WhatsApp, Sicherheits-Modus

WhatsApp schaltet in den Sicherheits-Modus

25.02.2026 - 04:09:52 | boerse-global.de

WhatsApp führt neue strikte Kontoeinstellungen für besonders gefährdete Nutzer ein und plant Nutzernamen. Die EU verlangt zudem strengere Moderationsauflagen bis Mitte 2026.

WhatsApp schaltet in den Sicherheits-Modus - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp schaltet in den Sicherheits-Modus - Foto: über boerse-global.de

WhatsApp führt neue Sicherheitsfunktionen ein. Der Messenger will besonders gefährdete Nutzer besser schützen und testet eine zusätzliche Passwort-Option. Die "Strikten Kontoeinstellungen" sind der Kern der Offensive.

Diese Ein-Klick-Lösung richtet sich gezielt an Journalisten, Aktivisten und andere Personen mit erhöhtem Angriffsrisiko. Wer sie aktiviert, blockiert automatisch Medien-Downloads von unbekannten Nummern. Zudem schränkt sie die Sichtbarkeit von Statusinformationen wie "Zuletzt online" stark ein. Ein klarer Kompromiss zwischen Komfort und maximaler Sicherheit.

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Mehr Schutz für die zwei Milliarden

Die Basis bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nach dem Signal-Protokoll. Doch die Kontosicherheit hängt von mehr ab. Experten empfehlen daher dringend weitere Funktionen.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) etwa schützt mit einer sechsstelligen PIN vor SIM-Swapping-Angriffen. Ende-zu-Ende-verschlüsselte Backups in der Cloud schließen eine lange bestehende Schwachstelle. Ihre Handhabung wurde kürzlich durch Passkeys für Fingerabdruck oder Gesichtserkennung vereinfacht.

Das Problem mit den Metadaten

Doch trotz robuster Inhaltsverschlüsselung sammelt WhatsApp Metadaten. Wer mit wem wann kommuniziert, Gerätedaten, IP-Adressen – diese Informationen sind nicht durch E2EE geschützt. Meta kann sie nutzen, was Datenschützer stets kritisierten.

Abhilfe soll die für dieses Jahr geplante Einführung von Nutzernamen schaffen. Sie ermöglicht es, Kontakte zu finden, ohne die private Telefonnummer preiszugeben. Ein großer Schritt für mehr Anonymität.

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Signal, Telegram und der Druck aus Brüssel

Im Vergleich zu Konkurrenten bietet WhatsApp einen Mittelweg. Signal gilt als sicherste, datensparsamste und quelloffene Alternative. Telegram verschlüsselt Standard-Chats nicht Ende-zu-Ende – das muss manuell in "Geheimen Chats" aktiviert werden.

Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck. Die EU-Kommission stufte WhatsApp als "Sehr große Online-Plattform" ein. Bis Mitte Mai 2026 muss Meta strenge Moderationsauflagen für die öffentlichen "Channels" umsetzen.

Für Nutzer heißt das: Nicht auf Standardeinstellungen verlassen. 2FA und Backup-Verschlüsselung aktivieren ist Pflicht. Die neuen "Strikten Einstellungen" bieten jetzt eine wertvolle Option für alle, die maximalen Schutz brauchen.

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