Zalando Second Hand: Gebrauchte Mode direkt im Zalando-Shop
15.06.2026 - 07:18:14 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Vor der Veroeffentlichung am 15.06.2026, 07:17:41 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Mit Zalando Second Hand baut der Berliner Onlinehändler seinen Service rund um gebrauchte Mode direkt im bestehenden Shop aus und verzahnt Ankauf, Gutschrift und Verkauf in einer Oberfläche. Kundinnen und Kunden können getragene Kleidung und Schuhe einsenden, erhalten im Gegenzug Zalando-Guthaben und kaufen damit neue oder gebrauchte Artikel – Versand und Zahlungsabwicklung liegen komplett bei Zalando. Der Service ist in Deutschland im regulären Zalando-Account erreichbar und wird von der Plattform auch mit eigenen Filteroptionen hervorgehoben.
Zalando Second Hand: Wie der Service funktioniert
Der Einstieg in Zalando Second Hand erfolgt über den persönlichen Account, wo Nutzerinnen und Nutzer unter „Verkaufen“ oder „Second Hand“ Artikel aus ihrem Kleiderschrank auswählen und zum Ankauf anbieten können. Laut Unternehmensangaben prüft Zalando die Angaben, erstellt ein Versandlabel und bewertet die Stücke nach Marke, Zustand und aktueller Nachfrage. Die akzeptierten Artikel werden nach Eingang im Logistikzentrum kontrolliert, fotografiert und anschließend als Second-Hand-Produkt im regulären Zalando-Sortiment gelistet. Statt einer Barauszahlung gibt es ein Guthaben, das beim nächsten Einkauf auf zalando.de eingelöst werden kann, teilweise auch in Partnergutscheine umgewandelt werden darf.
Für Käuferinnen und Käufer integriert Zalando Second Hand die gebrauchten Produkte direkt in die Produktübersichten des Shops, etwa über den Filter „Second Hand“ oder Hinweise auf der Produktdetailseite. Kunden sehen dort den Zustandsgrad der Artikel, zum Beispiel „wie neu“, „sehr gut“ oder „gut“, und können Second-Hand-Stücke ähnlich wie Neuware in den Warenkorb legen. Versand und Rückgabe laufen über die bekannten Zalando-Prozesse, inklusive Versandkostenstruktur und Rückgabefrist, wobei einzelne Second-Hand-Artikel aus Nachhaltigkeitsgründen teilweise mit eingeschränkter Rückgabemöglichkeit versehen sein können. In Deutschland nutzt Zalando dafür die bestehenden Logistikzentren und Paketdienstleister, was die Integration in den Alltag der Kundschaft erleichtert.
Zalando positioniert Second Hand als Teil seiner Circularity-Strategie, mit der mehr Kleidungsstücke im Kreislauf gehalten und weniger Neuware produziert oder weggeworfen werden sollen. Nach Angaben des Unternehmens sind Second-Hand-Angebote ein Baustein, um bis 2025 einen größeren Anteil des Bruttowarenvolumens mit nachhaltigeren Artikeln zu erzielen. Bereits in mehreren Märkten, darunter Deutschland, Frankreich und die nordischen Länder, ist der Second-Hand-Service voll integriert, weitere Länder folgten schrittweise. Für Markenpartner bietet Zalando damit eine zusätzliche Plattform, auf der die Lebensdauer von Produkten verlängert wird, ohne dass diese selbst einen eigenen Wiederverkaufskanal aufbauen müssen.
Preislich liegen Second-Hand-Artikel meist spürbar unter den ursprünglichen Neupreisen, orientieren sich aber stark an Marke, Zustand und Nachfrage. Premium-Marken werden auch gebraucht zu vergleichsweise hohen Preisen angeboten, während Fast-Fashion-Teile günstiger zu haben sind. Für Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet das, dass stark nachgefragte Marken höhere Gutschriften bringen können, während No-Name-Artikel teils gar nicht angekauft werden. In Aktionen oder Kampagnen bewirbt Zalando Second Hand zudem mit zusätzlichen Gutscheinen oder hervorgehobenen Flächen auf der Startseite, um die Sichtbarkeit des Angebots zu erhöhen.
Für Zalando ist der Second-Hand-Bereich strategisch relevant, weil sich damit zusätzliche Umsatzpotenziale im bestehenden Kundenstamm erschließen und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele adressiert werden. Gleichzeitig steht der Service in Konkurrenz zu spezialisierten Recommerce-Plattformen wie Vinted oder Momox Fashion, die rein auf Second-Hand fokussieren und mit eigenen Community-Funktionen arbeiten. Zalando setzt dem die enge Verzahnung mit seinem bestehenden Mode-Sortiment, eine zentrale Retourenlogistik und die bekannte Nutzeroberfläche entgegen. Die Aktie von Zalando SE (DE000ZAL1111) notierte laut Xetra-Schlusskurs vom 12.06.2026 zuletzt bei 24,63 Euro.
Kurzprofil: Zalando Second Hand
- Produkt: Zalando Second Hand
- Hersteller: Zalando SE
- Kategorie: Software/Service/Abo (Online-Modeplattform-Service)
- Markteinfuehrung: schrittweise ab 2020 in Deutschland und weiteren europaeeischen Maerkten
- UVP / Preis: kein Fixpreis; gebrauchte Artikel mit individuell festgelegten Verkaufspreisen, zumeist unter dem urspruenglichen Neupreis
- Verfuegbarkeit: in Deutschland direkt ueber den Zalando-Account auf zalando.de und in der Zalando-App, Second-Hand-Filter im Sortiment
- Zielgruppe: modeaffine Kundinnen und Kunden, die guenstigere oder nachhaltigere Alternativen zur Neuware suchen
- Besonderheit / USP: Verknuepfung von An- und Verkauf gebrauchter Mode mit dem bestehenden Zalando-Shop, Gutschrift statt Barauszahlung und vollintegrierte Logistik ueber Zalando
Weitere Einordnung zu Zalando Kleider und Services
Mehr Hintergruende zur Rolle von Zalando und seinen digitalen Angeboten im europaeischen Modehandel finden sich in den Unternehmens- und Finanznachrichten.
Mehr Zalando SE-News Investor RelationsDieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
