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YouTube Music startet KI-Playlist-Generator mit Gemini

10.02.2026 - 23:02:12

YouTube Music reagiert auf den KI-Wettbewerb mit einem neuen, sprachgesteuerten Playlist-Generator für Abonnenten. Das Feature nutzt Googles Gemini-KI und stellt eine direkte Antwort auf Spotify dar.

YouTube Music setzt im Kampf um Streaming-Abonnenten auf künstliche Intelligenz. Der Dienst hat einen neuen KI-Playlist-Generator für Premium-Kunden gestartet, der mit natürlicher Sprache bedient wird. Das Feature nutzt Googles Gemini-KI und stellt eine direkte Antwort auf ähnliche Angebote von Konkurrenten wie Spotify dar.

Vom Stichwort zur perfekten Playlist

Die neue Funktion soll die Musiksuche revolutionieren. Statt mühsam nach Titeln oder Künstlern zu suben, können Nutzer nun einfach eine Stimmung oder Aktivität beschreiben. Einfache Texteingaben wie „melancholischer Jazz für regnerische Nachmittage“ oder „beschwingter Indie für einen Roadtrip“ generieren sofort eine passende Wiedergabeliste.

Um die Bedienung zu erleichtern, bietet die App zehn rotierende Beispiel-Prompts an. Vorschläge wie „Deep-voice singers“, „Chillwave“ oder „Morning routine“ zeigen, was möglich ist. Das Tool versteht sich nicht als einfache Genre-Suche, sondern als persönlicher Musik-Experte, der jede Idee in einen maßgeschneiderten Mix verwandelt.

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Googles Gemini-KI als treibende Kraft

Herzstück des neuen Tools ist Googles leistungsstarkes Gemini-Modell. Dieser Schritt markiert eine deutliche Weiterentwicklung. Bereits im Mai 2024 hatte Google eine erste, eher umständliche KI-Integration getestet. Nutzer mussten damals den separaten Gemini-Assistenten nutzen. Die neue, native Lösung ist direkt in die YouTube Music App eingebettet und ermöglicht nun viel kreativere und nuancenreichere Anfragen.

Das System nutzt die Fähigkeit der KI, natürliche Sprache und Kontext zu verstehen. So durchforstet es die gewaltige Musikbibliothek von YouTube und trifft eine intelligente Auswahl. Für den Nutzer fühlt es sich an, als hätte er einen persönlichen Musikberater zur Hand.

Der KI-Wettlauf im Musikstreaming

Die Einführung ist eine direkte Reaktion auf den verschärften Wettbewerb. Die gesamte Branche befindet sich in einem KI-getriebenen Transformationsprozess. Alle großen Plattformen drängen auf intelligentere, personalisierte Features. Besonders der Marktführer Spotify treibt diese Entwicklung voran.

Spotify war mit seinem „AI DJ“ bereits Anfang 2023 ein Pionier. Im Januar 2026 zog der Konzern nach und startete eine eigene Prompt-basierte Playlist-Erstellung. Mit dem neuen Generator ist YouTube Music nun auf Augenhöhe und bietet seinen über 100 Millionen Premium-Abonnenten eine gleichwertige Alternative.

Strategischer Schachzug in unsicherer Zeit

Das Feature ist ein zentraler Baustein in Googles Strategie, generative KI in alle Verbraucherprodukte zu integrieren. Für YouTube Music ist es eine klare Wette: Konversationelle Schnittstellen werden zur primären Art, Musik zu entdecken.

Die Entwicklung kommt zu einem ambivalenten Zeitpunkt. Die Branche kämpft parallel mit einer Flut komplett KI-generierter Songs. Täglich werden zehntausende solcher Tracks hochgeladen – ein Problem für Urheberrechte und die Entlohnung menschlicher Künstler. YouTubes neues Tool setzt zwar auf Kuratierung, nicht auf Kreation. Es unterstreicht aber die rasante und vielschichtige Rolle der KI im gesamten Musik-Ökosystem.

Die Zukunft: Vom Player zum KI-Kompanion

Mit dem Playlist-Generator ist die Basis für weitergehende Features gelegt. Das langfristige Ziel der Streaming-Dienste scheint klar: ein umfassender KI-Musikbegleiter. Dieser soll nicht nur Titel aussuchen, sondern auch Kontext liefern und für tiefere Interaktion sorgen.

YouTube experimentiert bereits in diese Richtung. Im „YouTube Labs“-Programm testet das Unternehmen für ausgewählte Nutzer „KI-Musik-Moderatoren“. Dieses experimentelle Tool liefert DJ-artige Kommentare, Trivia und Geschichten zwischen den Songs – ähnlich wie Spotifys AI DJ. Die Reise geht also weiter. Die passive Hörerfahrung könnte sich bald in eine interaktive und höchstpersönliche Reise verwandeln. In einem weiter wachsenden globalen Streaming-Markt könnte genau das über die Loyalität der Abonnenten entscheiden.

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