Worldline: Top-Manager in Indien verhaftet
20.06.2026 - 20:28:06 | boerse-global.de
Die Behörden im indischen Bundesstaat Telangana haben Sheikh Mohideen festgenommen. Er ist Executive Vice President bei Worldline E-Payment Gateway, der Zahlungsinfrastruktur-Tochter des französischen Konzerns.
Der Haftbefehl betrifft die Plattform "Falcon" für das Diskontieren von Rechnungen. Die Kriminalpolizei wirft den Betreibern vor, mehr als 7.000 Anleger getäuscht zu haben. Insgesamt sollen über 4.215 Crore Rupien (rund 470 Millionen Euro) eingesammelt worden sein.
Rund 4.000 Geschädigte erlitten Verluste von umgerechnet knapp 88 Millionen Euro. Worldline selbst kassierte Transaktionsgebühren in Höhe von etwa 7,53 Crore Rupien – rund 840.000 Euro. Ein Gericht hat Mohideen in Untersuchungshaft geschickt.
Indien-Geschäft unter Druck
Worldline betont, dass der Fall lokale Aktivitäten betrifft. Der Konzern ist weltweit in der Zahlungsabwicklung aktiv. Die Affäre rückt jedoch die Compliance-Systeme des Unternehmens ins Rampenlicht. Die Frage ist, wie genau Worldline Geschäftspartner prüft.
Die indische Zahlungsbranche wächst rasant. Das UPI-System verarbeitet monatlich Milliarden Transaktionen. Für Worldline ist Indien ein wichtiger Markt. Ein Rechtsfall auf dieser Ebene könnte das Vertrauen lokaler Partner belasten. Die Aktie notierte am Freitag ohne größere Ausschläge. Beobachter warten auf offizielle Stellungnahmen des Konzerns zu den Vorwürfen.
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