Zetashares und Currency EliteFx: Neue Betrugswelle über WhatsApp
26.01.2026 - 13:30:12Eine neue Welle organisierter Investment-Betrügereien überrollt derzeit Messengerdienste. Verbraucherschützer und Finanzaufsichtsbehörden schlagen Alarm vor den unregulierten Plattformen Zetashares und Currency EliteFx. Sie locken Anleger mit gefälschten Renditen in den finanziellen Ruin. Die Schäden gehen bereits in die Hunderttausende.
Der Betrug beginnt fast immer identisch: Nutzer werden ungefragt zu WhatsApp-Gruppen mit seriös klingenden Namen wie „Börsen-Elite“ hinzugefügt. Dort inszenieren angebliche Finanzexperten und ihre „Assistenten“ ein komplexes Schauspiel. Sie teilen exklusive Markteinschätzungen und bauen eine persönliche Beziehung auf.
Gefälschte Profile in den Gruppen posten regelmäßig Screenshots von angeblichen Gewinnen. Dieser soziale Beweis soll das Misstrauen neuer Teilnehmer brechen und Gier wecken. Ist das Interesse geweckt, lenken die Täter ihre Opfer auf die Plattformen Zetashares oder Currency EliteFx.
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Die perfekte Illusion auf gefälschten Plattformen
Die Webseiten zetashares.com und currency-elitefx.com wirken auf den ersten Blick professionell. Sie bieten Dashboards, die etablierten Brokern ähneln. Doch Ermittlungen zeigen: Die Plattformen haben keinerlei Verbindung zu echten Börsen.
- Das angezeigte Geld und die Kursverläufe sind reine Simulationen.
- Den Nutzern wird vorgegaukelt, dass kleine Investitionen rasch an Wert gewinnen.
- Oft fordern die Betreiber Fernzugriff per Software wie AnyDesk – angeblich zur Hilfe. Tatsächlich geht es um Zugriff auf das Online-Banking der Opfer.
Currency EliteFx wirbt insbesondere mit unregulierten Forex- und Krypto-Angeboten. Für diese liegt keine Lizenz einer europäischen Aufsicht vor.
Der finale Trick: Die Auszahlung verweigern
Das böse Erwachen folgt beim Versuch, Geld abzuheben. Statt einer Überweisung konfrontieren die Betreiber ihre Opfer mit neuen Forderungen. Typische Vorwände sind:
- Angebliche Steuern: Opfer sollen Kapitalertragsteuern vorab überweisen.
- Liquiditätsnachweise: Es wird verlangt, erneut Geld einzuzahlen.
- Überraschende Gebühren für angebliche Spiegeltransaktionen.
Verbraucherschützer betonen: Keine dieser Forderungen ist legitim. Es handelt sich um einen klassischen „Recovery Scam“, um den Schaden zu maximieren. Wer zahlt, sieht sein Geld nicht wieder – der Kontakt bricht ab.
Regulierungsbehörden sind alarmiert
Die Vorgehensweise entspricht dem Muster des „Pig Butchering“ (Schlachtfest). Opfer werden lange vertrauensvoll gemacht, bevor sie finanziell ausgenommen werden.
Die britische Finanzaufsicht FCA hat bereits Warnhinweise zu Currency EliteFx veröffentlicht. Das Unternehmen habe keine Befugnis, in der EU Finanzdienstleistungen anzubieten. Beiden Plattformen fehlt es an:
- Einem rechtsgültigen Impressum.
- Einer ladungsfähigen Anschrift in Europa.
- Der Lizenz der deutschen BaFin.
Ohne diese Regulierung greift keine Einlagensicherung. Das Verlustrisiko für Anleger liegt bei 100 Prozent.
Was Betroffene jetzt tun können
Experten rechnen damit, dass die Webseiten bald offline gehen könnten. Die Tätergruppen tauchen jedoch oft unter neuen Namen wieder auf. Für Geschädigte beginnt ein schwieriger Weg. Spezialisierte Anwälte und IT-Forensiker versuchen, die Geldflüsse nachzuverfolgen. Diese laufen häufig über Kryptowährungen wie Bitcoin.
Die BaFin und andere Aufsichtsbehörden dürften ihre Warnungen in den kommenden Tagen verschärfen. Die dringende Empfehlung lautet: Brechen Sie jeglichen Kontakt zu diesen Plattformen sofort ab und leisten Sie keine weiteren Zahlungen.
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