XPeng Aktie: 106.000 Auslieferungen für Q2 geplant
19.06.2026 - 02:35:01 | boerse-global.de
Der chinesische Autobauer XPeng meldet einen massiven Gewinneinbruch. Parallel dazu ruft das Management einen radikalen Strategiewechsel aus. Der Konzern will sich zu einem Unternehmen für physische Künstliche Intelligenz wandeln. An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Aktie notiert mit 11,54 Euro nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 34 Prozent.
Schwaches Auftaktquartal
Die Bilanz für das erste Quartal enttäuscht. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um knapp 18 Prozent. Er fiel auf 13,03 Milliarden Renminbi.
Der Nettoverlust vergrößerte sich im selben Zeitraum auf 1,78 Milliarden Renminbi. Die Auslieferungen brachen um ein Drittel ein. XPeng übergab nur rund 62.600 Fahrzeuge an Kunden.
Teure Speicherchips und Batterien belasteten die Kostenstruktur. Dennoch erreichte die Bruttomarge beachtliche 20,6 Prozent.
Roboter-Taxis als Heilsbringer
XPeng reagiert auf die Krise mit einer neuen Strategie. Das Management investiert massiv in physische Künstliche Intelligenz. Der Fokus liegt auf autonomen Fahrsystemen und humanoiden Robotern. Diese sollen Ende 2026 in Serienproduktion gehen.
Einziger Lichtblick: das neue Modell GX. Es gilt als Chinas erstes serienmäßiges Roboter-Taxi. Die Nachfrage übertrifft die Erwartungen des Vorstands bei Weitem. Kunden müssen auf die Flaggschiff-Version aktuell über 30 Wochen warten.
Dieses Topmodell macht über 80 Prozent der Erstbestellungen aus. Die Gewinnmargen fallen hier laut Unternehmensangaben stark aus. XPeng arbeitet nun mit Zulieferern an einer höheren Produktionskapazität.
Blick nach vorn
Der Konzern treibt parallel seine internationale Expansion voran. Ab dem zweiten Quartal sollen Auslandslieferungen ein Fünftel des Umsatzes ausmachen. Für 2027 plant XPeng zudem ein günstigeres Einstiegsmodell.
Für das laufende zweite Quartal gibt sich das Management optimistisch. XPeng rechnet mit bis zu 106.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Der Umsatz soll auf maximal 20,80 Milliarden Renminbi steigen.
Die Kriegskasse ist gut gefüllt. Ende März verfügte das Unternehmen über Barreserven von 42 Milliarden Renminbi. Das sichert die teure Forschung für die kommenden Monate ab. Der stark überverkaufte RSI-Wert von 28 deutet charttechnisch auf eine mögliche Gegenbewegung hin.
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