Willie, Nelson

Willie Nelson 2026: Kommt die Country-Legende nach Deutschland?

15.02.2026 - 20:46:39

Willie Nelson sorgt 2026 wieder für Mega-Buzz. Was heißt das für Deutschland – Tour-Chancen, Setlist, Tickets & Fan-Theorien im Deep Dive.

Kaum ein Name löst bei Country-Fans so viele Emotionen aus wie Willie Nelson. Der inzwischen über 90-jährige Songwriter ist immer noch auf Tour, droppt neue Songs und scheint einfach nicht aufzuhören. In US-Medien kursieren aktuell wieder frische Tourdaten, dazu Gerüchte um weitere Europa-Shows. Klar, dass in deutschen Timelines sofort die Frage aufploppt: Kommt Willie Nelson 2026 endlich (wieder) nach Deutschland?

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Auf TikTok feiern Gen Z und Millennials seine Duette mit jüngeren Stars, während auf Reddit heiß diskutiert wird, wie lange Willie dieses Pensum noch durchzieht. Gleichzeitig tauchen immer wieder Clips aus Europa-Gigs auf – inklusive Kommentaren wie: "Bitte, einmal noch in Berlin!" oder "Ich spare, egal was die Tickets kosten". Genau in dieser Mischung aus Nostalgie, Respekt und FOMO entsteht der aktuelle Hype rund um Willie Nelson und mögliche Deutschland-Konzerte.

Wir schauen uns an, was realistisch ist, welche Songs dich live erwarten und warum ausgerechnet deutsche Fans bei jeder neuen Tour-Ankündigung besonders laut werden.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Wer die letzten Monate aufmerksam verfolgt hat, merkt schnell: Willie Nelson denkt nicht daran, sich in den Ruhestand zu verabschieden. In US-Medien war in den vergangenen Wochen erneut von gut gefüllten Tourplänen die Rede, inklusive Festivalauftritten und ausgewählten Arenashows. Auf der offiziellen Tourseite werden traditionell zuerst die US-Daten veröffentlicht, mit Fokus auf Country-Hochburgen wie Texas, Tennessee und Kalifornien. Für Europa gibt es häufig erst deutlich später konkrete Infos.

In Interviews der letzten Jahre hat Willie Nelson immer wieder betont, dass er so lange weitermachen will, wie er sich stabil fühlt und die Stimme trägt. Journalist:innen, die ihn backstage getroffen haben, berichten ziemlich einhellig: Er wirkt zwar körperlich langsamer, aber geistig wach, mit trockenem Humor und einer tiefen Liebe zur Bühne. Genau diese Haltung sorgt dafür, dass Brancheninsider davon ausgehen, dass auch 2026 noch Shows dazukommen können, falls gesundheitlich alles passt.

Für deutsche Fans ist vor allem spannend, wie Tourneen im höheren Alter von US-Legenden inzwischen gebaut werden. Statt monatelanger Mammutreisen setzen viele Künstler:innen auf kurze, fokussierte Legs: ein paar US-Daten, dann vielleicht ein Block in Europa mit nur wenigen handverlesenen Städten. London, Dublin, Amsterdam und manchmal Berlin gehören dabei oft zu den sicheren Tipps. Das liegt an der guten Infrastruktur, starken Ticketnachfrage und daran, dass Medienresonanz in diesen Städten besonders groß ist.

In Fan-Foren und auf Country-Spezialseiten wird aktuell spekuliert, ob Willie Nelson für kommende Europa-Blöcke eher auf Festivals oder Soloshows setzen wird. Festivals haben für ältere Künstler zwei Vorteile: Sie können kompaktere Sets spielen und bekommen trotzdem maximale Reichweite. Gleichzeitig gibt es aber eine starke Fangruppe, die ihn unbedingt in einer eigenen Headline-Show in Indoor-Hallen sehen will, um eine vollwertige Setlist mit ruhigeren Momenten zu erleben.

