Xiaomi, Aktie

Xiaomi Aktie: Jefferies senkt Kursziel um 14 Prozent

29.05.2026 - 00:41:58 | boerse-global.de

Jefferies senkt Xiaomi auf Underperform. Verluste im E-Auto-Geschäft und schrumpfende Smartphone-Margen belasten die Aktie massiv.

Xiaomi Aktie: Jefferies senkt Kursziel um 14 Prozent - Foto: über boerse-global.de
Xiaomi Aktie: Jefferies senkt Kursziel um 14 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Die Lage bei Xiaomi wird ernster. Die Investmentbank Jefferies hat die Aktie nach schwachen Q1-Zahlen auf „Underperform" gesetzt. Sie verweist auf drei Probleme gleichzeitig: Verluste in der E-Auto-Sparte, schrumpfende Smartphone-Margen und steigende Kosten für Speicherchips. Das Kursziel sinkt von 26,98 auf 25,49 Hongkong-Dollar. Vom aktuellen Niveau aus bedeutet das ein Minus von 14 Prozent.

Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht. Die in Frankfurt gehandelten Hinterlegungsscheine notieren bei 3,13 Euro – dem tiefsten Stand seit zwölf Monaten. Auf Jahressicht beträgt das Minus 46 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 6,69 Euro: mehr als 50 Prozent.

Quartalszahlen weit unter den Erwartungen

Die harten Fakten zum Auftakt 2026: Der Umsatz sank um fast elf Prozent auf 99,1 Milliarden Yuan. Der bereinigte Nettogewinn brach um 43 Prozent auf 6,1 Milliarden Yuan ein. Analysten hatten mit 6,4 Milliarden gerechnet. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel sogar um 70 Prozent.

Der Hauptgrund: DRAM- und NAND-Speicherchips haben sich in etwa verdoppelt. KI-Rechenzentren saugen die Kapazitäten auf. Die Bruttomarge des Kerngeschäfts „Smartphone × AIoT" sackte auf 22,5 Prozent ab.

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E-Auto-Sparte: 5.600 Dollar Verlust pro Fahrzeug

Das größte Sorgenkind bleibt das Elektroauto-Segment. Xiaomi EV schrieb im ersten Quartal einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden Yuan. Pro verkauftem Fahrzeug verlor das Unternehmen umgerechnet 5.600 US-Dollar. Die Bruttomarge fiel von 23,2 auf 20,1 Prozent.

Vorausgegangen waren zwei Quartale mit schwarzen Zahlen. Nun ist das Loch wieder da. Xiaomi führt das auf geringere Auslieferungen des teuren SU7 Ultra zurück, auf Subventionen für die Kaufsteuer in China – und auf teurere Schlüsselkomponenten. Der Absatz sank von 145.000 auf 81.000 Einheiten. Jefferies senkte die Prognose für das Gesamtjahr auf 495.000 Fahrzeuge. Das Management hält am Ziel von 550.000 fest.

Smartphones schwächeln, Internetdienste zeigen Stärke

Auch das Smartphone-Geschäft ächzt. Die Auslieferungen fielen um 19 Prozent auf 33,8 Millionen Geräte. Laut Jefferies ist das der stärkste Rückgang unter den fünf größten Herstellern weltweit. Das AIoT-Segment verlor 24 Prozent Umsatz. Die schwache Konsumnachfrage in China und härterer Wettbewerb setzen zu. Immerhin: Die Auslandsumsätze machen rund 40 Prozent des AIoT-Geschäfts aus und federn etwas ab.

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Ein Lichtblick bleiben die Internetdienste. Die Werbeerlöse stiegen um knapp acht Prozent auf 7,1 Milliarden Yuan. Die Bruttomarge liegt bei über 76 Prozent. Das ist ein deutlicher Kontrast zu den verlustreichen Hardware-Segmenten. Trotz des Ergebnisdrucks erhöhte Xiaomi die F&E-Ausgaben um 33 Prozent auf 9 Milliarden Yuan.

Anhaltender Kostendruck

Die Analysten von Jefferies rechnen mit weiterem Ergebnisdruck. Die Speicherchip-Kosten dürften bis weit ins Jahr 2027 hoch bleiben. Gleichzeitig verbrennt das E-Auto-Geschäft weiter Geld. Ob Xiaomi den Turnaround schafft, hängt entscheidend davon ab, wie schnell das Unternehmen Margen stabilisieren und Auslieferungen steigern kann – und ob die Investitionen in KI und Elektromobilität sich auszahlen.

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