Windows, Microsoft

Windows 11: Microsoft sperrt Speicher-Einstellungen für Standardnutzer

07.02.2026 - 05:25:11

Microsoft verschärft mit dem Februar-Update 2026 die Zugriffsrechte auf die Speichereinstellungen in Windows 11. Standardnutzer benötigen nun Administratorrechte, um Malware-Angriffe und unbeabsichtigte Systemänderungen zu verhindern.

Microsoft schränkt den Zugriff auf die Speicherverwaltung in Windows 11 ein. Ab sofort ist dafür ein Administratorkonto nötig – ein weiterer Schritt im Kampf gegen Malware und unerwünschte Systemänderungen.

Die Änderung, die bereits Ende Januar als Preview-Updates begann, wird mit dem großen Sicherheitsupdate im Februar 2026 für alle Nutzer verbindlich. Versucht ein Standardnutzer, die Speichereinstellungen zu öffnen, erscheint sofort die User Account Control (UAC)-Abfrage. Nur mit Administratorrechten oder dem entsprechenden Passwort geht es weiter.

Warum Microsoft die Zugriffsrechte verschärft

Hintergrund ist das Update KB5074105 vom 29. Januar 2026. Microsoft bestätigte, dass es sich um eine gezielte Sicherheitsmaßnahme handelt. Die Speicherverwaltung ist ein mächtiges Werkzeug: Sie steuert automatische Bereinigungen, löscht temporäre Dateien und gewährt Zugriff auf die Volume-Verwaltung.

Anzeige

Microsoft schärft die Sicherheitsregeln in Windows 11 — viele Nutzer sind unsicher, welche Einstellungen vor einem Update wichtig sind und wie sie Datenverlust vermeiden. Der kostenlose Gratis-Report „Windows 11 Komplettpaket“ erklärt Schritt für Schritt die sichere Vorbereitung, Daten- und Programmübernahme sowie die wichtigsten Neuerungen. Ideal für Einsteiger und alle, die ihr System risikofrei aktualisieren wollen. Enthalten sind klare Checklisten und praktische Tipps, die besonders bei neuen Sicherheitsfunktionen helfen. Jetzt kostenlosen Windows‑11‑Report sichern

Durch die neue Barriere will der Konzern die Angriffsfläche für Schadsoftware verkleinern, die unter Standardkonten läuft. Gleichzeitig sollen unbeabsichtigte Konfigurationsfehler verhindert werden, die Systemstabilität oder Datenintegrität gefährden könnten. Die Maßnahme zieht die Speichereinstellungen mit anderen geschützten Systembereichen gleich.

Folgen für Privatanwender und Unternehmen

Die Auswirkungen sind unterschiedlich. Für viele Heimanwender, die ihren PC ohnehin mit einem Admin-Konto nutzen, bedeutet es nur einen zusätzlichen Klick. In Unternehmen und Bildungseinrichtungen hingegen, wo das Prinzip der geringsten Rechte gilt, ist die Veränderung spürbar.

Für IT-Abteilungen ist die Neuerung ein Gewinn an Kontrolle. Sie können Speicherrichtlinien besser durchsetzen und sicherstellen, dass Wartungsaufgaben ohne Nutzereingriffe ablaufen. Standardnutzer können künftig weder ihren Speicherplatz einsehen noch manuelle Bereinigungen vornehmen. Sie sind auf automatisierte Tools oder den IT-Support angewiesen.

Der schmale Grat zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit

Der Schritt passt in Microsofts Strategie, das Sicherheitsmodell von Windows 11 über das klassische UAC hinaus weiterzuentwickeln. Die Logik: Selbst der Blick auf detaillierte Speicherinformationen könnte Systemdatenstrukturen für Angreifer preisgeben.

Doch die Herausforderung bleibt, den Schutz mit der Usability in Einklang zu bringen. Der eingeschränkte Zugriff auf ein grundlegendes Wartungstool bedeutet mehr Hürden – etwa wenn Nutzer schnell Speicherplatz freigeben wollen. Ob Microsoft künftig eine Nur-Lese-Ansicht für Standardnutzer anbietet, ist noch offen.

Ein Trend zu mehr Kontrolle zeichnet sich ab

Die Sperre wird mit dem Patch-Tuesday-Update um den 10. Februar 2026 zum Standard. Sie deutet einen größeren Trend an: Windows wird in der Grundkonfiguration immer stärker abgeschottet.

Diese Entwicklung könnte Vorbote für ähnliche Restriktionen in anderen Teilen der Einstellungen oder der Systemsteuerung sein. Mit Features wie dem angekündigten „Administrator Protection“, das UAC ablösen soll, bewegt sich das Betriebssystem klar in Richtung eines Modells, in dem alle administrativen Aufgaben eine explizite, sichere Autorisierung erfordern.

Anzeige

PS: Sie möchten wissen, wie sich neue Schutzmechanismen wie „Administrator Protection“ oder strengere UAC‑Abfragen praktisch auswirken? Der Gratis-Report fasst die wichtigsten Windows‑11‑Änderungen kompakt zusammen, erklärt, welche Einstellungen Heimanwender prüfen sollten und liefert eine Checkliste für IT‑Support und Administratoren. Zusätzlich gibt es Praxis‑Tipps, wie Sie Updates und Sicherheits‑Features sicher handhaben. Gratis-Report jetzt herunterladen

@ boerse-global.de