Money, Social-Media-Riese

X Money: Social-Media-Riese startet Zahlungsplattform

14.02.2026 - 01:00:12

Der Social-Media-Konzern X erprobt seine neue Bezahlfunktion, während regulatorische Änderungen und Stablecoins den globalen Markt für digitale Überweisungen neu gestalten.

X testet intern seine neue Bezahlfunktion „X Money“ – ein strategischer Schritt zum „Alles-in-einer-App“-Modell. Der Vorstoß des Social-Media-Giganten fällt in eine Phase tiefgreifender Veränderungen im globalen Markt für digitale Geldtransfers. Neue Regulierungen, technologische Innovationen und verändertes Nutzerverhalten formen die Branche neu.

Das Unternehmen hat bereits in über 40 US-Bundesstaaten Lizenzen als Geldübermittler erhalten. Mit „X Money“ will X Nachrichten, Handel und Finanzmanagement in einer Plattform vereinen. Damit folgt das Unternehmen dem Vorbild erfolgreicher asiatischer Super-Apps wie WeChat. Der Markt für digitale Auslandsüberweisungen soll laut Prognosen von 28,9 Milliarden Euro (2025) auf über 33,4 Milliarden Euro in diesem Jahr wachsen.

Neue US-Steuer beschleunigt Digitalisierung

Nicht nur Konzernambitionen, sondern auch staatliche Regulierung treiben den Wandel voran. In den USA beeinflusst eine neue Bundessteuer seit dem 1. Januar 2026 das Verhalten der Verbraucher. Die Abgabe von 1 % gilt für internationale Überweisungen, die mit Bargeld, Geldanweisungen oder Bankschecks finanziert werden.

Digitale Dienste werben nun gezielt damit, dass ihre app-basierten Transaktionen von dieser Steuer befreit sind. Diese regulatorische Änderung beschleunigt die Abkehr von traditionellen, bargeldbasierten Methoden. Für die Fintech-Branche bedeutet dies eine zunehmende „Industrialisierung“: Compliance und Regulierung werden genauso wichtig wie die Technologie selbst.

Asien und Afrika als Vorreiter der Innovation

Während sich der US-Markt anpasst, treiben Schwellenländer die Innovation voran. Asien gilt zunehmend als Blaupause für den globalen digitalen Handel. In Indien werden bereits die meisten E-Commerce-Transaktionen über das Unified Payments Interface (UPI) abgewickelt.

Malaysias Zentralbank kündigte am 11. Februar 2026 an, ringgit-gedeckte Stablecoins und tokenisierte Einlagen für grenzüberschreitende Zahlungen zu testen. Parallel betonten Experten auf dem Africa Tech Summit in Nairobi die Schlüsselrolle von Fintech für den innereuropäischen Handel. Die größte Hürde bleibt die Interoperabilität der verschiedenen Mobilgeld-Netzwerke auf dem Kontinent.

Stablecoins und Partnerschaften als Wachstumstreiber

Im Hintergrund vieler Fortschritte steht die wachsende Akzeptanz von Stablecoins. Unternehmen nutzen sie zunehmend für sofortige, grenzüberschreitende Abwicklungen. Dies senkt Kosten und Verzögerungen im Vergleich zu traditionellen Bankensystemen.

Strategische Partnerschaften erweitern zudem die Fähigkeiten der Branche. Kooperationen wie zwischen Adyen und Uber in neuen Märkten oder die Integration von Stripe-Infrastruktur durch PhotonPay zeigen den Trend zu einem nahtlosen, globalen Zahlungsnetzwerk. Solche Allianzen ermöglichen lokalere und effizientere Zahlungsmethoden.

Ausblick: Eingebettete Zahlungen und KI

Die Zukunft der Online-Überweisungen ist integriert und intelligent. Der Markt soll bis 2030 auf über 60 Milliarden Euro wachsen. Die Vision: Zahlungen sind kein separater Schritt mehr, sondern nahtlos in andere digitale Aktivitäten eingebettet – genau das strebt X mit „X Money“ an.

Künstliche Intelligenz gewinnt massiv an Einfluss. Alipays KI-Lösung „AI Pay“ in China verzeichnete kürzlich über 120 Millionen Transaktionen in einer Woche. KI wird Zahlungsprozesse weiter straffen, die Sicherheit durch prädiktive Betrugserkennung erhöhen und personalisierte Finanzdienstleistungen anbieten. Die Grenze zwischen einer Nachricht und einer Geldtransaktion verschwimmt.

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