WhatsApp, Stalking-Lücke

WhatsApp schließt kritische Stalking-Lücke für Apple Watch

04.01.2026 - 16:53:12

Ein Update von WhatsApp macht zuvor unsichtbar gekoppelte Apple Watches in den Einstellungen sichtbar und schließt damit ein langjähriges Datenschutzrisiko. Die Fernabmeldung ist jedoch noch nicht möglich.

Wie die “unsichtbare” Kopplung funktionierte

Bisher hatte die WhatsApp-Integration auf der Apple Watch eine dunkle Kehrseite. Wer kurzzeitig Zugriff auf ein entsperrtes iPhone bekam, konnte eine eigene Uhr mit dem fremden Account koppeln. Das geschah, ohne dass auf dem Smartphone ein dauerhafter oder auffälliger Hinweis erschien. Nachrichten konnten so in Echtzeit am Handgelenk eines Dritten mitgelesen werden.

Die App behandelte die Apple Watch bislang wie eine bloße Erweiterung des iPhone-Bildschirms, nicht wie ein eigenständiges Gerät. Im Gegensatz zu WhatsApp Web fehlte jede prominente Anzeige in der Liste der “Verknüpften Geräte”. Diese technische Lücke ist nun Geschichte.

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Neue Transparenz: Alle Geräte auf einen Blick

Das Update rollt seit Jahresbeginn aus und überarbeitet zentral die Einstellungen. Unter “Verknüpfte Geräte” finden Nutzer jetzt einen eigenen Bereich für “Peripheriegeräte”. Dort listet WhatsApp alle gekoppelten Wearables detailliert auf:
* Den genauen Gerätenamen der Apple Watch
* Den Aktivitätsstatus (zuletzt online)
* Das Datum der ersten Kopplung

Diese Informationen sind entscheidend, um unbefugte Zugriffe zu identifizieren. Ein kurzer Check zeigt nun, ob nur die eigene Smartwatch auf Chats zugreifen kann. Fachmedien loben den Schritt als überfällige Verbesserung für das Sicherheitsgefühl der Nutzer.

Der Wermutstropfen: Fernabmeldung noch nicht möglich

Trotz der neuen Transparenz gibt es eine Einschränkung. Nutzer können eine fremde Apple Watch nicht per Knopfdruck aus der Ferne abmelden, wie es bei Web-Sitzungen möglich ist.

Stattdessen bietet die App eine Anleitung zum manuellen Trennen der Verbindung. Der Grund liegt vermutlich in den restriktiven Schnittstellen von Apples watchOS, die tiefgreifende Eingriffe von Drittanbieter-Apps limitieren. Insider berichten, dass Meta bereits an einer direkten “One-Tap”-Lösung arbeitet.

Teil von Metas breiterer Sicherheitsoffensive

Das Update ist kein Einzelfall. Meta fährt nach einem turbulenten Jahr 2025 eine breite Sicherheitsoffensive. Der Konzern reagiert damit auch auf wachsenden Druck von Regulierungsbehörden, die “Security by Design” fordern.

Der Schritt bringt WhatsApp auf Augenhöhe mit Konkurrenten wie iMessage, die verbundene Geräte ebenfalls transparent auflisten. Sicherheitsexperten begrüßen die Entwicklung: Die Sichtbarmachung sei der effektivste Schutz gegen Angriffe im häuslichen Umfeld.

Was kommt als Nächstes?

Die Verteilung des Updates erfolgt serverseitig und sollte in den kommenden Tagen alle Nutzer erreichen. Für die Zukunft deuten Hinweise aus Beta-Versionen auf weitere Sicherheitsverbesserungen hin.

Meta arbeitet möglicherweise an einer biometrischen Authentifizierung für den Zugriff auf die Watch-App. Ähnlich der App-Sperre auf dem iPhone könnte dann ein PIN oder eine Handgelenkserkennung nötig sein, bevor Chats angezeigt werden. Bis dahin bleibt der einfache Rat: Ein regelmäßiger Blick in die Geräteliste ist die beste Versicherung.

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