Windows 11: Microsofts „Zeitreise“-Feature startet in die heiße Testphase
03.01.2026 - 13:54:12Microsoft testet mit Point-in-Time Restore eine neue Systemwiederherstellung, die den gesamten PC-Zustand lokal sichert und in Minuten zurücksetzt. Das Feature soll 2026 für alle Nutzer verfügbar werden.
Microsoft rollt mit einem neuen System-Tool auf, das den Umgang mit Windows-Katastrophen revolutionieren soll. Nach der Weihnachtspause starten die Insider-Tests für die Point-in-Time Restore-Funktion (PITR) mit voller Kraft – ein Comeback für lokale Backups in einer Cloud-first-Ära.
Die „Zeitmaschine“, auf die Windows-Nutzer gewartet haben
Das Feature markiert einen fundamentalen Wandel. Anders als der alte Systemwiederherstellungs-Punkt, der seit Windows ME nur Systemdateien und die Registry zurückdreht, erfasst PITR einen kompletten Snapshot des gesamten Systemzustands. Nutzer können ihren PC damit innerhalb weniger Minuten auf einen exakten früheren Zeitpunkt zurücksetzen – und so Schäden durch fehlerhafte Treiber, Malware oder Konfigurationsfehler rückgängig machen.
Technisch nutzt die Funktion den Volume Shadow Copy Service (VSS) für blockgenaue Schnappschüsse. Diese umfassen nicht nur das Betriebssystem, sondern auch installierte Programme, Einstellungen und lokale Nutzerdateien. Standardmäßig werden diese Snapshots bis zu 72 Stunden vorgehalten und bieten so ein entscheidendes Sicherheitsnetz.
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Lokale Alternative im Cloud-Zeitalter
Die Betonung auf lokale Speicherung ist bemerkenswert. In einer Woche, in der Nutzer neue Aufforderungen im Windows-11-Startmenü meldeten, OneDrive für Backups zu nutzen, bietet PITR einen klaren Gegenentwurf. Während OneDrive auf die Cloud-Synchronisierung bestimmter Ordner setzt, arbeitet PITR offline und erfasst das gesamte Laufwerk.
Diese Unterscheidung ist vor allem für Unternehmens-IT und Power-User entscheidend. Sie ermöglicht die Wiederherstellung eines Rechners, der durch ein fehlerhaftes Update möglicherweise die Netzwerkverbindung verloren hat – ein Szenario, mit dem cloudbasierte Recovery-Tools oft kämpfen. Allerdings benötigt die Funktion lokalen Speicherplatz. Microsoft hat Mechanismen implementiert, die ältere Snapshots automatisch löschen, wenn der Platz knapp wird.
Roadmap 2026: Von der Testphase zum Rollout
Die Aktivitäten zum Jahreswechsel deuten auf einen aggressiven Zeitplan hin. Seit dem 1. Januar kursieren in Tech-Foren detaillierte Anleitungen zur Aktivierung der Funktion im neuesten Insider Preview Build (26220.7271). Die Aufmerksamkeit ist kein Zufall: Sie passt zur „Windows Resiliency Initiative“, die nach den globalen IT-Ausfällen 2024 beschleunigt wurde.
Beobachter erwarten, dass die kommenden Januar-Builds die Verfügbarkeit von PITR über die Dev- und Beta-Kanäle hinaus ausweiten, wahrscheinlich in Richtung Release Preview. Damit wäre das Feature auf Kurs für die allgemeine Verfügbarkeit in der ersten Hälfte 2026, vermutlich als Flaggschiff-Funktion des nächsten „Moment“-Updates.
Ausblick: Weniger Drama beim Blue Screen
Für IT-Administratoren ist die geplante Integration mit Microsoft Intune ein Schlüsselfaktor. Sie würde Fern-Wiederherstellungen auslösen – ein lange ersehntes Feature für die Verwaltung dezentraler Arbeitskräfte.
Für den Durchschnittsnutzer verspricht PITR, den „Blue Screen of Death“ von einer Katastrophe zu einem lösbaren Problem zu degradieren. Indem Microsoft den komplexen Prozess der PC-Wiederherstellung in einen simplen „Zurückspulen“-Knopf verwandelt, liefert das Unternehmen endlich eine Recovery-Lösung, die den Zuverlässigkeitserwartungen des Jahres 2026 gerecht wird. Mit dem nächsten großen Insider-Build in Aussicht rückt die Ära der resilienten, sofortigen Wiederherstellung in greifbare Nähe.
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