WhatsApp startet 2026 mit neuen Sicherheits- und Design-Updates
18.01.2026 - 14:53:12WhatsApp rüstet seine Chats mit transparenteren Link-Vorschauen und schärferen Privatsphäre-Tools auf. Die Updates zielen darauf ab, Nutzer besser vor Phishing zu schützen und die Kontrolle über geteilte Inhalte zu erhöhen.
Klarere Link-Vorschauen für mehr Sicherheit
Seit dem 15. Januar 2026 erhalten iOS-Nutzer eine optisch überarbeitete Darstellung von Web-Links. Die neue Funktion „Clearer Link Previews“ in Version 26.1.74 zeigt in Chats nun übersichtliche Karten mit Seitentitel, Vorschaubild und der wesentlichen Domain an. Lange, unübersichtliche URL-Pfade, die oft Chatverläufe überladen, werden ausgeblendet.
Der Clou: Die Vorschau hebt Protokoll (z.B. https), Subdomain und Hauptdomain hervor. Das soll Nutzern eine schnelle Prüfung der Seriosität eines Links ermöglichen, noch bevor sie darauf klicken. „Komplexe URL-Strukturen, hinter denen sich Phishing-Versuche verstecken, werden so entlarvt“, erklärt ein Tech-Analyst. Die Funktion wird nach und nach für alle Accounts freigeschaltet, die das neueste Update aus dem App Store installieren.
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Privatsphäre-Toggle verhindert Datenleck
Parallel zur optischen Aufwertung gewinnt eine bestehende Privatsphäre-Einstellung neue Bedeutung: „Linkvorschau deaktivieren“. Dieser Schalter in den Einstellungen unter Datenschutz > Erweitert verhindert, dass WhatsApp automatisch Vorschauen generiert.
Der Hintergrund ist technischer Natur: Um Titel und Bild einer Webseite für die Vorschau abzurufen, muss der Dienst eine Anfrage an den externen Server senden. Dabei kann unbeabsichtigt die IP-Adresse des Absenders preisgegeben werden. Wer diese Datenweitergabe unterbinden will, schaltet die Vorschau einfach ab. In diesem Fall erscheinen Links weiterhin nur als reine Textpfade – die neue, optisch aufgeräumte Darstellung bleibt dann aus.
Status-Updates mit Sichtbarkeits-Kontrolle
Ebenfalls im Januar kommt eine praktische Neuerung für die Status-Funktion. In einer Android-Beta-Version (2.26.2.9) testet WhatsApp kleine Privatsphäre-Symbole direkt auf den Status-Updates.
Die Icons zeigen in Echtzeit an, wer einen bestimmten Status sehen kann: „Meine Kontakte“, „Enge Freunde“ oder eine benutzerdefinierte Liste. Dieses visuelle Feedback soll versehentliches Überteilen verhindern. Nutzer wissen so immer genau, welches Publikum ihre persönlichen Momente erreicht.
Elternaufsicht und Zweitkonten in Entwicklung
Für die nähere Zukunft plant Meta, der Mutterkonzern von WhatsApp, ein größeres familienorientiertes Sicherheitspaket. Laut Berichten vom 12. Januar 2026 arbeitet das Unternehmen an einer „Secondary Account“-Struktur zur elterlichen Aufsicht.
Minderjährige könnten demnach einen eingeschränkten Account einrichten, der mit dem Hauptprofil eines Elternteils verknüpft ist. Diese Konten würden standardmäßig mit strengeren Privatsphäre-Einstellungen laufen, etwa mit der Beschränkung von Nachrichten und Anrufen auf gespeicherte Kontakte. Eltern sollen Konfigurationen verwalten und Aktivitätsberichte einsehen können, ohne den konkreten Inhalt der Nachrichten ihres Kindes lesen zu müssen. Ein Spagat zwischen Sicherheit und Privatsphäre.
Ausblick: Transparenz als Jahresmotto
Die gleichzeitige Einführung von Design-Verbesserungen und Privatsphäre-Indikatoren deutet auf eine klare Marschroute für WhatsApp im Jahr 2026 hin: Transparente Kommunikation. Indem die Plattform darstellt, wie Daten wie Links präsentiert werden, und Einstellungen zur Sichtbarkeit – wie bei Status-Updates – deutlicher macht, will sie Nutzerfehler und Überforderung reduzieren.
Marktbeobachter erwarten, dass die „Clearer Link Previews“ für Android-Geräte im Laufe des ersten Quartals 2026 folgen werden – nach dem üblichen Muster, bei dem visuelle Updates oft zuerst für iOS erscheinen. Die geplanten elterlichen Kontrollen zeigen zudem, dass sich der Messenger auf strengere globale Regularien zum Schutz Minderjähriger im Netz vorbereitet. Nutzern wird empfohlen, ihre App auf Version 26.1.74 oder höher zu aktualisieren, um von den neuesten Sicherheits- und Design-Verbesserungen zu profitieren.
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