WhatsApp, Werbe-Ära

WhatsApp startet Werbe-Ära und plant neue Funktionen

01.03.2026 - 19:30:27 | boerse-global.de

WhatsApp zeigt nun Werbung im Status-Bereich an und arbeitet an einer Nachrichten-Planungsfunktion. In Deutschland untersagt ein Gericht zudem die Weitergabe von Nutzerdaten an Meta.

WhatsApp startet Werbe-Ära und plant neue Funktionen - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp startet Werbe-Ära und plant neue Funktionen - Foto: über boerse-global.de

WhatsApp schaltet weltweit Werbung im Status-Bereich. Gleichzeitig arbeitet der Messenger an einer lang erwarteten Planungsfunktion für Nachrichten. In Deutschland schränkt ein Gerichtsurteil zudem die Weitergabe von Nutzerdaten an Meta ein.

Werbung erobert den Status-Tab

Seit Ende Februar blendet WhatsApp Werbeanzeigen in die „Aktuelles“-Rubrik ein. Die Anzeigen erscheinen im Hochformat zwischen den Statusmeldungen der Kontakte und sind als „Sponsored“ gekennzeichnet. Laut WhatsApp sollen Nutzer so interessante Unternehmen entdecken. Der Rollout erfolgt schrittweise, erste Nutzer in Deutschland sehen die Werbung bereits.

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Die privaten Chats bleiben von der Neuerung unberührt und sind weiter Ende-zu-Ende-verschlüsselt. In den sozialen Medien fielen die ersten Reaktionen dennoch überwiegend negativ aus. Viele Nutzer fürchten, WhatsApp könnte sich zu einer Plattform wie Facebook oder Instagram entwickeln.

Endlich: Nachrichten auf Termin versenden

Eine weitere Neuerung kündigt sich an: Nutzer sollen Nachrichten bald zeitversetzt planen können. Diese Funktion wurde im Code der aktuellen iOS-Beta-Version entdeckt. Sie würde es erlauben, eine Nachricht zu verfassen und einen genauen Zustellzeitpunkt festzulegen.

Das wäre praktisch für Geburtstagsgrüße oder geschäftliche Kommunikation über Zeitzonen hinweg. Geplante Nachrichten ließen sich bis zum Versand wieder löschen. Für die WhatsApp Business App gibt es eine ähnliche Funktion bereits. Ein konkreter Starttermin für alle Nutzer steht noch nicht fest, der Beta-Code deutet aber auf eine baldige Veröffentlichung hin.

Gericht stoppt Datenfluss zu Meta

Parallel sorgt eine juristische Entscheidung in Deutschland für Aufsehen. Das Landgericht Berlin urteilte, dass WhatsApp keine personenbezogenen Daten an Dritte – also auch nicht an Mutterkonzern Meta – weitergeben darf.

Das Urteil unterstreicht die anhaltenden Datenschutzbedenken. Es könnte weitreichende Folgen für die Geschäftspraktiken von WhatsApp in Deutschland und der gesamten EU haben. Hier schreibt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) strenge Regeln vor.

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Neue Waffen gegen Konto-Übernahmen

Gegen anhaltende Sicherheitsrisiken wie Konto-Übernahmen führt WhatsApp zusätzliche Schutzmechanismen ein. Dazu gehört eine neue Passwort-Ebene, die die bestehende PIN-Verifizierung ergänzt.

Bereits Anfang Februar kündigte der Dienst zudem „Strikte Kontoeinstellungen“ an. Diese Funktion richtet sich besonders an gefährdete Nutzer wie Journalisten. Sie blockiert etwa den automatischen Medien-Download von unbekannten Kontakten, um das Einschleusen von Schadsoftware zu verhindern. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Offensive, um die Plattform gegen Angriffe zu härten.

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