Windows-Update, Outlook

Windows-Update legt klassisches Outlook lahm

17.01.2026 - 05:44:12

Ein aktuelles Sicherheitspatch von Microsoft führt zu Abstürzen der klassischen Outlook-App, besonders bei Nutzern veralteter POP-E-Mail-Konten. Das Unternehmen sucht nach einer Lösung.

Ein aktuelles Sicherheitsupdate für Windows 11 bringt die klassische Outlook-Desktop-App zum Absturz. Betroffen sind vor allem Nutzer älterer POP-E-Mail-Konten. Microsoft sucht nach einer Lösung, während Anwender zu einem riskanten Workaround greifen.

Das Problem ist gravierend: Nach der Installation des Januar-Updates KB5074109 friert die Anwendung ein, lässt sich nicht mehr schließen und blockiert einen Neustart. Nur der manuelle Stopp via Task-Manager oder ein Systemreboot helfen – ein massiver Produktivitätskiller für Privatanwender und kleine Unternehmen. Microsoft bestätigt die Untersuchung des „neu auftretenden Problems“.

Der Fehler steckt in einer Kompatibilitätslücke zwischen den neuen Sicherheitsprotokollen von Windows 11 und der Art, wie die alte Outlook-Version POP-Konten (Post Office Protocol) verwaltet. Dieses Protokoll ist zwar veraltet, aber bei Heimanwendern und kleinen Firmen wegen seiner Einfachheit noch weit verbreitet.

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Betroffen sind speziell die klassische Outlook-Version auf Windows 11 24H2 und 25H2 mit dem genannten Update. Nutzer von IMAP, Microsoft 365 oder Exchange berichten nicht von den gleichen Abstürzen. Der Fehler scheint also hochspezifisch. Microsoft sammelt derzeit noch Informationen, um das volle Ausmaß zu erfassen.

Kein Einzelfall: Eine Welle von Update-Problemen

Das Outlook-Desaster ist kein isolierter Vorfall. Die Januar-Updates für Windows 11 scheinen insgesamt problembehaftet zu sein. Neben den Outlook-Abstürzen melden Nutzer mit Nvidia- und AMD-Grafikkarten plötzliche Black Screens nach der Installation von KB5074109.

Ein weiteres Update, KB5073455 für Windows 11 23H2, verhindert bei einigen PCs korrektes Herunterfahren oder den Ruhemodus – die Geräte starten neu oder scheinen ausgeschaltet, während Komponenten weiterlaufen. Zudem führen die Patches zu Verbindungs- und Authentifizierungsfehlern bei Azure Virtual Desktop und Windows 365. Diese Häufung von Pannen wirft Fragen zur Qualitätskontrolle bei Microsoft auf.

Große Herausforderung: Sicherheit vs. Stabilität

Der Vorfall zeigt das fundamentale Dilemma von Microsoft: Wie bringt man kritische Sicherheitsupdates aus, ohne die Stabilität eines gigantischen Software- und Hardware-Ökosystems zu gefährden? Nutzer in die Wahl zu zwingen, entweder auf Sicherheit zu verzichten oder eine Kern-App zu verlieren, ist untragbar.

Besonders betroffen sind Nutzer älterer Systeme und kleine Betriebe ohne eigene IT-Abteilung. Gleichzeitig drängt Microsoft seit langem auf den Wechsel zum webbasierten „New Outlook“. Solche Pannen könnten diesen Push jedoch behindern – sie untergraben das Vertrauen und fördern „Update-Müdigkeit“. Nutzer zögern dann, wichtige Patches zu installieren, und setzen sich genau den Gefahren aus, die diese beheben sollen.

Was betroffene Nutzer jetzt tun können

Microsoft arbeitet an einer Lösung, hat aber noch keinen Zeitplan genannt. Betroffene haben aktuell zwei unbefriedigende Optionen:
1. Den Outlook-Prozess bei jedem Absturz manuell beenden – eine lästige Dauerlösung.
2. Das Sicherheitsupdate KB5074109 deinstallieren. Das behebt das Problem, lässt das System aber vor den Sicherheitslücken ungeschützt, die der Patch schließen sollte.

Erwartet wird, dass Microsoft einen überarbeiteten Patch oder einen separaten Hotfix bereitstellt. Nutzer sollten die offiziellen Support-Kanäle im Auge behalten. Bis dahin müssen vor allem Besitzer von POP-Konten abwägen: tägliche Produktivitätsseinbußen oder ein potenzielles Sicherheitsrisiko.

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