Workday Aktie: KI-Angst trifft Realität
22.05.2026 - 16:17:47 | boerse-global.deDer Kursrückgang von mehr als 40 Prozent seit Jahresbeginn hatte Workday in die Ecke gedrängt. Die Quartalszahlen vom Donnerstagabend zeigen nun, dass die Befürchtungen zumindest übertrieben waren.
Solide Zahlen, starkes Signal
Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal lag bei 2,54 Milliarden Dollar — leicht über den Erwartungen der Analysten. Das Abonnementwachstum von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal war dabei der eigentliche Treiber. Laut Chief Commercial Officer Rob Enslin stammten 40 Prozent des Neugeschäfts aus dem Nettowachstum der Kundenbasis. Der bereinigte Gewinn je Aktie kam bei 2,66 Dollar herein, deutlich über der Konsensschätzung von 2,51 Dollar.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Die Aktie legte vorbörslich rund elf Prozent zu.
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KI-Disruption: Bedrohung oder Kaufargument?
Workday steht exemplarisch für eine Frage, die viele Enterprise-Software-Aktien beschäftigt — wie sehr bedrohen neue KI-Modelle etablierte SaaS-Anbieter? Das Unternehmen selbst gibt darauf eine pragmatische Antwort: Im März startete Workday Sana, eine konversationelle KI-Schicht für die eigene Plattform. Die KI-Agenten-Nutzerbasis verdoppelte sich gegenüber dem Vorquartal, der Recruiting Agent begleitete 14 Millionen Einstellungsprozesse — ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Jefferies verwies auf die 80 Millionen Nutzer, hohe Kundenbindung und die Rolle als zentrales Datensystem als Schutzwall gegen Disruption. Barclays nannte die Ergebnisse "beruhigende Datenpunkte", ohne von einem Meinungsumschwung zu sprechen. Morgan Stanley hob hervor, dass Bhusri — seit diesem Quartal wieder als CEO im Amt — den aufgekommenen Zweifeln an Wachstum und Margen solide entgegengetreten sei, schränkte aber ein: Ein Quartal allein werde viele Investoren noch nicht überzeugen.
Ausblick und Bewertung
Für das laufende Quartal erwartet Workday Abonnementumsätze von 2,455 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 13 Prozent entspricht. Den Jahresausblick für das Gesamtjahr hob das Unternehmen auf eine Spanne von 9,925 bis 9,950 Milliarden Dollar an. Die bereinigte operative Marge soll 30,5 Prozent erreichen — ein Zeichen, dass Effizienzgewinne das Wachstum begleiten.
Bemerkenswert: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnschätzungen der nächsten zwölf Monate liegt bei rund 10,9 — deutlich unter dem des Wettbewerbers Salesforce mit 12,8. Ob der Kursabschlag berechtigt ist oder eine Einstiegschance darstellt, werden die Reaktionen der institutionellen Anleger in den kommenden Handelstagen zeigen — das vorbörsliche Plus gibt zumindest einen ersten Hinweis.
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