Yokogawa Rotamass TI: Coriolis-Durchflussmessung für anspruchsvolle Prozesse
12.06.2026 - 20:13:29 | ad-hoc-news.de
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Mit der Produktfamilie Yokogawa Rotamass TI adressiert der japanische Messtechnikhersteller präzise Coriolis-Durchflussmessung in flüssigen und gasförmigen Medien, wie sie in der Chemie, Öl- und Gasindustrie sowie in der Lebensmittelproduktion gefragt ist. Die Serie umfasst mehrere Gerätereihen von kompakten Einheiten für Dosieraufgaben bis hin zu robusten Großsensoren für hohe Durchflüsse und anspruchsvolle Prozessbedingungen. In Deutschland wird Rotamass TI über Yokogawa Deutschland sowie spezialisierte Mess- und Automatisierungspartner angeboten und in zahlreichen Branchenprojekten eingesetzt. Für industrielle Anwender rückt die Baureihe vor allem wegen der Kombination aus Messgenauigkeit, sicherheitsgerichteten Funktionen und digitaler Anbindung an Prozessleitsysteme in den Fokus.
Was die Rotamass-TI-Serie im industriellen Alltag leisten soll
Rotamass TI basiert auf dem Coriolis-Messprinzip, bei dem der Massendurchfluss direkt aus der Schwingungsänderung eines durchströmten Messrohres bestimmt wird. Anders als bei volumetrischen Messverfahren misst ein Coriolis-Gerät die Masse unabhängig von Temperatur, Druck und Dichteänderungen im Medium, was es besonders für Rezepturprozesse mit wechselnden Produktqualitäten interessant macht. Die Serie unterstützt nicht nur Massendurchfluss, sondern je nach Ausführung auch Dichte- und Temperaturmessung, sodass Anwender mehrere Prozessgrößen mit einem Sensor erfassen können. In der Praxis ermöglicht dies zum Beispiel, gleichzeitig Durchfluss, Konzentration und Produktqualität zu überwachen und diese Daten direkt in ein Leitsystem oder eine SPS einzuspeisen.
Yokogawa gliedert Rotamass TI in mehrere Unterserien, die sich an unterschiedlichen Applikationsprofilen orientieren. Typische Ausprägungen sind Varianten für allgemeine Anwendungen, Modelle mit hoher Chemikalienbeständigkeit, Ausführungen für Hygienebereiche in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion sowie Sensoren für hohe Temperaturen oder Drücke. Damit lässt sich von der Dosierung konzentrierter Säuren über die Überwachung von Lösungsmitteln bis hin zu CIP/SIP-Prozessen in Molkereien ein breites Spektrum industrieller Aufgaben abdecken. Viele Ausführungen sind in verschiedenen Nennweiten verfügbar, sodass sich der Nennweitenbereich von kleinen Labor- und Pilotanlagen bis hin zu Produktionsleitungen mit hohen Volumenströmen erstreckt.
Die Kommunikation mit der Leit- oder Steuerungsebene erfolgt bei Rotamass TI über gängige Industrieprotokolle wie HART, FOUNDATION Fieldbus oder Profibus PA, je nach Gerätekonfiguration. Die Geräte unterstützen dabei neben analogen 4-20-mA-Signalen auch digitale Status- und Diagnosedaten, mit denen sich Zustandsinformationen des Messsystems in Asset-Management-Lösungen integrieren lassen. Für Betreiber mit bestehenden DCS-Umgebungen oder modernen IIoT-Konzepten erleichtert diese Multivendor-Kompatibilität die Einbindung in heterogene Anlagenstrukturen. Je nach Ausführung sind auch erweiterte Selbstdiagnosefunktionen verfügbar, die etwa auf Rohrverstopfungen, Luftblasen oder eine Veränderung der Prozessbedingungen hinweisen können.
In sicherheitskritischen Anwendungen wie Überfüllschutz, Brennstoffzufuhr oder Reaktionsüberwachung spielt die funktionale Sicherheit eine zentrale Rolle. Yokogawa positioniert Rotamass TI gezielt für SIL-Anwendungen nach IEC 61508/61511, wodurch sich die Geräte im Rahmen von Safety-Instrumented Systems einsetzen lassen. Herstellerangaben zufolge werden dazu zertifizierte Messketten angeboten, die die Anforderungen an Verfügbarkeit und Fehlerdiagnose in Sicherheitsschleifen unterstützen. Für Betreiber im Öl- und Gassektor oder in der chemischen Industrie kann dies die Dokumentation gegenüber Behörden und Versicherern vereinfachen, da der Messaufbau auf eine systematisch geprüfte Plattform zurückgreift.
Ein weiterer Aspekt der Rotamass-TI-Familie ist die Auslegung auf lange Lebensdauer und geringe Wartungskosten. Das Coriolis-Messprinzip arbeitet ohne bewegliche Teile, was mechanischen Verschleiß reduziert und Kalibrierintervalle verlängern kann. Yokogawa betont in seinen Unterlagen die thermische und mechanische Stabilität der Messrohre, die für wechselnde Prozessbedingungen mit Temperatursprüngen oder Druckschwankungen ausgelegt sind. Ergänzend dazu ermöglichen Diagnosefunktionen, Wartungsmaßnahmen zustandsorientiert zu planen, statt feste Intervalle einzuhalten, was besonders bei kontinuierlich betriebenen Anlagen mit hohem Verfügbarkeitsanspruch interessant ist.
Im Portfolio von Yokogawa nimmt Rotamass TI die Rolle einer zentralen Durchflussplattform im Bereich der Coriolis-Messtechnik ein und ergänzt andere Messprinzipien wie Wirbel- oder Ultraschallzähler. Für das Unternehmen gehören Prozessinstrumente wie diese traditionell zu den wichtigen Säulen im Geschäft mit der Prozessindustrie, das einen wesentlichen Beitrag zu Umsatz und Ergebnis liefert. Die Aktie von Yokogawa Electric Corp (JP3952600003) notiert am 12.06.2026 auf Xetra bei rund 19,40 Euro.
Yokogawa Rotamass TI im Kurzprofil
- Produkt: Yokogawa Rotamass TI
- Hersteller: Yokogawa Electric Corp
- Kategorie: Lifestyle & Consumer (industrielle Durchflussmessung)
- Markteinfuehrung: Rotamass-TI-Generation seit Mitte der 2010er Jahre, laufend erweiterte Varianten
- UVP / Preis: projektspezifische Angebotspreise, typischerweise mehrere Tausend Euro pro Messstelle je nach Ausfuehrung
- Verfuegbarkeit: Vertrieb in Deutschland ueber Yokogawa Deutschland und spezialisierte Automatisierungspartner
- Zielgruppe: Betreiber in Chemie, Oel & Gas, Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Kraftwerks- und Energieanwendungen
- Besonderheit / USP: Coriolis-Massendurchflussmessung mit integrierter Dichte- und Temperaturmessung, SIL-taugliche Varianten und umfangreiche digitale Kommunikationsoptionen
Mehr Hintergrund zu Yokogawa Electric Corp
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