ZeroDayRAT, KI-Phishing

ZeroDayRAT und KI-Phishing: Neue Angriffswelle trifft Smartphones

13.02.2026 - 18:00:12

Eine neue Welle professioneller Betrugsangriffe zielt auf Smartphones in Deutschland. Sicherheitsexperten warnen vor einer Zunahme hochpräziser Phishing-Attacken und Schadsoftware wie „ZeroDayRAT“, die mobile Geräte komplett übernehmen kann. Die Kriminellen setzen dabei auf eine gefährliche Mischung aus sozialer Manipulation und fortschrittlicher Technik.

Besorgniserregend ist die Professionalisierung der Angriffe, die sowohl Android- als auch iOS-Nutzer treffen. Die Spionagesoftware „ZeroDayRAT“ wird teils offen auf Plattformen wie Telegram beworben und verspricht die Fernkontrolle über infizierte Geräte. Parallel dazu setzen Betrüger auf täuschend echte, KI-generierte Nachrichten, in denen sie sich als Behörden ausgeben.

Die aktuellen Methoden sind vielschichtig. Ein zentrales Werkzeug ist Schadsoftware wie „ZeroDayRAT“. Nach der Installation kann sie:
* Kryptowährungen stehlen
* Bankdaten abgreifen
* Gängige Wallet-Apps durchsuchen

Verbreitet wird sie oft über soziale Netzwerke, Messenger oder inoffizielle App-Stores – getarnt als nützliche Tools.

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Gleichzeitig fluten Phishing- und Smishing-Nachrichten (per SMS) die Handys. Eine perfide Masche nutzt gefälschte Mitteilungen von Banken, Paketdiensten oder Behörden. Mit KI-generierten Texten und echten Logos umgehen sie traditionelle Spam-Filter. Ein weiterer Trend ist „Quishing“: Hier leiten QR-Codes in Nachrichten auf bösartige Webseiten, die Login-Daten abfangen.

Digitale Identität gestohlen – was dann?

Die Folgen eines erfolgreichen Angriffs sind verheerend. Mit den gestohlenen Daten handeln Kriminelle im Namen des Opfers. Das reicht vom Abschluss teurer Mobilfunkverträge bis zur Aufnahme von Krediten.

Die gestohlene Identität missbrauchen sie auch, um Online-Shop-Konten zu eröffnen oder Phishing-Links an die Kontakte des Opfers zu schicken. In Einzelfällen nutzten Täter sogar Promi-Identitäten, um Fans zu betrügen. Für die Betroffenen folgen emotionaler Stress und ein immenser Aufwand, den Schaden zu regulieren.

So schützen Sie sich wirksam

Experten betonen proaktive Maßnahmen. Die wichtigsten Schritte:
* Apps nur aus offiziellen Stores wie Google Play oder dem Apple App Store installieren.
* Betriebssystem und Apps immer aktuell halten. Googles Februar-Update für Android schloss erst kürzlich eine kritische Lücke.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle wichtigen Konten aktivieren.
* Misstrauisch bleiben bei unerwarteten Nachrichten – auch von bekannten Absendern. Immer Absenderadressen und Links prüfen, bevor man klickt.

Das Wettrüsten der Cyberkriminalität

Die aktuelle Angriffswelle ist Teil eines größeren Trends. Sicherheitsexperten sehen eine „Industrialisierung“ der Cyberkriminalität. Ransomware- und Phishing-Kits werden als Dienstleistung („as-a-Service“) angeboten, was auch technisch weniger versierten Tätern mächtige Angriffe ermöglicht. Der Einsatz von KI zur Perfektionierung von Betrugsversuchen markiert eine neue Eskalationsstufe.

Für die Zukunft prognostizieren Experten mehr hybride Angriffe, die digitale und reale Betrugsmaschen kombinieren. Während Tech-Unternehmen an neuen Abwehrmechanismen arbeiten, betont auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Notwendigkeit, Verschlüsselungstechniken für künftige Bedrohungen – etwa durch Quantencomputer – zu modernisieren. Für Nutzer bleibt digitale Wachsamkeit der beste Schutz.

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