Für Deutschland ist die Lage zweigeteilt: Einerseits gibt es eine treue Country-Community, zwischen Americana-Fans, Texas-Sound-Liebhaber:innen und Gitarren-Nerds. Andererseits konkurriert jede größere Tour inzwischen mit einem extrem vollen Live-Kalender, von Rap bis EDM. Die Folge: Promoter:innen kalkulieren gnadenlos und buchen Legenden dann, wenn die Nachfrage wirklich hart spürbar ist. Genau deshalb ist das aktuelle Social-Media-Echo so relevant. Je mehr deutscher Traffic auf Clips, Streams und Tickethinweisen landet, desto attraktiver wird ein Routing über Berlin, Hamburg oder Köln.

Unterm Strich lässt sich sagen: Konkrete, bestätigte Deutschland-Daten sind zum Zeitpunkt dieser Analyse zwar nicht öffentlich, aber die Wahrscheinlichkeit für ausgewählte Europa-Gigs bleibt hoch. Das Muster der letzten Jahre – punktuelle Auftritte, besonders in Tour-Zeiträumen mit Festival-Dichte – spricht dafür, dass Fans aufmerksam bleiben sollten und regelmäßig die offizielle Tourseite checken müssen, auf der neue Daten meist ohne viel Vorlauf nachgetragen werden.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Wer Willie Nelson 2026 live erleben will, fragt sich vor allem: Welche Songs kommen wirklich? Ein Blick auf Setlists der letzten Tourblöcke zeigt ein recht klares Grundgerüst, das er nur behutsam verändert. Absolute Fixpunkte sind fast immer dabei:

  • "On the Road Again" – der vielleicht wichtigste Reisesong der Country-Geschichte, oft einer der letzten Songs des Abends.
  • "Always on My Mind" – die große Herzschmerz-Ballade, die selbst in riesigen Hallen für komplette Stille sorgt.
  • "Whiskey River" – häufig der Opener, direkt mit markantem Gitarrenintro.
  • "Crazy" – von vielen erst durch Patsy Clines Version bekannt, aber ursprünglich Willie-Komposition.
  • "Angel Flying Too Close to the Ground" – Fan-Favorit für die melancholische Mitte des Sets.

Dazu kommen regelmäßig Cover und Traditionals, die seine Verwurzelung im klassischen Country, Gospel und frühen American Songbook zeigen. Häufig zu hören sind etwa "Georgia on My Mind" oder "Blue Eyes Crying in the Rain". Gerade diese Songs sprechen nicht nur Hardcore-Country-Fans an, sondern auch Leute, die eigentlich aus Indie, Pop oder sogar Metal kommen, aber den Vintage-Vibe feiern.

Spannend für jüngere Fans: In den letzten Jahren tauchen immer wieder Tracks aus gemeinsamen Projekten mit moderneren Künstler:innen auf. Willie hat u.a. mit Snoop Dogg, Sheryl Crow, Norah Jones, Kacey Musgraves und anderen kollaboriert. Manchmal streut er Elemente oder komplette Songs aus diesen Kooperationen ins Set, vor allem wenn die Streamingzahlen gerade hochgehen oder ein bestimmter Clip viral ist. Das macht die Show überraschend zeitgemäß, ohne dass er seine Wurzeln verrät.

Die Atmosphäre bei einem Willie-Nelson-Konzert unterscheidet sich deutlich von üblichen Mainstream-Shows. Du bekommst keine aufwendige LED-Hölle, kein pyrogetriebenes Spektakel, sondern eine extrem bandzentrierte Performance. Mittelpunkt ist seine legendäre, sichtbar gealterte Gitarre "Trigger" mit den typischen Einschlägen im Korpus. Jeder Anschlag, jeder Bend klingt nach Jahrzehnten auf der Straße. Die Band besteht aus langjährigen Weggefährten, viele Übergänge sind improvisiert, die Ansagen zwischen den Songs wirken spontan und trocken.

Fans berichten aus jüngeren Tourjahren, dass sich die Konzerte eher wie ein Abend im Wohnzimmer eines alten Freundes anfühlen – nur, dass dieser Freund eine der prägendsten Stimmen der amerikanischen Musikgeschichte ist. Es wird gelacht, mitgesungen, gelegentlich auch einfach nur zugehört, wenn Willie fast flüsternd eine Zeile verlängert oder ein Solo minimal auseinanderzieht. Fehler, kleine Verspieler und Brüche gehören dazu und machen den Reiz aus. Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um Präsenz.

