Yaksh-App, Polizeiarbeit

Yaksh-App: KI revolutioniert Polizeiarbeit in Uttar Pradesh

28.12.2025 - 22:09:12

KI-App „Yaksh“ führt in Indiens bevölkerungsreichstem Bundesstaat vorausschauende Verbrechensbekämpfung ein – mit Gesichtserkennung und eigenem „Crime GPT“.

Die Polizei im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh setzt künftig voll auf Künstliche Intelligenz. Mit der neuen App „Yaksh“ wechselt die Behörde von manueller Aktenführung zu einem prädiktiven, datengesteuerten Polizeimodell. Die umfassende Plattform wurde am Samstag von Ministerpräsident Yogi Adityanath auf der Konferenz „Police Manthan 2025“ in Lucknow vorgestellt.

Das Herzstück der App ist ein generatives KI‑Modul namens „Crime GPT“. Es ermöglicht Beamten, die Datenbank in natürlicher Sprache zu befragen. Statt tausende Akten manuell zu durchforsten, können Ermittler komplexe Fragen zu Vorstrafen, Bandenverbindungen oder FallDetails stellen. Die KI liefert sofort strukturierte Zusammenfassungen.

Ein spezieller „Gang Analysis Module“ identifiziert automatisch Verbindungen zwischen Straftätern verschiedener Bezirke. Die KI kartiert diese Netzwerke und stellt sie gebündelt dar. So soll die Polizei ganze Syndikate zerschlagen können – nicht nur Einzeltäter festnehmen.

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Die biometrischen Fähigkeiten gehen über Standard-Fingerabdrücke hinaus. Das System speichert auch Stimmproben neben Fotos und Videos. Eine KI-gestützte Stimmensuche hilft, Verdächtige zu identifizieren, selbst wenn sie ihr Aussehen verändern.

Das digitale „Beat“-System: Kontrolle in Echtzeit

Ein Hauptziel ist die Modernisierung des traditionellen „Beat“-Systems, bei dem Polizisten für bestimmte Stadtviertel verantwortlich sind. Die App ersetzt das physische „Beat-Buch“ – ein manuelles Register lokaler Straftäter – durch ein dynamisches Digitalregister.

Jeder gelistete Straftäter ist nun digital einer Wache und einem Beat-Bereich zugeordnet. Die zuständigen Beamten müssen deren Aufenthaltsort regelmäßig physisch überprüfen. Verlegt ein Straftäter seinen Wohnsitz, muss der Beamte dies sofort melden. Das System löst dann automatisch eine Warnung an die Polizeistation am neuen Ort aus. So sollen Informationslücken geschlossen werden, die entstehen, wenn Täter in andere Zuständigkeitsbereiche ziehen.

Vernetzung und Priorisierung von Gefährdern

Yaksh ist vollständig in das bestehende Crime and Criminal Tracking Network & Systems (CCTNS) integriert. Wird irgendwo im Netzwerk eine erste Anzeige (FIR) registriert oder eine Anklageschrift eingereicht, werden die Details des Beschuldigten automatisch in der App aktualisiert.

Um Bedrohungen priorisieren zu können, nutzt die App ein transparentes Punktesystem. Es bewertet Straftäter nach Schwere der Tat, Zeitpunkt des Verbrechens und verwendeten Waffen. Die Daten generieren eine farbcodierte Kategorisierung. So identifiziert das System automatisch die „Top 10“ der am dringendsten zu überwachenden Straftäter in jedem Bezirk.

KI als Blaupause für die Polizei der Zukunft

Der Start von Yaksh erfolgt zu einer Zeit, in der Strafverfolgungsbehörden weltweit zunehmend auf KI setzen, um riesige Datenmengen zu bewältigen. Für Uttar Pradesh, einen Staat mit enormen Bevölkerungszahlen und komplexen polizeilichen Herausforderungen, ist der Wechsel ein kritisches Infrastruktur-Upgrade.

Experten sehen in Yaksh die nächste Generation der „prädiktiven Polizeiarbeit“. Während Apps wie „Trinetra“ früher bereits Datenbanken digitalisierten, geht es nun von reiner Datenspeicherung zur aktiven Analyse über. Die Polizei erhofft sich kürzere Reaktionszeiten und höhere Verurteilungsraten.

Die Einführung ist bereits im Gange. Die Zentrale wurde im Hauptquartier der Uttar Pradesh Special Task Force (STF) eingerichtet. In den kommenden Monaten wird der Fokus auf der Schulung der Beamten im Umgang mit den KI-Funktionen liegen. Der Erfolg des Projekts könnte als Blaupause für andere indische Bundesstaaten dienen. Je mehr Daten das System sammelt, desto besser sollen seine Vorhersagefähigkeiten werden – mit dem Ziel, Straftaten zu verhindern, bevor sie geschehen.

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