Wohnungsbau, Baugenehmigungen

Wohnungsbau: Baugenehmigungen steigen erstmals seit Jahren

20.02.2026 - 04:39:12

Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Deutschland ist 2025 um 10,8 Prozent gestiegen. Bundesländer wie Brandenburg und NRW stocken ihre Fördermittel für sozialen Wohnungsbau massiv auf.

Deutschlands Bauwirtschaft meldet eine überraschende Trendwende. Nach Jahren des Rückgangs stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen 2025 erstmals wieder deutlich an. Das Statistische Bundesamt verzeichnete einen Zuwachs von 10,8 Prozent auf 238.500 Einheiten. Parallel stocken Bundesländer wie Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ihre Fördermittel massiv auf.

Ein Hoffnungsschimmer nach langer Durststrecke

Die neuen Zahlen wirken wie ein Befreiungsschlag für die angeschlagene Branche. Mit 238.500 genehmigten Wohnungen wurde der historische Tiefstand von 2024 deutlich übertroffen. Besonders der Neubau legte kräftig zu: Hier gab es ein Plus von 12,6 Prozent auf rund 198.100 Einheiten.

Doch Vorsicht ist angebracht. Das ursprüngliche Regierungsziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt damit nicht näher. Die Lücke zwischen Genehmigungen und tatsächlichem Bedarf bleibt riesig. Können die neuen Projekte den Druck auf die Ballungsräume überhaupt spürbar mindern?

Länder pumpen Milliarden in sozialen Wohnungsbau

Während die Genehmigungen steigen, schaffen die Bundesländer finanzielle Fakten. Brandenburg stellt für 2026 erneut 250 Millionen Euro für die soziale Wohnraumförderung bereit. Im Fokus stehen mietpreisgebundene Wohnungen für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen.

Nordrhein-Westfalen geht noch einen Schritt weiter. Das Land hat sein Fördervolumen bis 2027 auf insgesamt 12 Milliarden Euro aufgestockt. Nach einem „Förder-Boom“ 2025 mit Zusagen für über 13.000 Wohneinheiten setzt die Landesregierung auf langfristige Planungssicherheit für Investoren.

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Bundesprogramme zeigen erste Wirkung

Auch auf Bundesebene greifen angepasste Förderungen. Das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau“ verzeichnete 2025 hohes Interesse mit Zusagen für gut 36.700 Wohneinheiten.

Besonders im Fokus steht das Programm „Jung kauft Alt“. Nach Kritik an zu strikten Sanierungsauflagen wurden die Konditionen im Oktober 2025 gelockert. Seither müssen geförderte Gebäude nur noch auf den Standard „Effizienzhaus 85 EE“ saniert werden. Diese Erleichterung, kombiniert mit günstigeren Zinsen, belebt die Nachfrage nach Altbauten spürbar.

Der lange Weg von der Genehmigung zum bezahlbaren Wohnraum

Trotz der positiven Signale bleiben die Hürden hoch. Experten warnen: Die Realisierung genehmigter Projekte zieht sich oft hin. Fachkräftemangel und hohe Materialkosten bremsen die schnelle Fertigstellung.

Die Bauindustrie fordert verlässliche Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie. Nur so ließe sich die leichte Erholung in einen nachhaltigen Aufwärtstrend verwandeln. Die Richtung stimmt wieder – doch bis die Wohnungsnot in den Metropolen spürbar nachlässt, ist es noch ein weiter Weg.

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