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Widemount Dynamics: KI-Feuerwehrroboter gewinnt Top-Preis auf der CES

12.01.2026 - 00:32:12

Der autonome Roboter von Widemount Dynamics navigiert unabhängig in verrauchten Gebäuden, bekämpft Brände und erhöht so die Sicherheit für Einsatzkräfte. Das System nutzt Millimeterwellen-Radar und Edge Computing.

Ein autonomer Feuerwehrroboter, der selbst in dichtem Rauch navigiert, hat auf der weltgrößten Elektronikmesse CES den Innovationspreis gewonnen. Die Auszeichnung für Widemount Dynamics unterstreicht einen globalen Trend: Sicherheitstechnik wird zunehmend durch künstliche Intelligenz und Roboter revolutioniert.

Operation bei Nullsicht

Der Kern des preisgekrönten Systems ist seine Unabhängigkeit von Sicht und GPS. Während konventionelle Sensoren im dichten Rauch eines Gebäudebrands versagen, kartiert der Roboter seine Umgebung mit einem Millimeterwellen-Radar. Diese SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping) erstellt in Echtzeit detaillierte Karten – völlig ohne externe Navigationshilfen.

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An Bord analysieren Deep-Learning-Module die Sensordaten, um Brandherde sofort zu identifizieren. Das System wählt automatisch das optimale Löschmittel und bekämpft die Flammen mit einer geschlossenen Regelung. Dieser Grad an Autonomie ist ein großer Schritt. Er umgeht die Latenz- und Signalprobleme ferngesteuerter Roboter und ermöglicht schnelles Handeln genau dort, wo es für Menschen zu gefährlich ist.

Mehr Sicherheit für Einsatzkräfte und Opfer

Die Auszeichnung fiel in die Kategorie „Produkte für die menschliche Sicherheit“. Die Philosophie dahinter ist eindeutig: Menschenleben schützen – sowohl das der Eingeschlossenen als auch das der Feuerwehrleute. Die Brandbekämpfung gehört zu den gefährlichsten zivilen Berufen. Rauchgas, einsturzgefährdete Strukturen und extreme Hitze sind ständige Bedrohungen.

Die Lösung von Widemount Dynamics will die Taktik bei Gebäudebrändern verändern. Der Roboter dringt als erste Einheit in die Gefahrenzone vor, bekämpft das Feuer und übermittelt gleichzeitig kritische Daten an die Leitstelle. Sensoren messen Flammenintensität und Ausbreitungsgeschwindigkeit in Echtzeit. So erhalten Einsatzleiter eine präzise Lageübersicht, die in den chaotischen ersten Minuten eines Brands bisher unmöglich war. Der Roboter als Späher und Löschkraft ermöglicht menschlichen Teams sicherere und fundiertere Entscheidungen.

Vom Uni-Projekt zur weltweiten Anerkennung

Das Unternehmen ist ein Spin-off der Hong Kong Polytechnic University (PolyU). Gegründet wurde es von Professor Huang Xinyan und Wang Meng aus der Fakultät für Gebäudeumgebung und Energietechnik. Auf der CES 2026 war Widemount Teil der größten Hongkonger Delegation aller Zeiten, angeführt vom Hong Kong Science and Technology Parks Corporation (HKSTP).

Der Weg von der akademischen Forschung zum preisgekrönten Produkt zeigt die wachsende Reife der Robotikbranche in der Asien-Pazifik-Region. Das Entwicklungsteam arbeitete jahrelang eng mit Feuerwehrleuten zusammen, um deren operative Bedürfnisse zu verstehen. Das Ergebnis ist eine robuste Plattform, die auf einfachen Einsatz und praktischen Nutzen statt auf theoretische Fähigkeiten setzt.

Marktanalyse: Autonome Systeme für die öffentliche Sicherheit

Dass ein spezialisierter Industrieroboter auf einer Consumer-Messe wie der CES ausgezeichnet wird, ist bezeichnend. Es signalisiert die „Consumerization“ von Sicherheitstechnik. Hoch entwickelte Robotik, einst dem Militär und der Schwerindustrie vorbehalten, hält nun Einzug in den zivilen Katastrophenschutz.

Analysten sehen in dem Erfolg von Widemount Dynamics einen Katalysator für die Einführung autonomer Systeme bei Sicherheitsbehörden. Weltweit kämpfen Kommunen mit knappen Budgets und Personalmangel. Ein Roboter als „Force Multiplier“ wird daher immer attraktiver. Zudem eröffnet die Möglichkeit, die KI-Software auf bestehende Inspektionsroboter nachzurüsten, einen weiteren Markt. Fabriken und Lager könnten so ihre Sicherheitsinfrastruktur upgraden, ohne ganze Flotten auszutauschen.

Ein entscheidender technischer Vorteil ist das Edge Computing. Die Datenverarbeitung findet lokal auf dem Roboter statt, nicht in der Cloud. Das spart kritische Millisekunden und macht das System unabhängig von instabiler Kommunikation in brennenden Gebäuden – ein entscheidender Faktor für die Betriebssicherheit.

Der Weg in die Praxis

Nach dem CES-Erfolg will Widemount Dynamics zügig mit Pilotprojekten starten. Auf der Messe gab es laut Unternehmensangaben großes Interesse internationaler Käufer. Erste Gespräche über Test-Einsätze laufen bereits.

Der nächste Schritt sind Feldversuche mit ausgewählten Feuerwehren und Industriepartnern. Getestet werden soll in verschiedenen Szenarien – vom Chemiebrand bis zum Wohnhaus. Bewährt sich der Roboter, könnte sich die Standard-Einsatztaktik von Feuerwehren grundlegend ändern. Autonome Einheiten könnten innerhalb des nächsten Jahrzehnts zum Standard bei der Erstalarmierung werden.

Langfristig denkt das Unternehmen auch über Einsätze bei Waldbränden oder der Beseitigung gefährlicher Materialien nach. Das Feld autonomer Sicherheitslösungen für den Menschen ist weit – und hat gerade erst begonnen, sich zu öffnen.

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