WhatsApp, Zombie-Kettenbriefe

WhatsApp: Zombie-Kettenbriefe und KI-Gerüchte verunsichern Nutzer

10.01.2026 - 09:52:12

Sicherheitsexperten entkräften aktuelle WhatsApp-Hoaxes zu Hacker-Videos und angeblicher KI-Überwachung. Die eigentliche Gefahr geht von realen Trading-Betrügereien und Phishing-Angriffen aus.

Eine Welle alter und neuer Falschmeldungen überflutet WhatsApp. Nutzer erhalten seit heute Warnungen vor angeblichen Hacker-Videos und KI-Überwachung. Sicherheitsexperten geben für die konkreten Inhalte Entwarnung, mahnen aber zu Wachsamkeit gegenüber echten Betrugsversuchen.

Besonders auffällig ist das Comeback des “Martinelli”-Kettenbriefs. Diese Nachricht warnt vor einem Video, das beim Abspielen das Smartphone “zerstören” soll. Faktenchecker von Plattformen wie Mimikama stufen die Meldung erneut als Falschinformation ein. Der Hoax kursiert bereits seit 2017.

Technisch ist ein solcher Angriff über eine reine Videodatei in WhatsApp höchst unwahrscheinlich. Die eigentliche Gefahr dieser Kettenbriefe liegt anderswo: Sie erzeugen Panik, belasten das Netzwerk durch massenhaftes Weiterleiten und lenken von echten Sicherheitsupdates ab.

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Moderne Märchen: Liest Meta wirklich alle Chats?

Eine neuere Variante spielt mit der Angst vor Künstlicher Intelligenz. Diese Nachrichten behaupten, Meta habe nun legalen Zugriff auf alle privaten Unterhaltungen. Nutzer werden aufgefordert, eine nicht existierende “Advanced Chat Privacy”-Einstellung zu aktivieren.

Diese Behauptung ist technisch haltlos. WhatsApp nutzt nach wie vor die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E). Das bedeutet: Nachrichten werden nur auf den Geräten von Sender und Empfänger entschlüsselt. Weder Meta noch dessen KI-Systeme können den Inhalt privater Chats mitlesen.

Zwar integriert Meta KI-Funktionen wie Meta AI in seine Dienste. Diese agieren aber als separate Chat-Bots, die Nutzer aktiv in eine Konversation einladen müssen. Eine heimliche Totalüberwachung widerspricht der grundlegenden Architektur des Messengers.

Die echten Gefahren: Trading-Betrug und Phishing

Während die viralen Kettenbriefe meist harmlos sind, lauern aktuell sehr reale Bedrohungen. Verbraucherschützer warnen vor einer Welle betrügerischer Investment-Gruppen. Nutzer werden ungefragt in WhatsApp-Gruppen hinzugefügt, in denen angebliche Experten schnelle Gewinne versprechen.

Die Masche ist durchdacht:
* Fake-Teilnehmer in den Gruppen simulieren Erfolge, um Vertrauen zu schaffen.
* Wer Geld auf die empfohlenen Plattformen überweist, verliert es in der Regel für immer.

Parallel dazu nehmen Phishing-SMS zu. Diese Nachrichten geben vor, vom “WhatsApp Support” zu stammen und fordern zur Konto-Verifizierung auf. Der enthaltene Link führt auf gefälschte Seiten, die den sechsstelligen Verifizierungscode abgreifen wollen. Wer ihn eingibt, verliert die Kontrolle über sein Konto.

So schützen Sie sich richtig

Statt auf Kettenbriefe zu reagieren, sollten Nutzer die vorhandenen Sicherheitsfeatures aktivieren:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Eine PIN schützt davor, dass Ihre Nummer auf einem fremden Gerät registriert wird.
  • Privatsphäre-Einstellungen: Begrenzen Sie die Sichtbarkeit von Profilbild und Status für Unbekannte.
  • Unbekannte Anrufer stummschalten: Diese Funktion filtert automatisierten Spam-Anrufen vor.

Die Branche reagiert ebenfalls: Die Deutsche Telekom plant für dieses Jahr neue Netzfunktionen gegen Betrugsanrufe und Spam-SMS. Diese sollen schädliche Nachrichten bereits auf Netzebene blockieren.

Warum verbreiten sich diese Meldungen gerade jetzt? Wochenenden sind klassische Hochphasen für virale Inhalte. Zudem sind viele Menschen zu Jahresbeginn sensibler für Themen wie Sicherheit – und damit anfälliger für Warnungen, die vorgeben, helfen zu wollen.

Die wichtigste Regel bleibt: Seien Sie skeptisch. Kein seriöses Unternehmen wird Sie je per Chat unter Druck setzen, Geld zu überweisen oder Passwörter preiszugeben. Brechen Sie die Kette: Leiten Sie solche Nachrichten nicht weiter, sondern löschen Sie sie.

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