Workday Aktie: 43 Prozent Crash trotz Gewinnsprung
06.06.2026 - 21:55:01 | boerse-global.de
Solide Zahlen, stabiler Auftrieb – und trotzdem hat Workday innerhalb eines Jahres rund 43 Prozent an Börsenwert verloren. Die Kluft zwischen operativer Stärke und der Stimmung am Markt ist selten größer gewesen.
Institutionelle Anleger uneins
Das Bild unter den Großinvestoren ist gespalten. Die WINTON GROUP hat ihren Anteil im vierten Quartal 2025 um knapp 68 Prozent aufgestockt – auf rund 37.500 Aktien im Wert von gut acht Millionen Euro. Commonwealth Equity Services dagegen reduzierte um gut 20 Prozent.
Die Analystengemeinschaft zeigt sich unterdessen verhalten optimistisch. Der Konsens liegt bei "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 185 Euro. Kein Wunder bei den jüngsten Zahlen.
Gewinnsprung, aber Kurs verharrt
Workday übertraf die Prognosen im ersten Quartal 2026. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,66 Euro 15 Cent über der Erwartung. Der Umsatz stieg um 13,5 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro.
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Doch die Aktie reagiert nicht. Sie schloss am Freitag bei 125,10 Euro – ein Minus von 1,77 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 28,77 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 221,70 Euro liegt fast 44 Prozent entfernt.
Technisch angeschlagen
Die Aktie notiert gut 20 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 157 Euro. Der RSI liegt bei 59,6 – weder überkauft noch überverkauft. Das spricht eher für eine Stabilisierung als für eine Wende.
Anleger wägen ab: Auf der einen Seite solides Wachstum und steigende Margen. Auf der anderen Seite die Frage, ob Workday im härter werdenden Markt für Unternehmenssoftware ausreichend konkurrenzfähig bleibt. Vor allem die Milliardeninvestitionen in KI-Lösungen setzen margenstarke Anbieter unter Druck.
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Die Kombination aus operativer Stärke und einstelligem Kursniveau ist selten. Ob sie eine Kaufgelegenheit signalisiert oder eine Wertfalle, zeigen die kommenden Quartale.
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