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Windows 11 beendet Support für alte Druckertreiber

08.02.2026 - 16:00:12

Microsoft stellt die Unterstützung für veraltete Druckertreiber in Windows 11 ein – ein Schlag für Besitzer alter Drucker. Die mehrjährige Umstellung auf ein moderneres, sichereres System hat jetzt konkret begonnen.

Seit Mitte Januar 2026 veröffentlicht Microsoft keine neuen Legacy-Treiber mehr über Windows Update für Windows 11 und Windows Server 2025. Dieser Schritt markiert den Start einer abgestuften Timeline, die das Betriebssystem vollständig zu einem treiberlosen Druck-Framework führen soll. Die Ära der v3- und v4-Druckertreiber, die jahrzehntelang den Standard bildeten, geht damit zu Ende.

Hinter der Entscheidung steht ein fundamentales Sicherheitsbedürfnis. Die alten Treiber galten lange als Schwachstelle, boten Angriffsflächen für Schadsoftware und verursachten Stabilitätsprobleme nach Systemupdates. Microsoft priorisiert nun bewusst Sicherheit und Zuverlässigkeit über die Rückwärtskompatibilität mit alter Technik.

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Modernes Drucken ohne Treiber-Chaos

Kern der neuen Architektur ist der „Microsoft IPP Class Driver“. Dieser nutzt das Internet Printing Protocol (IPP) und den weit verbreiteten Mopria-Standard. Drucker, die diesen Standard unterstützen, funktionieren sofort nach dem Anschließen – ohne dass Nutzer spezielle Herstellertreiber suchen und installieren müssen.

Für die meisten Nutzer wird der Wechsel unsichtbar bleiben. Die allermeisten Drucker der letzten zehn Jahre unterstützen die modernen Standards bereits. Sie profitieren künftig von einem zuverlässigeren und sichereren Druckerlebnis, da die fehleranfälligen Drittanbieter-Installationsprogramme entfallen.

Alte Hardware vor dem Aus

Probleme drohen Besitzern sehr alter Drucker, insbesondere von Modellen, die vor 2010 produziert wurden. Diese Geräte sind oft ausschließlich auf die auslaufenden v3/v4-Treiber angewiesen. Microsoft rät betroffenen Nutzern, sich beim Hersteller nach aktualisierten Treibern zu erkundigen.

Doch für längst eingestellte Modelle wird es wahrscheinlich keine neuen Treiber mehr geben. Die Geräte werden damit inkompatibel mit aktuellen Windows-11-Systemen. Zwar funktionieren bereits installierte Treiber vorerst weiter, doch jede Neuinstallation auf einem aktualisierten PC wird zunehmend unmöglich.

Stufenplan bis 2027

  • Seit 15. Januar 2026: Keine neuen Legacy-Treiber mehr über Windows Update.
  • Ab 1. Juli 2026: Windows priorisiert automatisch den modernen IPP-Treiber vor alten Treibern.
  • Ab 1. Juli 2027: Drittanbieter-Treiberupdates über Windows Update sind nicht mehr erlaubt – außer für kritische Sicherheitsupdates.

Dieser Zeitplan gibt Herstellern und Nutzern über ein Jahr Vorlaufzeit zur Anpassung. Der vertraute Weg, Drucker über automatische Updates einzurichten, gehört dann der Vergangenheit an.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Für IT-Abteilungen wird eine Bestandsaufnahme nötig. Firmen, die auf alte, aber geschäftskritische Drucker angewiesen sind, müssen ihre Hardware-Erneuerungszyklen möglicherweise beschleunigen. Langfristig verspricht die Umstellung weniger Wartungsaufwand und ein geringeres Sicherheitsrisiko. Kurzfristig können jedoch logistische und finanzielle Hürden entstehen.

Die Strategie spiegelt einen breiten Branchentrend wider. Standardisierte, treiberlose Technik für Peripheriegeräte setzt sich durch. Windows 11 zieht damit zu anderen Betriebssystemen auf, die seit langem Plug-and-Play für die meisten Drucker bieten.

Die Zukunft des Druckens unter Windows gehört dem IPP-Standard und speziellen Print Support Apps aus dem Microsoft Store. Diese übernehmen künftig die Geräteanpassung – und ersetzen die sperrigen All-in-One-Treiberpakete. Der Fortschritt hat einen Preis: die Kompatibilität einer ganzen Generation alter Hardware.

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