Was die Dauer angeht, liegen seine Sets mittlerweile oft im Bereich von 75 bis 100 Minuten. Das ist für jemanden in seinem Alter immer noch beeindruckend. Wer sich auf 3-Stunden-Marathonshows wie bei Bruce Springsteen einstellt, liegt allerdings falsch. Willie konzentriert sich auf ein kompaktes, dichtes Set, in dem nahezu jeder Song einen Klassikerstatus hat. Für viele Fans ist genau das das Argument, auch bei höheren Ticketpreisen zuzuschlagen: Es gibt so gut wie keinen Füllstoff.

Falls Europa-Daten – und speziell Deutschland-Termine – dazukommen, ist damit zu rechnen, dass das Set nur leicht angepasst wird. Manche Künstler schieben in Berlin gerne einen Song mit Bezug zur Stadt ein oder reagieren auf Fan-Schilder in den ersten Reihen. Angesichts seines Alters und der nötigen Routine ist aber eher mit einem relativ stabilen Kernrepertoire zu rechnen. Für dich heißt das: Du kannst heute schon eine persönliche Wunsch-Playlist basteln und dich in die wichtigsten Songs reinhören, die sehr wahrscheinlich auch 2026 noch live funktionieren.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auf Reddit, TikTok und in Kommentarspalten brodelt es, sobald der Name Willie Nelson fällt. Besonders spannend ist die Mischung aus ehrlicher Sorge und euphorischer Erwartung. Einige Threads drehen sich um die Frage, wie lange er gesundheitlich noch touren kann. Dort schreiben User:innen von sichtbarer Erschöpfung nach Shows, während andere betonen, wie fokussiert seine Performance weiterhin wirkt. Diese Diskussion ist oft emotional, weil vielen klar ist: Jeder Abend könnte theoretisch der letzte in einer bestimmten Stadt sein.

Rund um mögliche Europa- und Deutschlanddaten kursieren mehrere Theorien:

  • "Festival-only"-These: Eine beliebte Spekulation ist, dass Willie Nelson künftige Europa-Gigs fast ausschließlich bei großen Festivals spielt, weil dort Logistik und Betreuung für ältere Acts besser planbar sind. Die Namen, die fallen: Glastonbury, Roskilde, einige skandinavische Festivals und vereinzelt auch deutsche Formate, die Americana und Country integriert haben.
  • "Legacy-Country-Block"-These: Andere Fans glauben, dass Promoter:innen versuchen werden, mehrere Legenden in gemeinsamen Abenden zu bündeln, etwa unter einem Motto wie "Legends of Country". So ließen sich Hallen leichter füllen, ohne dass jeder einzelne Act den kompletten Ticketdruck spürt.
  • "Exklusive Theater-Shows"-These: Eine dritte Theorie setzt auf kleinere, bestuhlte Venues mit Premiumpreis. Argument: Kürzere Wege, kontrollierte Umgebung, hohe Margen. Genau hier werden Berlin, Hamburg oder Köln gern als potenzielle Städte genannt.

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema sind Ticketpreise. Auf TikTok tauchen immer wieder Clips aus den USA auf, in denen Fans erzählen, was sie für gute Plätze zahlen mussten. Die Bandbreite reicht von relativ fairen Preisen für hintere Reihen bis hin zu teuren VIP-Paketen. Auf Reddit machen sich User:innen Sorgen, dass Reseller und Dynamic Pricing die Kosten für reale Fans explodieren lassen könnten, sobald klar ist, dass es sich um eine der möglicherweise letzten Tourrunden handelt.

Parallel dazu gibt es eine wachsende Welle an Fan-Memes und Edits. Junge Creator:innen schneiden alte Willie-Nelson-Aufnahmen mit modernen Tracks zusammen, legen HipHop-Drums unter Live-Soli oder montieren ihn in Trendformate wie "Things that just make sense" – etwa mit seiner ikonischen Zöpfe-Optik, der alten Gitarre und dem Tourbus. Diese Clips holen ihn aus der reinen "Elternmusik"-Ecke raus und setzen ihn in einen popkulturellen Kontext, den auch Gen Z fühlt.

