WisdomTree Silver 3x ETC: Zwischen Angebotsdefizit und Makrodruck
25.03.2026 - 00:14:57 | boerse-global.deSilber hat seit seinem Allzeithoch von 121,67 Dollar je Unze Ende Januar 2026 rund 45 Prozent verloren. Für Halter des WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged ETC bedeutet das: Jede Bewegung trifft dreifach. Das Instrument ist damit zu einem der volatilsten Produkte im Edelmetallbereich geworden.
Was den Kurs belastet
Am gestrigen Dienstag pendelte der Silberpreis zwischen 67,34 und 68,49 Dollar – weit unterhalb der technisch wichtigen 200-Tage-Linie bei 73,16 Dollar, die im Zuge der März-Korrektur klar gebrochen wurde. Auch die 50-Tage-Linie bei 80,02 Dollar liegt inzwischen deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die Ursachen für den Rücksetzer sind makroökonomischer Natur. Ein stärkerer US-Dollar, gestiegene Realrenditen und die restriktive Haltung der US-Notenbank belasten Silber als zinsloses Asset. Hinzu kommt die Schließung der Straße von Hormus, die den Brent-Ölpreis über 103 Dollar je Barrel getrieben hat – mit entsprechenden Inflationssorgen. Die Fed signalisiert daraufhin nur noch eine einzige Zinssenkung für den Rest des Jahres 2026. Institutionelle Investoren verkaufen Silber, um Margin Calls im fallenden Aktienmarkt zu bedienen.
Gleichzeitig ist die physische Nachfrage aus Indien und China auf dem aktuellen Preisniveau spürbar gestiegen – Retail-Käufer nutzen die 68-Dollar-Marke als Einstiegsgelegenheit.
Strukturelles Defizit als Gegengewicht
Das fundamentale Bild hat sich trotz der Kursschwäche nicht verändert. Seit 2021 übersteigt die industrielle und investive Nachfrage das Angebot – das kumulierte Defizit beläuft sich laut Analystenschätzungen auf rund 820 Millionen Unzen, was nahezu einer vollen Jahresproduktion der globalen Minen entspricht.
J.P. Morgan verweist auf strukturell rückläufige Erzgehalte und lange Genehmigungsverfahren als Ursachen für das anhaltende Angebotsdefizit. Auf der Nachfrageseite entfiel 2024 bereits knapp 29 Prozent des industriellen Silberverbrauchs auf Solarmodule – gegenüber rund 11 Prozent im Jahr 2014. Elektrofahrzeuge und Rechenzentren gelten als weitere Wachstumstreiber bis 2030.
Das Gold-Silber-Verhältnis hat sich auf 65:1 ausgeweitet, nach 59:1 zu Jahresbeginn. Historisch folgt auf eine solche Ausweitung im Zuge von Korrekturen häufig eine Outperformance von Silber gegenüber Gold in der Erholungsphase.
Analysten uneinig, PCE-Daten im Fokus
Die Einschätzungen der Analysten gehen auseinander. Fragold-CEO Wrzesniok-Roßbach sieht den Silberpreis weiterhin „sehr gut unterstützt". LBBW-Analyst Frank Schallenberger erwartet hingegen eine nachlassende Nachfrage im Einklang mit der globalen Konjunkturschwäche und einem Rückgang im Schmucksektor.
J.P. Morgan Global Research prognostiziert für 2026 einen Durchschnittspreis von 81 Dollar je Unze. UBS rechnet mit einem zwischenzeitlichen Anstieg Richtung 100 Dollar zur Jahresmitte, gefolgt von einem Rückzug in den mittleren 80er-Bereich bis Jahresende.
Der nächste konkrete Impuls kommt am 27. März: Die Veröffentlichung der PCE-Inflationsdaten dürfte die kurzfristige Richtung für Silber – und damit für den dreifach gehebelten ETC – maßgeblich bestimmen. Fällt der Silberpreis unter die Februar-Unterstützung bei 61,07 Dollar, wäre die nächste relevante Auffangzone erst bei 54,19 Dollar zu finden.
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