Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Morgan Stanley senkt Ziel auf 23 Euro

15.06.2026 - 13:37:57 | boerse-global.de

Wienerberger kämpft mit schwachen Neubaumärkten in Europa. Analysten sehen strukturelle Probleme und begrenzte Preissetzungsmacht.

Wienerberger Aktie: Morgan Stanley senkt Kursziel auf 23 Euro
Wienerberger - Ein einzelner, leicht rissiger roter Ziegelstein auf einer spiegelnden Oberfläche mit einem unscharfen, absteigenden Finanzchart im Hintergrund. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Baustoffkonzern steckt in einem grundlegenden Dilemma. Einerseits verliert die Aktie seit Jahresbeginn über 21 Prozent. Andererseits sucht das Management den Weg nach vorn: mit Übernahmen, einer neuen Führungsstruktur und einem Architektursymposium zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Frage ist, ob das reicht.

Morgan Stanley bleibt skeptisch

Die US-Investmentbank Morgan Stanley stuft Wienerberger seit dem 10. Juni mit "Underweight" ein. Das Kursziel: 23,00 Euro. Die Begründung liest sich wie eine Liste struktureller Probleme. Der österreichische Ziegelhersteller hänge stark an europäischen Wohnungsneubaumärkten. Und die seien strukturell schwach. Hinzu komme eine begrenzte Preissetzungsmacht.

Die Aktie notierte zuletzt bei 23,88 Euro – ein Plus von 2,05 Prozent zum Freitagsschluss. Der RSI liegt mit 51,7 im neutralen Bereich. Das ändert nichts am Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: minus 11,06 Prozent.

Management-wechsel und Expansionskurs

Zum 1. Juni gab es eine Veränderung im Vorstand. Der Aufsichtsrat ernannte Gerhard Hanke, COO Central & East, zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Hanke ist seit über 25 Jahren im Konzern.

Parallel dazu setzt Wienerberger auf Zukäufe. Im Mai unterzeichnete das Unternehmen eine Vereinbarung zur Übernahme der serbischen Univerzum-Gruppe. Der Hersteller von Tonbausteinen soll die Präsenz in Südosteuropa stärken. Bereits im März übernahm Wienerberger die schwedische NEWS Group, einen Anbieter nachhaltiger Abwasserlösungen.

Unterm Strich: Expansion, ja. Aber die Kernmärkte bleiben schwierig. Ob die neuen Regionen den Rückstand in Westeuropa auffangen können – das ist die offene Frage. Die Halbjahreszahlen im August könnten erste Antworten liefern.

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