WhatsApp-Welle: Zombie-Hoaxes und echte Phishing-Gefahr
16.01.2026 - 12:30:12Eine neue Welle alarmierender Nachrichten überflutet aktuell WhatsApp-Chats. Hinter vermeintlichen Warnungen und verlockenden Gewinnspielen verbergen sich alte Hoaxes und brandneue Betrugsversuche.
Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Die aktuelle Mischung aus Panikmache und realer Gefahr ist besonders tückisch. Nutzer berichten von einer massiven Zunahte solcher Weiterleitungen.
Ein alter Bekannter treibt wieder sein Unwesen: Der Kettenbrief warnt vor einem angeblichen Video namens „Martinelli“, das Telefone beim Öffnen zerstören soll. Oft gepaart ist die Warnung mit dem Hinweis auf ein nicht-existentes „WhatsApp Gold“-Update.
Faktenchecker wie Mimikama geben Entwarnung. Es handelt sich um einen sogenannten Zombie-Hoax, der seit Jahren regelmäßig wiederauftaucht. Technisch ist ein solcher Angriff durch eine reine Videodatei in WhatsApp kaum möglich.
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Das Ziel dieser Nachrichten ist nicht der direkte Hack, sondern die Verunsicherung. Wer sie ungeprüft weiterleitet, trägt die Panik ungewollt in sein gesamtes Netzwerk.
Echte Gefahr lauert hinter Gewinnspiel-Links
Während „Martinelli“ harmlos ist, nutzen Kriminelle die allgemeine Aufregung für gefährliche Angriffe. Aktuell kursieren gefälschte Gewinnspiele von Einzelhändlern wie REWE oder Lidl.
Die versprochenen Gutscheine locken Nutzer auf betrügerische Webseiten. Dort warten Datenklau, teure Abofallen oder Schadsoftware. Ein weiteres Phänomen sind gefälschte Jobangebote in plötzlich erstellten Gruppen – oft der Einstieg in Finanzbetrug.
Der perfide Trick mit dem 6-stelligen Code
Die gefährlichste aktuelle Masche zielt auf die vollständige Konten-Übernahme ab. Nutzer werden gebeten, einen „aus Versehen“ zugesendeten 6-stelligen Code zurückzuschicken.
Vorsicht: Dabei handelt es sich um den WhatsApp-Verifizierungscode. Wer ihn weitergibt, übergibt Angreifern den Schlüssel zu seinem Account. Die Täter nutzen das gekaperte Konto dann, um im Namen des Opfers Geld von Kontakten zu erpressen.
Warum diese Maschen immer noch funktionieren
Trotz Aufklärung bleiben Kettenbriefe effektiv. Psychologen führen das auf das „Helfer-Syndrom“ zurück: Menschen wollen Freunde warnen und leiten Nachrichten ungeprüft weiter.
Gleichzeitig werden Betrugsversuche durch KI-Tools immer professioneller. Rechtschreibfehler verschwinden, Nachrichten wirken authentischer. Die Schwelle, auf einen Link zu klicken, sinkt.
So schützen Sie sich
Sicherheitsexperten empfehlen dringend diese Maßnahmen:
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren: Legen Sie in den WhatsApp-Kontoeinstellungen eine PIN fest. Diese schützt Ihr Konto selbst bei abgefangenem SMS-Code.
- Gruppen-Privatsphäre anpassen: Stellen Sie ein, dass nur Kontakte Sie zu Gruppen hinzufügen dürfen.
- Nachrichten prüfen, nicht weiterleiten: Geben Sie auffällige Texte in eine Suchmaschine ein. Meist findet sich sofort ein Hinweis auf den Hoax.
- Links misstrauen: Klicken Sie nicht auf Links zu unwahrscheinlichen Gewinnspielen – auch nicht von Freunden.
Die Welle der „Martinelli“-Warnungen wird wohl bald abebben. Die Phishing-Versuche hingegen werden bleiben und sich weiterentwickeln. Die beste Verteidigung ist eine gesunde Skepsis.
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