In deutschsprachigen Communities taucht oft der Wunsch nach einem offiziellen Livestream auf, falls eine komplette Tour nicht mehr machbar sein sollte. Die Idee: Ein großes Abschiedskonzert oder ein sorgfältig produziertes Special, das Fans aus aller Welt gleichzeitig erleben. Solche Wünsche zeigen, wie stark die emotionale Bindung ist. Selbst Leute, die Willie Nelson nur über Samples, Cover oder Roadtrip-Playlists kennengelernt haben, spüren, dass diese Art Songwriting eine besondere Rolle in der Musikgeschichte spielt.

Zusammengefasst: Die Gerüchteküche lebt von der Mischung aus realistischer Vorsicht und grenzenloser Hoffnung. Viele wissen, dass jede neue Touransage ein Geschenk ist – und genau deshalb verfolgen sie jede kleine Änderung auf der offiziellen Tourseite, jede Andeutung in Interviews und jedes spontane Feature mit Argusaugen.

Alle Daten auf einen Blick

Auch wenn konkrete Deutschland-Daten für 2026 aktuell nicht offiziell gelistet sind, hilft ein Blick auf typische Struktur und wichtige Wegmarken. Die folgende Tabelle fasst zentrale Infos kompakt zusammen (Stand: öffentlicher Informationsstand ohne Gewähr, Details und Updates immer über die offizielle Tourseite prüfen):

KategorieInfoHinweis für deutsche Fans
Offizielle Tourinfoswillienelson.com/tourErste Anlaufstelle für neue Daten, kurzfristige Ergänzungen möglich.
Typischer TourfokusUSA (v.a. Südstaaten, Westküste), ausgewählte FestivalsEuropa-Blöcke oft separat und später angekündigt.
Wahrscheinliche Europa-StädteLondon, Dublin, Amsterdam, SkandinavienBerlin/Hamburg/Köln als logische Kandidaten, aber nicht bestätigt.
Setlängeca. 75–100 MinutenKompaktes Best-of mit hohem Klassikeranteil.
Pflichtsongs im Set"On the Road Again", "Always on My Mind", "Whiskey River", "Crazy"Gute Basis für deine Vorbereitungs-Playlist.
Mögliche Support-ActsAmericana-, Country- oder Folk-Künstler:innenNames variieren je nach Region, oft kurzfristig bestätigt.
Ticketpreisspanne (international)von moderat bis hoch, je nach Sitzplatz & PaketIn Europa tendenziell höhere Preise für Premiumplätze zu erwarten.
Streaming-BoomKlassiker stark in Roadtrip- & Country-PlaylistsMehr deutsche Streams = bessere Argumente für Tourstopp.
Relevante Klassiker-Alben"Red Headed Stranger", "Stardust", "Shotgun Willie"Perfekter Einstieg für alle, die tiefer einsteigen wollen.
Letzte Europa-Aktivitätenvereinzelt Festival- & Hallenshows in den 2010ern/2020ernMuster: wenige, ausgewählte Termine statt langer Europa-Touren.

Häufige Fragen zu Willie Nelson

Um dir den Überblick zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Fragen gesammelt, die deutsche Fans zu Willie Nelson immer wieder stellen.

1. Wie alt ist Willie Nelson eigentlich – und kann er in diesem Alter noch live überzeugen?

Willie Nelson gehört zu den wenigen Künstlern, die weit über das klassische Rentenalter hinaus aktiv sind. Genau das sorgt regelmäßig für Diskussionen: Manche Fans fragen sich, ob man einer so alten Legende zumuten sollte, noch zu touren. Andere argumentieren, dass es sein klarer eigener Wunsch ist, auf der Bühne zu stehen, solange es sich gut anfühlt. Liveberichte der letzten Tourjahre zeichnen ein nuanciertes Bild: Ja, seine Stimme ist tiefer, brüchiger und vorsichtiger geworden, aber sie trägt immer noch diese rauen Nuancen, die seine Songs seit Jahrzehnten prägen.

