XPeng Aktie: CEO übernimmt Robotik nach Xiaoxin-Abgang
11.06.2026 - 06:04:11 | boerse-global.de
Der chinesische E-Auto-Hersteller XPeng stellt seine Führungsstruktur neu auf. CEO He Xiaopeng übernimmt persönlich die Leitung der Robotik-Sparte – und zwar ab sofort.
Hintergrund ist der Abgang von Shi Xiaoxin, dem Senior Director für Robotik-Produktplanung. Er verließ das Unternehmen Anfang Juni. Die Führungskraft galt als zentrale Figur hinter dem humanoiden Roboter „IRON“. Der Abgang kommt zu einem kritischen Zeitpunkt.
Massenproduktion ab 2026 geplant
XPeng treibt die Entwicklung des Roboters mit Nachdruck voran. Bereits im vierten Quartal 2026 soll „IRON“ in Serie gehen. Dafür entsteht in Guangzhou eine 110.000 Quadratmeter große Produktionsstätte.
Der Roboter nutzt eine bionische Struktur mit künstlicher Intelligenz und drei Turing-Chips. Er ist für hochpräzise Aufgaben ausgelegt. Ab dem ersten Quartal 2027 soll „IRON“ in XPengs eigenen Einzelhandelsgeschäften zum Einsatz kommen. Danach plant das Unternehmen die Vermarktung an externe Kunden, zunächst in China, später international.
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Das langfristige Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 will XPeng jährlich eine Million Einheiten produzieren.
Finanzieller Gegenwind
Derweil belasten die hohen Investitionen die Bilanz. Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 um 17,6 Prozent auf 13,03 Milliarden Yuan. Der Nettoverlust fiel höher aus als im Vorjahr.
Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 46,8 Prozent auf 2,91 Milliarden Yuan. Die Kosten für den Technologieaufbau sind enorm. XPeng muss seine E-Auto-Sparte stabil halten, während es gleichzeitig Milliarden in die Robotik pumpt.
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Die Aktie notiert am Donnerstag bei 12,90 Euro. Das sind gut elf Prozent weniger als vor einer Woche und 47 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 24,40 Euro.
Bleibt die Frage, ob XPeng den Spagat zwischen finanzieller Konsolidierung und technologischer Expansion gelingt. Der Börsenwert des Unternehmens liegt aktuell bei rund 2,5 Milliarden Euro. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die Kosten in den Roboter-Investitionen amortisieren.
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