Windows 11: KI-Assistent Copilot erhält direkten Blick auf geöffnete Fenster
05.01.2026 - 09:00:12Microsoft integriert seinen KI-Assistenten Copilot tiefer in Windows 11. Eine neue Funktion erlaubt es, aktive Programmfenster direkt aus der Taskleiste mit der KI zu teilen. Der Schritt markiert eine strategische Wende hin zu kontextbewusster KI-Hilfe.
Seit Anfang Januar 2026 taucht auf immer mehr Windows-11-Rechnern ein neuer Button in der Taskleiste auf: „Mit Copilot teilen“. Die Funktion, deren Code bereits mit Updates Ende 2025 ausgeliefert wurde, wird nun schrittweise für Standard-PCs freigeschaltet. Nutzer können damit jedes geöffnete Anwendungsfenster per Klick ihrem KI-Assistenten zur Analyse vorlegen.
Die Integration verändert die Interaktion mit Copilot Vision grundlegend. Statt Fehler mühsam zu beschreiben oder Screenshots zu machen, erhält die KI nun visuellen Kontext. Fährt der Nutzer mit der Maus über ein Symbol in der Taskleiste, erscheint unter der Fenstervorschau der neue Teilen-Button. Ein Klick darauf gewährt Copilot temporären, schreibgeschützten Zugriff auf genau dieses Fenster.
Die KI kann den Inhalt analysieren und darauf basierend Fragen beantworten. Sie erklärt eine komplexe Excel-Tabelle, schlägt eine E-Mail-Antwort in Outlook vor oder hilft bei einer Fehlermeldung. Direkte Eingriffe in das System sind nicht möglich – Copilot bleibt Beobachter, nicht Operator. Diese Trennung ist ein zentrales Sicherheitsmerkmal.
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Breite Verfügbarkeit auch für Standard-PCs
Besonders bemerkenswert: Die Funktion ist nicht auf teure Copilot+ PCs mit spezieller KI‑Hardware beschränkt. Sie rollt auch auf Systemen mit klassischen Intel‑ oder AMD‑Prozessoren aus. Die Aktivierung erfolgt serverseitig über Microsofts „Controlled Feature Rollout“. Ein größerer Schub dieser Freischaltungen sorgte in den ersten Januartagen für die vielen Nutzerberichte.
Der Schritt zeigt Microsofts Strategie: Die KI‑Funktionen werden zunächst in der Cloud getestet, bevor sie für die gesamte Windows‑Basis freigegeben werden. Für Geräte ohne dedizierte NPU erfolgt die Bildanalyse ohnehin in der Cloud. Eine gestaffelte Einführung soll die Stabilität der Dienste gewährleisten.
Datenschutz und Deaktivierung der Funktion
Mit mehr KI im Betriebssystem wachsen die Datenschutzbedenken. Microsoft hat für die neue Funktion spezielle Sicherungen implementiert.
Wichtige Schutzmechanismen:
* DRM‑Schutz: Geschützte Inhalte, etwa Netflix‑Streams, können nicht mit Copilot geteilt werden. Die KI erhält keine Bilddaten von urheberrechtlich geschützten Medien.
* Opt‑In‑Prinzip: Copilot überwacht nicht passiv. Die Freigabe muss für jedes Fenster explizit vom Nutzer initiiert werden.
Wer den Button störend findet, kann ihn abschalten. In den Einstellungen > Personalisierung > Taskleiste > Taskleistenverhalten findet sich die neue Option „Jedes Fenster von meiner Taskleiste teilen mit“. Wählt man hier „Keine“, verschwindet der Button aus den Vorschaufenstern.
Strategie: KI als unsichtbare Schicht über der Arbeit
Die breite Aktivierung passt in Microsofts „Copilot Vision“-Strategie. Das Ziel: Die KI soll multimodal werden und Text, Sprache und Bilder gleichzeitig verstehen. Indem der Zugang in die allgegenwärtige Taskleiste eingebettet wird, soll KI‑Hilfe zur selbstverständlichen Schicht über der eigentlichen Arbeit werden – und nicht ein separates Programm bleiben.
Analysten sehen darin eine Reaktion auf die Nachfrage nach kontextbewusster KI. Der Zwang, Informationen in einen separaten Chat zu kopieren, bremst die Nutzung aus. Wenn die KI „sieht“, womit der Nutzer arbeitet, fällt diese Hürde weg. Doch die Reaktionen sind gespalten. Während Produktivitäts‑Fans den Shortcut begrüßen, klagen andere über „Feature‑Fatigue“ – die Ermüdung durch immer neue KI‑Aufforderungen im System.
Was kommt als Nächstes?
Nach der Stabilisierung der Funktion dürfte Microsoft Copilot Vision 2026 weiter ausbauen. Die aktuell „schreibgeschützte“ KI könnte langfristig agentenhafter werden und konkrete Klicks vorschlagen. Dafür wären jedoch strengere Sicherheitsvorkehrungen nötig.
Kurzfristig erwarten Nutzer verfeinerte Einstellungen, etwa um die Freigabe für bestimmte Apps zu blockieren. Auf der CES 2026 diese Woche könnten zudem neue Hardware‑Partnerschaften bekannt gegeben werden, die zeigen, wie Software‑Funktionen von der nächsten Hardware‑Generation profitieren werden.
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