Was er live verliert, gleicht er durch Präsenz, Timing und Songauswahl aus. Er weiß genau, wann er Phrasen verkürzen muss, wann er der Band Raum gibt und wann er das Publikum singen lässt. Das Resultat ist keine perfekte Studio-Reproduktion, sondern ein Abend voller Geschichte, bei dem die Zuschauer:innen sich bewusst sind, dass sie ein Stück Musikgeschichte in Echtzeit erleben. Wenn du technische Perfektion erwartest, bist du bei anderen Acts besser aufgehoben. Wenn du emotionale Wucht und Authentizität suchst, lohnt sich ein Ticket nach wie vor.

2. Wird Willie Nelson 2026 nach Deutschland kommen?

Eine verbindliche Zusage kann dir außerhalb des offiziellen Camps niemand geben. Fakt ist: In den letzten Jahren wurden Europa- und speziell Deutschlandtermine häufig relativ kurzfristig kommuniziert, oft erst nachdem US-Blöcke fixiert waren. Die Tourplanung hängt vom Gesundheitszustand, von logistischen Faktoren und von konkreten Angeboten der Veranstalter:innen ab.

Was für Deutschland spricht: eine wachsende Americana- & Country-Szene, ein dichtes Netz an mittelgroßen Venues und starke Medienresonanz. Was dagegen spricht: ein ohnehin überlasteter Livekalender und deutlich gestiegene Produktionskosten. Realistisch ist, dass es – falls überhaupt – eher einzelne, handverlesene Termine als eine flächendeckende Deutschlandtour geben würde. Wer nichts verpassen will, sollte regelmäßige Checks auf der offiziellen Tourseite einplanen und Newsletter großer deutscher Veranstalter abonnieren.

3. Wie bereite ich mich musikalisch auf ein Willie-Nelson-Konzert vor?

Wenn du Willie Nelson primär vom Namen kennst, lohnt sich ein geplanter Deep Dive. Starte mit den Signature-Songs, die fast immer Teil der Live-Show sind: "On the Road Again", "Always on My Mind", "Blue Eyes Crying in the Rain", "Crazy" und "Whiskey River". Pack diese Tracks in eine Playlist und mische sie mit Live-Versionen, die du auf gängigen Plattformen findest. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie er Songs im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

Als nächstes bieten sich einige Schlüsselalben an: "Red Headed Stranger" als Storytelling-Meilenstein, "Stardust" mit seinen Interpretationen von Standards und "Shotgun Willie" als Verbindung von Tradition und rebellischer Energie. Wer lieber neu einsteigt, kann sich auch zunächst die Kollaborationen mit jüngeren Künstler:innen geben – sie sind oft moderner produziert und wirken wie Brücken zwischen Generationen.

Pro Tipp: Hör ein paar Songs auch wirklich bewusst mit Lyrics, statt sie nur nebenbei laufen zu lassen. Viele Fans berichten, dass bestimmte Zeilen erst live so richtig einschlagen, wenn du die Texte kennst und miterleben kannst, wie ein ganzer Saal an genau diesen Stellen reagiert.

4. Wie hoch werden die Ticketpreise ungefähr sein, falls Deutschland-Shows bestätigt werden?

Konkrete Zahlen hängen immer von Venue, Stadt und Nachfrage ab, aber der internationale Trend lässt ein paar Muster erkennen. Bei vergleichbaren Acts im Legacy-Bereich sieht man oft eine klare Staffelung: relativ günstigere Tickets für hintere Ränge oder Oberränge, mittlere Preisbereiche für normale Sitzplätze und deutlich teurere Kategorien für Nähe zur Bühne oder VIP-Pakete. Legacy-Konzerte sind selten Budget-Events, weil Produktion, Versicherung und medizinische Betreuung im Hintergrund aufwendig sind.

Wenn Deutschland-Terminen kommen, kannst du damit rechnen, dass Tickets nicht im Low-Budget-Segment liegen werden, vor allem in großen Städten. Gleichzeitig gibt es aber meistens auch Einsteigerkategorien, die zwar nicht den perfekten Blick bieten, aber den Vibe transportieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt ein Budget fest und reagiert schnell, sobald ein Vorverkaufsstart angekündigt wird. Der wichtigste Tipp aus Fanforen: Kauf nur über offizielle Kanäle und lass dich nicht zu überteuerten Reseller-Deals verleiten, solange der reguläre Vorverkauf läuft.

