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WhatsApp Web: Gruppen-Telefonie kommt in den Browser

24.01.2026 - 10:25:12

WhatsApp plant native Gruppen-Sprachanrufe und Video-Calls direkt im Webbrowser, was die Nutzung auf Firmenrechnern und öffentlichen PCs erleichtert. Die Funktion befindet sich in der Beta-Phase.

WhatsApp baut seine Web-Version zum vollwertigen Kommunikations-Hub aus. Neue Beta-Codes zeigen: Gruppen-Sprachanrufe und Video-Calls sollen bald direkt im Browser laufen – ohne Desktop-App.

Vom Chat zum vollwertigen Konferenz-Tool

Bisher war WhatsApp Web vor allem eine Erweiterung fürs Smartphone: Nachrichten schreiben ja, anrufen nein. Das ändert sich nun grundlegend. Laut dem Feature-Tracker WABetaInfo arbeitet der Meta-Dienst an nativer Telefonie für Chrome, Edge und Firefox. Nutzer könnten dann Gruppen-Calls direkt aus dem Browser starten – ein großer Schritt zur Geräte-Unabhängigkeit.

Besonders relevant wird das für den professionellen Einsatz. Auf vielen Firmenrechnern ist die Installation der Desktop-App verboten. Die browserbasierte Lösung umgeht diese Restriktion und bietet trotzdem volle Audio- und Video-Funktionen. Ein geschmeidiger Wechsel zwischen Tippen und Sprechen mit mehreren Kontakten rückt in Reichweite.

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Terminplanung und Einladungs-Links geplant

Die neuen Funktionen gehen weit über einfaches Anrufen hinaus. Sie zielen direkt auf den Markt der Videokonferenz-Tools ab. Geplant sind laut Berichten vom 21. und 24. Januar zwei Schlüsselfeatures:

Anrufe planen:
Nutzer sollen Voice- und Video-Calls im Voraus terminieren können – ähnlich wie bei Zoom oder Microsoft Teams. Alle Gruppenmitglieder erhalten eine Benachrichtigung. Das bringt Struktur in spontane Chats und macht WhatsApp Web für informelle Team-Besprechungen attraktiv.

Call-Links:
Ein Klick, und man ist dabei. Über eindeutige URLs lassen sich Gespräche einfach teilen, auch mit Personen außerhalb der Kontaktliste. Die strengen Datenschutzeinstellungen von WhatsApp bleiben dabei voraussichtlich erhalten. Diese Vereinfachung könnte die Hemmschwelle für schnelle Abstimmungen senken.

Unabhängigkeit von installierter Software

Die größte Stärke der Browser-Lösung ist ihre geringere Abhängigkeit. Bisher brachte nur die native Windows- oder macOS-App zuverlässige Anrufqualität. Die Web-Version galt als Light-Alternative.

Mit nativer Gruppen-Telefonie wird der Client im Tab zum eigenständigen Kraftpaket. Das ist ideal für geteilte Computer in Bibliotheken, Internet-Cafés oder an temporären Arbeitsplätzen. Nutzer können sich einloggen, calls führen und wieder ausloggen, ohne Software zu installieren oder digitale Fußabdrücke zu hinterlassen.

Technisch soll die Funktion plattformübergreifend funktionieren. Ein Teilnehmer am PC kann sich nahtlos zu einem Gespräch mit iPhone- und Android-Nutzern zuschalten. Die Oberfläche wird voraussichtlich ein eigenes Call-Overlay in Gruppenchats bieten, mit Mikrofon- und Kamera-Steuerung sowie einer Rasteransicht der Teilnehmer.

Wettbewerbsvorteil im „Casual Professional“-Segment

Das Timing ist klug. Im Jahr 2026 sind hybride Arbeitsmodelle etabliert, die Nachfrage nach zugänglichen Browser-Tools bleibt hoch. Mit einem aufgerüsteten WhatsApp Web greift Meta den Markt der „lockeren Professionellen“ an.

Während Zoom und Google Meet für formelle Meetings stehen, setzt WhatsApp auf das bestehende soziale Netzwerk. Fast jeder hat seine Kontakte bereits dort gespeichert. Ein Text-Chat kann so im Browser sofort zum Gruppen-Video-Call werden – ohne Umweg über andere Apps.

Analysten erwarten eine steigende Verweildauer auf Desktop-Geräten. Wenn Nutzer nicht mehr zwischen Apps wechseln müssen, bleiben sie länger im WhatsApp-Ökosystem. Zudem erreicht der Dienst damit Feature-Parität mit Konkurrenten wie Telegram, das seine Web-Fähigkeiten in den letzten Jahren stark ausgebaut hat.

Wann kommt die Funktion?

Stand 24. Januar 2026 befindet sich die Gruppen-Telefonie für WhatsApp Web in der Beta-Phase. Ein offizieller Starttermin von Meta steht noch aus.

In der Regel durchlaufen solche Features nach der Entdeckung im Beta-Code eine mehrwöchige Test- und Optimierungsphase. Die hohen Bandbreiten-Anforderungen von Gruppen-Video-Calls dürfen die Stabilität des Web-Clients nicht gefährden. Experten rechnen mit einem gestaffelten Rollout in den kommenden Wochen, beginnend mit einer kleinen Nutzergruppe.

Parallel arbeitet WhatsApp laut weiteren Berichten an erweiterten Eltern-Kontrollen und neuen Abo-Modellen für bestimmte Regionen. Die Telefonie-Erweiterung für den Browser bleibt jedoch die Veränderung mit der direktesten Auswirkung auf den Alltag von über zwei Milliarden Nutzern. Sie schließt endlich die Lücke zwischen Smartphone und Webbrowser.

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