Windows, Update-Pfade

Windows 11 spaltet sich: Zwei Update-Pfade für 2026

12.02.2026 - 20:33:11

Microsoft führt 2026 zwei inkompatible Windows-11-Versionen ein: 26H1 exklusiv für neue ARM-PCs und 26H2 für die breite Masse. Die Strategie trennt die Update-Pfade.

Microsoft schickt sein Betriebssystem ab 2026 auf zwei getrennte Wege. Eine spezielle Version, Windows 11 26H1, ist exklusiv für neue PCs mit modernster ARM-Hardware reserviert. Diese Geräte werden den für alle anderen Nutzer geplanten großen Herbst-Update 26H2 nicht erhalten. Die Strategie zeigt: Der Konzern will die Zukunft der ARM-Chips vorantreiben, ohne seine riesige bestehende Nutzerbasis zu destabilisieren.

Ein Update nur für neue Hardware

Die Bestätigung von Microsoft, die um den 10. Februar herum bekannt wurde, stellt eine überraschende Weichenstellung dar. Windows 11 26H1 ist kein Feature-Update für alle, sondern eine maßgeschneiderte Version für neue Geräte. Sie kommt vorinstalliert auf PCs mit speziellen Chips der nächsten Generation, vor allem Qualcomms Snapdragon X2. Für aktuelle Nutzer ist sie nicht über Windows Update erhältlich.

Der Fokus liegt nicht auf neuen Funktionen, sondern auf tiefgreifenden Optimierungen. Microsoft will damit die Leistung und Akkulaufzeit auf neuen ARM-basierten Plattformen maximieren. Die Version baut auf einem neuen, intern „Bromine“ genannten Systemkern auf. Dieser unterscheidet sich fundamental vom „Germanium“-Kern, auf dem alle aktuellen Windows-11-Versionen laufen. Ein direkter Upgrade-Pfad von einer älteren Version auf 26H1 ist daher technisch unmöglich.

Der Hauptweg: 26H2 für die breite Masse

Für die überwältigende Mehrheit der Windows-11-Nutzer bleibt Version 26H2 der nächste große Schritt. Sie soll wie geplant im Herbst 2026 erscheinen und baut weiterhin auf dem bewährten „Germanium“-Kern auf. Die Konsistenz bedeutet Stabilität: Das Update wird voraussichtlich als kleines „Aktivierungspaket“ ausgeliefert, das bereits heruntergeladene, aber schlummernde Features freischaltet.

Der Wechsel von 25H2 auf 26H2 dürfte damit schnell und nahtlos verlaufen. Microsoft sichert so die Kontinuität für seine riesige Nutzerbasis auf Intel- und AMD-Hardware. Sie müssen sich nicht mit den grundlegenden Plattformänderungen auseinandersetzen, die 26H1 mit sich bringt. Die Tests für 26H2 laufen bereits im Windows-Insider-Dev-Kanal.

Zwei Kerne, keine Kompatibilität

Warum können 26H1-Geräte nicht einfach auf 26H2 updaten? Der Grund ist die Inkompatibilität der Systemkerne. Geräte, die mit dem neuen „Bromine“-Kern starten, können nicht auf das ältere „Germanium“-System von 26H2 „zurückgestuft“ werden. Das führt zu der kuriosen Situation, dass eine numerisch höhere Version (26H2) technisch auf einer älteren Plattform basiert als 26H1.

Microsoft bestätigt: Geräte mit 26H1 müssen auf einen zukünftigen Windows-Release warten, wahrscheinlich erst 2027, um wieder in den Haupt-Update-Pfad zurückzukehren. Diese Gabelung ist eine bewusste Entscheidung. Sie erlaubt es Microsoft, die Grenzen neuer Hardware auszureizen, ohne das stabile Ökosystem von Hunderten Millionen bestehender PCs zu gefährden.

Was bedeutet das für Nutzer und die Industrie?

Die Strategie unterstreicht die wachsende Bedeutung der ARM-Architektur für Microsoft. Der Ansatz erinnert an den Start von Windows 11 24H2, der ebenfalls zuerst für ARM-basierte Copilot+ PCs reserviert war. Die Spaltung bei 26H1 ist jedoch gravierender, da sie explizit inkompatibel zum Folge-Update ist.

Für Verbraucher hat die Wahl eines neuen PCs 2026 nun langfristigere Konsequenzen für den Software-Support. IT-Profis müssen sich auf die Verwaltung zweier unterschiedlicher Windows-11-Zweige einstellen, die separate Updates erhalten. Der mögliche Gewinn an Leistung und Akkulaufzeit für ARM-Laptops könnte den temporären Ausstieg aus dem Standard-Rhythmus jedoch rechtfertigen und ein wichtiges Verkaufsargument werden.

Anzeige

Ihr aktueller PC gilt als „inkompatibel“ für neuere Windows‑11‑Varianten? Ein kostenloser PDF‑Report zeigt legalen, schrittweisen Weg, wie Sie die Systemanforderungen umgehen und Windows 11 trotzdem installieren – ohne neue Hardware und ohne Datenverlust. Praktisch für alle, die 2026 nicht extra in ein neues Gerät investieren möchten. Gratis‑Report: So umgehen Sie die Systemanforderungen in Windows 11

Zwei Wege in die Zukunft

Die unmittelbare Zukunft von Windows 11 verläuft parallel. Die ersten Geräte mit Version 26H1 und Snapdragon-X2-Chips werden in den kommenden Monaten erwartet, Gerüchte sprechen von April 2026. Sie erhalten monatliche Sicherheitsupdates, verbleiben aber auf der „Bromine“-Plattform.

Der Großteil der Nutzer indes wartet auf den 26H2-Feature-Update im September oder Oktober 2026. Die entscheidende Frage bleibt: Wann und wie plant Microsoft, diese beiden Pfade wieder zu vereinen? Die Branche wird genau beobachten, welcher nächste große Plattform-Release das Windows-11-Erlebnis über alle Hardware-Architekturen hinweg endlich zusammenführt.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.