WhatsApp wird als Risiko-Plattform eingestuft
26.01.2026 - 23:21:12Die EU stuft WhatsApps öffentliche „Channels“ als Gefahrenquelle ein und unterwirft den Messenger damit den schärfsten Digital-Regeln. Grund ist die rasante Verbreitung des Einweg-Nachrichtendienstes in Europa.
Die Europäische Kommission hat Meta’s WhatsApp offiziell als „Sehr große Online-Plattform“ (VLOP) eingestuft. Diese Entscheidung unter dem Digital Services Act (DSA) bedeutet das Ende der regulatorischen Sonderstellung für den beliebten Messenger. Ab sofort muss WhatsApp seine öffentlichen „Channels“ genauso streng überwachen wie Facebook oder TikTok. Verstöße gegen die neuen Pflichten könnten das Unternehmen bis zu sechs Prozent seines weltweiten Jahresumsatzes kosten – ein milliardenschweres Risiko.
Auslöser ist der Erfolg der „Channels“. Dieser Einweg-Broadcast-Dienst hat im ersten Halbjahr 2025 über 51,7 Millionen monatliche Nutzer in der EU erreicht. Damit überschreitet er klar die Schwelle von 45 Millionen Nutzern, die für die VLOP-Einstufung notwendig ist. Meta hat nun vier Monate Zeit, bis Ende Mai 2026, um die öffentlichen Teile seines Dienstes an die verschärften Vorgaben anzupassen.
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Private Chats bleiben geschützt – vorerst
Ein entscheidender Punkt: Die neuen Regeln gelten ausschließlich für die öffentlichen „Channels“. Der Kern von WhatsApp – die privaten, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chats und Gruppen – bleibt davon vorerst unberührt. Die EU umgeht damit geschickt die heikle Debatte um die Überwachung verschlüsselter Kommunikation.
Stattdessen konzentriert sich die Regulierung auf den Bereich, in dem Inhalte virale Reichweite erlangen können, ohne dass die Privatsphäre der Nutzer angetastet wird. „Wir verpflichten uns, unsere Sicherheitsmaßnahmen weiterzuentwickeln, um unseren regulatorischen Verantwortungen gerecht zu werden“, erklärte ein WhatsApp-Sprecher zur Entscheidung.
Diese neuen Pflichten hat WhatsApp jetzt
Die Einstufung als VLOP bringt konkrete und anspruchsvolle Verpflichtungen mit sich:
* Proaktive Risikobewertung: WhatsApp muss systematisch Gefahren durch illegale Inhalte, Wahlmanipulation und Verstöße gegen Grundrechte analysieren.
* Effektive Meldesysteme: Nutzerfreundliche Mechanismen zum Markieren problematischer „Channels“-Beiträge müssen eingerichtet werden.
* Transparenz bei Löschungen: Das Unternehmen muss seine Entscheidungen bei der Inhaltsmoderation offenlegen und begründen.
Damit steht WhatsApp nun in einer Reihe mit anderen Tech-Riesen wie Instagram, TikTok und X, die bereits unter der strengsten Aufsicht des DSA stehen.
Brüssel zeigt Tech-Konzernen weiter die Zähne
Die Maßnahme gegen WhatsApp ist kein Einzelfall, sondern Teil einer breiten EU-Offensive für mehr digitale Verantwortung. Parallel zur Ankündigung am Montag eröffnete die Kommission eine neue Untersuchung gegen X und dessen KI-Tool „Grok“ wegen möglicher Deepfake-Bilder. Erst kürzlich verhängte Brüssel die erste DSA-Geldstrafe überhaupt: 120 Millionen Euro musste X für Verstöße gegen Transparenzregeln zahlen.
Auch Meta selbst steht unter Dauerbeobachtung. Weitere EU-Verfahren betreffen die KI-Funktionen des Konzerns und seinen Umgang mit Nutzerdaten. Die Botschaft aus Brüssel ist klar: Die Ära der laissez-faire-Regulierung für Big Tech ist vorbei.
Wettlauf gegen die Zeit beginnt
Die kommenden Monate werden für WhatsApp entscheidend. Das Unternehmen muss nun schnell ein wirksames und transparentes Moderationssystem für seine „Channels“ aufbauen. Die größte Herausforderung wird sein, dies ohne Einschränkung der Meinungsfreiheit zu schaffen.
Zuerst muss Meta der Kommission eine detaillierte Risikoanalyse vorlegen. Anschließend wird die Umsetzung der Gegenmaßnahmen scharf überwacht. Der Fall WhatsApp wird ein Präzedenzfall dafür sein, wie große Messenger-Dienste mit öffentlichen Funktionen künftig in Europa – und möglicherweise weltweit – reguliert werden. Gelingt die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit nicht, drohen nicht nur hohe Strafen, sondern auch ein Vertrauensverlust der Nutzer.
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