5. Was unterscheidet Willie Nelson von anderen Country-Acts – gerade für ein deutsches Publikum?

Willie Nelson ist nicht nur irgendein Country-Sänger, sondern eine Schlüsselfigur, die das Genre weit über seine Grenzen hinaus geöffnet hat. Er war Teil der "Outlaw Country"-Bewegung, die sich bewusst von glatt produzierten Nashville-Konventionen abgesetzt hat. Sein Sound verbindet traditionelle Elemente mit Jazz-Harmonien, Folk-Anklängen und einer entspannten, leicht swungartigen Phrasierung, die ihn von vielen starren Country-Produktionen abhebt.

Für ein deutsches Publikum, das oft mit US-Country erst über Pop-Crossover oder Film-Soundtracks in Berührung kommt, wirkt Willie Nelson wie eine Art Authentizitäts-Check. Seine Songs klingen nicht nach Musikindustrie-Formel, sondern nach Lebensphasen: Roadlife, Verluste, Liebe, Politik, Spiritualität. Dazu kommt seine öffentliche Haltung zu Themen wie Cannabis-Legalisierung, Bürgerrechten und sozialer Gerechtigkeit. All das macht ihn zu einer Figur, die auch in Indie-, Singer-Songwriter- und sogar Punk-Kreisen respektiert wird. Wer bei Country normalerweise abwinkt, findet bei ihm oft doch einen Zugang.

6. Lohnt sich ein Konzertbesuch auch, wenn ich bisher kaum Country höre?

Kurze Antwort: ja, wenn du etwas mit starken Songs, Geschichten und Live-Energie anfangen kannst. Das Genre-Label "Country" schreckt viele in Deutschland ab, weil sie sofort an Mainstream-Radio in den USA denken. Willie Nelson steht aber für eine viel ältere, tiefer verwurzelte Tradition, die sich stark mit Folk, Blues und klassischem Songwriting überschneidet. Seine Konzerte ziehen regelmäßig Menschen an, die sonst eher in Rock-, Indie- oder sogar Jazzclubs unterwegs sind.

Entscheidend ist, dass er auf der Bühne nicht nur für Country-Geschichte steht, sondern für eine Haltung zur Musik: minimale Show, maximale Songs. Du brauchst keine Ahnung von Honky-Tonk oder Nashville-Charts, um zu fühlen, was passiert, wenn ein ganzer Saal leise wird und bei "Always on My Mind" mitzittert. Wenn du neugierig bist, wie sich echte Legendenstatus-Luft anfühlt, ist ein Willie-Nelson-Konzert eine Chance, die du dir nur schwer anders beschaffen kannst.

7. Wie hoch ist die Chance auf spezielle Momente, Gastauftritte oder seltene Songs?

Gerade weil Willie Nelson so lange im Geschäft ist, hoffen viele Fans immer auf überraschende Momente – einen selten gespielten Track, einen spontanen Gast, eine ungewöhnliche Ansage. In den letzten Tourjahren waren solche Specials nicht die Regel, aber auch nicht komplett selten. Hin und wieder tauchen Familienmitglieder, langjährige Weggefährten oder befreundete Künstler:innen auf der Bühne auf, vor allem bei Festivalshows oder besonderen Anlässen.

Was Setlist-Überraschungen angeht, bewegt er sich eher vorsichtig. Die Fans, die ihn vielleicht zum ersten und einzigen Mal sehen, sollen die großen Klassiker bekommen. Dennoch streut er manchmal Songs ein, die länger nicht im Programm waren, wenn sie thematisch passen oder gerade wieder mehr gestreamt werden, etwa durch Serien, Filme oder Social-Media-Trends. Exakt vorhersagen lässt sich das nicht, aber genau diese Restunsicherheit ist Teil des Charmes: Du weißt nie ganz, ob du vielleicht genau an dem Abend dort bist, an dem ein bestimmter Lieblingssong plötzlich zurückkehrt.

Fest steht: Auch ohne krasse Überraschungsgäste oder komplett umgekrempelte Setlist lebt ein Willie-Nelson-Abend von Momenten, die sich nur live so anfühlen – vom ersten Akkord bis zum letzten Applaus.


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