Xiaomi SU7: Neuer Elektroauto-Benchmark mit 902 Kilometern Reichweite
07.01.2026 - 20:23:12Der chinesische Tech-Riese Xiaomi setzt mit seinem Elektroauto SU7 neue Maßstäbe und erhöht den Druck auf die globale Konkurrenz. Die heute gestartete Vorbestellung der überarbeiteten Modelle offenbalt eine Strategie, die Reichweitenangst bekämpft und hochautomatisiertes Fahren für alle erschwinglich macht. Mit bis zu 902 Kilometern Reichweite und serienmäßigem LiDAR stellt Xiaomi die Weichen, um vom Newcomer zum Marktführer im automatisierten Fahren aufzusteigen.
Rekord-Reichweite und revolutionäre Ladegeschwindigkeit
Die Schlagzeile des Tages ist die 902-Kilometer-Reichweite des SU7 Pro nach dem chinesischen CLTC-Standard. Das ist ein deutlicher Sprung vom Vorgänger (830 km) und katapultiert das Fahrzeug an die Spitze seiner Klasse. Der Clou: Der Gewinn resultiert nicht einfach aus einem größeren Akku, sondern aus einer komplett neuen Elektroarchitektur.
Xiaomi verabschiedet sich bei den Modellen Standard und Pro von der 400V-Plattform. Stattdessen kommt nun eine 752V-Siliziumkarbid-Hochvoltplattform zum Einsatz. Die Top-Variante Max fährt sogar auf einer 897V-Architektur. Dieser Schritt zu höheren Systemspannungen ist ein Game-Changer für Effizienz und Ladegeschwindigkeit.
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Der praktische Nutzen ist immens. Die Max-Version lädt in nur 15 Minuten Strom für 670 Kilometer nach. Damit nähert sich der Komfort dem eines Verbrenners – ein entscheidendes Argument für gewerbliche Flotten in Logistik und Robotik, wo jede Minute Stillstand Geld kostet.
LiDAR für alle: Demokratisierung der Autonomie
Die vielleicht bedeutendste Neuigkeit für die Zukunft des automatisierten Fahrens ist die Serienausstattung mit LiDAR. Jeder SU7 – vom günstigsten Basismodell bis zur Max-Ausführung – erhält nun den Hochleistungs-Laserscanner und ein 4D-Millimeterwellenradar.
Bisher waren Käufer des Einstiegsmodells auf kamera-basierte Systeme beschränkt. Diese technologische Kluft ist nun Geschichte. Die gesamte Baureihe verfügt über 700 TOPS Rechenleistung, die notwendige Grundlage für Xiaomis eigenentwickeltes Hyper Autonomous Driving (HAD)-System.
Experten deuten diesen Schritt als kluge Datensammel-Strategie. Mit LiDAR in jedem Auto wird jedes Fahrzeug zu einem leistungsstarken Sensor im Lernnetzwerk des Konzerns. Das beschleunigt die Training der KI-Algorithmen enorm. Dieser “Hardware-first”-Ansatz schützt zudem vor schneller Veralterung: Auch Basiskunden erhalten künftig Software-Updates für fortgeschrittene Autonomiefunktionen.
Sicherheit im Fokus: Vom Smart Car zur Roboter-Kapsel
Die Überarbeitung reagiert auch auf Sicherheitsdebatten des Vorjahres. Xiaomi präsentiert eine deutlich verstärkte Karosserie mit einem “eingebetteten Überrollkäfig” aus ultrahochfestem Stahl (2.200 MPa Zugfestigkeit).
Die aktiven Sicherheitssysteme wurden aufgewertet. Die Doppelkammer-Luftfederung mit stufenloser Dämpferregelung (CDC) – bisher der Max-Variante vorbehalten – gibt es nun auch für das Pro-Modell. Diese Systeme arbeiten mit den Autonomie-Sensoren zusammen und stabilisieren das Fahrzeug bei automatisierten Manövern. Die Grenze zwischen mechanischer Federung und robotischer Kontrolle verschwimmt.
Im Innenraum kommen zwei weitere Seitenairbags hinzu, sodass insgesamt neun Airbags verbaut sind. Das Update zeigt ein gereiftes Unternehmen, das Feedback ernst nimmt und den SU7 als robuste Sicherheitskapsel mit Hightech-Innenleben positioniert.
Aggressive Preisstrategie trotz Aufpreis
Trotz der umfangreichen Aufwertung bleibt die Preisstrategie angriffslustig, wenn auch auf höherem Niveau. Der SU7 Standard startet bei umgerechnet etwa 31.700 Euro (229.900 Yuan). Das sind 14.000 Yuan mehr als beim Vorgänger. Der Pro kostet 259.900 Yuan, die Max-Variante 309.900 Yuan.
Marktbeobachter sehen den Aufpreis durch den deutlichen Mehrwert gerechtfertigt. LiDAR und 800V-Technik sind nun Standard. Xiaomi unterbietet damit weiterhin Schlüsselkonkurrenten wie das Tesla Model 3 auf dem heimischen chinesischen Markt. Der Druck auf etablierte Autobauer und reine EV-Hersteller wächst.
Die Auslieferungen der heute vorbestellbaren Fahrzeuge beginnen im April 2026. Der straffe Zeitplan demonstriert die ausgereiften Produktionskapazitäten in Xiaomis hochautomatisierter “Super Factory” in Peking.
Ambitionierte Ziele: 550.000 Fahrzeuge und neue Modelle
Xiaomi peilt für 2026 ein ehrgeiziges Verkaufsziel von 550.000 Fahrzeugen an, nach 360.000 Auslieferungen bis Ende 2025. Die serienmäßige Autonomie-Hardware soll dabei eine Schlüsselrolle spielen, um ausgefeilte City-NOA-Funktionen (automatisiertes Navigieren in der Stadt) für die breite Masse freizuschalten.
Die neue Plattform bereitet zudem den Weg für weitere Modelle. Die elektrische Architektur mit ihrer hohen Leistungsfähigkeit legt die Basis für die erwarteten SUV-Modelle, die noch 2026 folgen sollen.
Während sich Automobiltechnik und Robotik immer weiter verzahnen, steht der neue Xiaomi SU7 für das atemberaubende Innovationstempo im chinesischen EV-Sektor. Indem der Konzern LiDAR und Hochvolt-Technik nicht als Luxus, sondern als Grundrecht behandelt, setzt er nicht nur ein Auto neu auf. Er definiert die Erwartungen an ein intelligentes Fortbewegungsmittel komplett neu.
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