Whirlpool Aktie: Kapitalerhöhung sorgt für Kursabsturz
03.03.2026 - 00:24:21 | boerse-global.deDie Aktie des US-Haushaltsgeräteherstellers Whirlpool ist in dieser Woche regelrecht eingebrochen. Mit einem aktuellen Kurs von 64,06 Dollar bewegt sich der Titel nahe seinem 52-Wochen-Tief von 64,02 Dollar. Allein in den letzten sieben Tagen verlor die Aktie 22 Prozent an Wert. Was ist da los?
Der Auslöser: Whirlpool hat über eine Kapitalerhöhung 1,1 Milliarden Dollar frisches Geld eingesammelt. Das Unternehmen platzierte rund 6,9 Millionen neue Stammaktien zu 69 Dollar je Stück und nahm damit 475 Millionen Dollar ein. Zusätzlich verkaufte Whirlpool Vorzugsaktien mit einer Verzinsung von 8,5 Prozent über drei Jahre, die weitere 525 Millionen Dollar in die Kasse spülten.
Verwässerung belastet Anleger massiv
Die Rechnung für bestehende Aktionäre ist ernüchternd: Die verwässerten Aktien steigen von zuvor 57,4 Millionen auf nun 71,3 Millionen Stück – ein Anstieg um fast 25 Prozent. Entsprechend senkte Whirlpool seine Gewinnprognose für 2026 von etwa 7,00 Dollar je Aktie auf nur noch 6,00 Dollar. Die Analysten von Stifel reagierten prompt und senkten ihr Kursziel von 75 auf 68 Dollar, beließen die Einstufung aber bei "Hold".
Großaktionär Appaloosa LP übte scharfe Kritik an der Transaktion. Die Investmentgesellschaft argumentiert, dass die Kapitalerhöhung Aktionäre unnötig verwässert und die Kapitalkosten von über 10 Prozent viel zu hoch seien. Bestehende Schulden des Konzerns würden an den Kapitalmärkten zu inflationsbereinigten Kosten von unter 5 Prozent gehandelt – eine deutlich günstigere Alternative.
Schuldenberg drückt auf das Geschäft
Doch Whirlpool hatte kaum eine Wahl. In den kommenden drei Jahren stehen Schuldentilgungen von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar an, darunter drei niedrig verzinste Euro-Anleihen. Ohne die Kapitalspritze hätte dem Konzern eine gefährliche Finanzierungslücke gedroht. Stifel schätzt, dass die Verschuldung im Verhältnis zum operativen Gewinn (EBITDA) in diesem Zeitraum nicht unter das Dreifache sinken wird.
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Immerhin: Die Zinsbelastung dürfte 2026 von geschätzten 330 Millionen auf nun 293 Millionen Dollar sinken. Die eingesparten Zinsen federn die Verwässerung teilweise ab. Zudem sehen die Analysten die Dividende nun auf sichererem Fundament – aktuell liegt die Rendite bei 5,6 Prozent. Whirlpool hat seine Ausschüttung immerhin 56 Jahre in Folge gezahlt.
Die Dividendenzahlungen sollen 2026 bei rund 270 Millionen Dollar liegen, deutlich über den zuvor erwarteten 200 Millionen Dollar. Für Einkommensinvestoren bleibt die Aktie damit interessant – wenn sie denn den Mut haben, bei einem Titel zuzugreifen, der binnen eines Jahres um 33,6 Prozent gefallen ist.
Nach Ansicht von Stifel steht Whirlpool nach der Kapitalerhöhung jedenfalls besser da, um künftig wieder Schulden am Markt zu platzieren. Die kurzfristige Verwässerung könnte sich langfristig als Befreiungsschlag erweisen. Anleger müssen entscheiden, ob sie diesen Neuanfang mitgehen wollen.
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