Xiaomi Aktie: 60-Milliarden-Offensive!
17.04.2026 - 18:03:49 | boerse-global.deXiaomi kauft massiv eigene Aktien zurück — und investiert gleichzeitig Milliarden in Künstliche Intelligenz. Das klingt nach Widerspruch, ist aber Strategie.
Allein zwischen dem 13. und 15. April erwarb der Konzern rund 16,6 Millionen eigene B-Aktien für insgesamt gut 510 Millionen HKD. Grundlage ist ein Mandat vom Juni 2025, das Rückkäufe von bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals erlaubt. Das Management signalisiert damit: Die aktuelle Bewertung spiegelt den echten Unternehmenswert nicht wider.
Elektroautos liefern, Smartphones schwächeln
Das Kerngeschäft mit Smartphones und IoT-Geräten leidet unter Margendruck und steigenden Speicherkosten. Die Automobilsparte entwickelt sich dagegen zum Wachstumstreiber. Im März lieferte Xiaomi EV insgesamt 21.440 Fahrzeuge aus — aufgeteilt auf den überarbeiteten SU7 und das SUV-Modell YU7. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern 550.000 Auslieferungen an, nach knapp 412.000 im Vorjahr.
CEO Lei Jun meldete außerdem bereits über 40.000 verbindliche Bestellungen für die neue SU7-Generation. Das Interesse ist da. Ob die Margen mithalten, ist die offene Frage — der Preiskampf auf dem chinesischen EV-Markt ist brutal.
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60 Milliarden Yuan für KI
Parallel dazu plant Xiaomi eine massive KI-Offensive. In den nächsten drei Jahren fließen mindestens 60 Milliarden Yuan in Entwicklung und Integration von KI-Modellen. Die Technologie soll Smartphone-Oberflächen verbessern und autonome Fahrfunktionen in den Elektroautos voranbringen.
Die finanzielle Basis dafür ist solide. Das Unternehmen schloss 2025 mit einem Gewinnplus von fast 44 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan ab. Der Umsatz wuchs um 25 Prozent. Trotz eines schwächeren vierten Quartals bleibt der Konzern gut aufgestellt.
Margen als Knackpunkt
Die Skepsis der Märkte ist verständlich. Hohe KI-Investitionen, ein teurer Aufbau der EV-Sparte und gleichzeitig schwächelnde Hardware-Margen — das ist eine anspruchsvolle Kombination. Die EV-Marge lag im zweiten Quartal 2024 bei beachtlichen 15,4 Prozent. Ob sich dieser Wert im harten Preiswettbewerb halten lässt, werden die Quartalszahlen Ende Mai zeigen.
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Bis dahin setzt das Management auf ein klares Signal: Rückkäufe statt Abwarten.
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