Windows 11: Kritischer Update-Fehler verhindert Herunterfahren
17.01.2026 - 03:24:11Ein kritisches Windows-11-Update zwingt Tausende PCs zum Neustart – statt sie abzuschalten. Microsoft bestätigt den schwerwiegenden Fehler und sucht nach einer Lösung.
Fehlerhafter Patch legt Grundfunktion lahm
Das Problem steckt im ersten großen Update des Jahres, KB5073455, das am 13. Januar ausgeliefert wurde. Nutzer weltweit berichten von einem einheitlichen Fehlverhalten: Der Befehl zum Herunterfahren oder für den Ruhezustand löst stattdessen einen ungewollten Neustart des Systems aus. Besonders kritisch ist das für Laptop-Nutzer. Ein in der Tasche neu startender Computer kann sich komplett entladen – und ungespeicherte Daten gehen verloren.
Der Fehler scheint Systeme zu treffen, die mit Windows 11, Version 23H2, laufen und die Sicherheitsfunktion “System Guard Secure Launch” aktiviert haben. Diese virtualisierungsbasierte Technologie schützt den Startvorgang vor Firmware-Angriffen und kommt vor allem in Unternehmens- und IoT-Versionen zum Einsatz. Berichte aus Foren zeigen jedoch: Auch Geräte von Dell, HP und Lenovo sind betroffen. Das deutet auf eine breite Streuung hin.
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Microsoft räumt Problem ein – Lösung in Arbeit
Nach einer Flut von Beschwerden hat Microsoft den Fehler offiziell bestätigt. In seinem Windows Release Health Dashboard gab der Konzern am Donnerstag bekannt, dass der Patch bei bestimmten Konfigurationen die Energieverwaltung stört. Die genaue technische Ursache wird noch untersucht. Experten vermuten einen Konflikt zwischen dem Update und der tief im System verankerten Secure-Launch-Funktion.
Microsoft arbeitet an einem Fix, der in einem kommenden Update bereitgestellt werden soll. Einen konkreten Zeitplan nennt das Unternehmen bisher nicht. Für betroffene Nutzer ist das eine frustrierende Situation: Eine der grundlegendsten Funktionen eines Betriebssystems ist außer Kraft gesetzt.
Diese Workarounds helfen betroffenen Nutzern
Bis der offizielle Patch kommt, hat Microsoft einen Notbehelf veröffentlicht. Nutzer können das Problem umgehen, indem sie die Eingabeaufforderung (CMD) als Administrator öffnen und den Befehl shutdown /s /t 0 eingeben. Dieser erzwingt ein sofortiges Herunterfahren und ist sicherer als ein gewaltsamer Ausschaltvorgang über den Netzschalter, der Daten beschädigen kann. Für den Ruhezustand existiert kein offizieller Workaround.
Wer das Problem komplett loswerden will, kann das fehlerhafte Update KB5073455 deinstallieren. Der Weg führt über “Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf > Updates deinstallieren”. Nutzer, die das Update noch nicht installiert haben, sollten die automatische Installation vorerst pausieren.
Ein klassisches Dilemma: Sicherheit vs. Stabilität
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Immer wieder bringen Windows-Updates unerwartete Nebenwirkungen mit sich. Er zeigt das immense Problem, Software für Millionen unterschiedlicher Hardware-Konfigurationen zu testen. Hier kollidiert eine wichtige Sicherheitserweiterung mit der Systemstabilität.
Für Unternehmen ist das ein operatives Risiko. Geplante Wartungsfenster, Sicherheitsprotokolle und automatisierte Prozesse, die auf ein verlässliches Herunterfahren angewiesen sind, geraten ins Wanken. Der Fall unterstreicht, wie wichtig gestaffelte Rollout-Strategien in Firmennetzwerken sind, um solche Fehler früh abzufangen.
Wann kommt die Lösung?
Microsoft wird den Fix voraussichtlich entweder als außerplanmäßiges “Out-of-Band”-Update oder über das “Known Issue Rollback” (KIR)-System ausliefern. KIR erlaubt es, einen nicht-sicherheitskritischen Fehler serverseitig zu deaktivieren, ohne das gesamte Update deinstallieren zu müssen.
Angesichts der Schwere des Fehlers wird Microsoft unter Druck stehen, schnell zu liefern. Betroffene sollten die Update-Kanäle im Auge behalten. Bis dahin gilt: Regelmäßig speichern und den Workaround-Befehl nutzen, um Datenverlust zu vermeiden. Ein grundlegendes Vertrauen in System-Updates ist durch solche Vorfälle jedoch erst einmal erschüttert.
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