie nach den Quartalszahlen rund 21,5 Prozent beziehungsweise 23,91 US-Dollar je Aktie. Kein Wunder, dass die juristische Dynamik jetzt an Fahrt gewinnt.

Schwache US-Nachfrage trifft Zoetis

Auslöser war ein enttäuschender Start ins Geschäftsjahr. Zoetis erzielte im ersten Quartal einen Gewinn je Aktie von 1,53 US-Dollar und blieb damit unter dem Analystenkonsens von 1,60 US-Dollar. Der Umsatz lag bei 2,26 Milliarden US-Dollar.

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Der Rückstand beim Umsatz war auf den ersten Blick nicht riesig, am Markt zählte aber die Zusammensetzung. Das internationale Geschäft und das Nutztiersegment liefen besser, während das US-Geschäft mit Haustieren schwächelte. Höhere Preissensibilität, weniger Tierarztbesuche und stärkerer Wettbewerb belasteten die Nachfrage nach Premiumprodukten.

Besonders heikel ist der Rückgang der US-Umsätze im Haustiergesundheitsgeschäft um 8 Prozent. Zoetis hatte über Jahre auf den Trend zur Vermenschlichung von Haustieren verwiesen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass selbst dieser Markt nicht immun gegen Preisdruck ist.

Prognosekürzung verschärft Vertrauensfrage

Im Februar hatte Vorstandschefin Kristin Peck für 2026 noch ein organisches operatives Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt. Finanzchef Wetteny Joseph wies damals darauf hin, dass internationale Erlöse im Schlussquartal des Vorjahres durch einen einmaligen Vorzieheffekt gestützt waren.

Nach den neuen Zahlen senkte Zoetis die Umsatzprognose auf 9,680 bis 9,960 Milliarden US-Dollar. Das erwartete organische operative Wachstum liegt nun bei 2 bis 5 Prozent. Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie soll 6,85 bis 7,00 US-Dollar erreichen.

An der Börse ist der Vertrauensverlust deutlich sichtbar. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 64,00 Euro, dem Tief der vergangenen zwölf Monate. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 40,44 Prozent.

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Auch Analysten zogen nach:

  • UBS senkte das Kursziel von 130 auf 99 US-Dollar.
  • JPMorgan senkte das Kursziel von 190 auf 130 US-Dollar.
  • Stifel senkte das Kursziel von 130 auf 105 US-Dollar.

Das durchschnittliche Kursziel fiel um 8,6 Prozent auf 136 US-Dollar. Damit preist der Markt nicht nur schwächere Gewinne ein, sondern auch einen höheren Zweifel an der Belastbarkeit des bisherigen Wachstumsmodells.

Zoetis braucht nun operative Belege, dass die Schwäche im US-Haustiergeschäft eingedämmt werden kann. Erwartete Zulassungen für eine länger wirkende Cytopoint-Behandlung gegen Juckreiz bei Hunden und neue Chemiediagnostik könnten helfen. Solange Preisdruck, Generika-Konkurrenz und juristische Prüfungen parallel laufen, bleibt die Aktie vor allem ein Vertrauensfall.

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