Wiener, Immobilienmarkt

Wiener Immobilienmarkt startet 2026 stabilisiert

14.01.2026 - 19:00:12

Der Wiener Wohnungsmarkt zeigt nach Jahren der Unsicherheit deutliche Zeichen der Beruhigung. Eine aktuelle Analyse belegt: Die Preise für Eigentumswohnungen stabilisieren sich und leiten eine Phase der Vorhersehbarkeit ein. Angetrieben von normalisierten Zinsen und zurückkehrender Nachfrage sehen Experten eine Trendwende.

Die extreme Volatilität, ausgelöst durch Zinsschocks und schärfere Kreditregeln, gehört der Vergangenheit an. Statt wilder Preissprünge herrscht nun eine lineare, kalkulierbare Entwicklung. Diese Stabilität werten Marktkenner als Zeichen der Reife. Viele Kaufinteressenten kehren zurück – getrieben von gestiegenen Einkommen und mehr Planungssicherheit bei der Finanzierung. Die Transaktionszahlen erholten sich bereits 2025 deutlich.

Ein Zeitfenster für Käufer öffnet sich

Die aktuelle Konstellation bietet eine seltene Gelegenheit: Die Nachfrage zieht zwar wieder an, doch das Angebot ist derzeit noch vergleichsweise groß. Gleichzeitig wird die Bautätigkeit spürbar nachlassen. Für 2026 und 2027 prognostizieren Analysten deutlich weniger neue Wohnungen. Diese Angebotslücke, bisher ein Problem des Mietmarktes, könnte bald auch den Eigentumsmarkt erreichen. Experten sprechen von einem “Window of Opportunity” für Käufer.

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Nicht alle Bezirke und Segmente profitieren gleich

Die Stabilisierung verläuft ungleichmäßig. Besonders wertstabil bleiben exklusive Lagen in der Innenstadt sowie in Nobelbezirken wie Hietzing oder Döbling. Hier sind Preissteigerungen wahrscheinlich. Ein geteiltes Bild zeigt der Altbau: Während die Rabatte bei Neubauten schrumpften, stiegen sie bei unsanierten Altbauten laut Immo Analytics GmbH sogar. In inneren Bezirken lag der Angebotspreis bei rund 7.000 Euro pro Quadratmeter – der tatsächliche Kaufpreis oft deutlich darunter.

Zinsen machen den Kauf wieder planbar

Die entscheidende Rolle für die Beruhigung spielen die Finanzierungsbedingungen. Nach mehreren Zinssenkungen der EZB sind Kredite wieder leistbarer. Banken agieren zwar verantwortungsvoll, zeigen sich aber flexibler als in den Vorjahren. Diese Kombination aus stabileren Zinsen, nachgezogenen Einkommen und einem größeren Angebot verbessert die Rahmenbedingungen für Käufer erheblich. Nachhaltige Erträge rücken wieder in den Fokus – statt kurzfristiger Spekulation.

Was bringt der Rest des Jahres 2026?

Die meisten Experten erwarten einen moderaten Aufschwung. Massive Preissprünge sind nicht in Sicht, stattdessen prognostizieren sie eine stabile bis leicht steigende Entwicklung von etwa drei bis sechs Prozent. Die weitere Dynamik hängt stark von zwei Faktoren:
* Der Neubauaktivität: Sinkendes Angebot bei hoher Nachfrage führt zu Preisdruck.
* Der Zinspolitik: Sie bleibt der zentrale Hebel für die Leistbarkeit.

Käufer mit Eigenkapital und Flexibilität befinden sich in einer guten Verhandlungsposition. Verkäufer profitieren hingegen von einem verlässlicheren Marktumfeld und können wieder attraktive Preise erzielen. Die Phase der Korrektur scheint überstanden.

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