WhatsApp, Plus

WhatsApp Plus: Messenger startet erstes Abo-Modell für 2,49 Euro

26.04.2026 - 19:38:16 | boerse-global.de

WhatsApp führt mit Plus ein Bezahlmodell für erweiterte Funktionen ein. Neue Sicherheitsrisiken und Konkurrenz durch XChat prägen die Entwicklung.

WhatsApp Plus: Messenger startet erstes Abo-Modell für 2,49 Euro - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp Plus: Messenger startet erstes Abo-Modell für 2,49 Euro - Foto: über boerse-global.de

Mit WhatsApp Plus können Nutzer erstmals gegen eine monatliche Gebühr von rund 2,49 Euro auf erweiterte Funktionen zugreifen. Das Modell richtet sich primär an professionelle Anwender.

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Höhere Limits und priorisierte Zustellung

Abonnenten von WhatsApp Plus erhalten deutlich größere Kapazitäten für den Medienversand. Sie können zudem die Benutzeroberfläche mit eigenen Themes anpassen. Der wichtigste Vorteil für Geschäftskunden: Die Nachrichtenzustellung wird priorisiert. Das soll in zeitkritischen Situationen für stabilere Kommunikation sorgen.

Parallel dazu überarbeitet WhatsApp die Business-Channels. Unternehmen können jetzt temporäre Status-Updates mit einer automatischen Lebensdauer von 24 Stunden nutzen. Ziel ist es, die Informationsflut zu reduzieren und Inhalte relevanter zu machen.

Neue Sicherheitsrisiken durch komplexe Architekturen

Die technische Umsetzung basiert auf modernen Sicherheitsstandards. Für Authentifizierung und Verifizierung kommen client-seitige JSON Web Tokens (JWT) und HMAC-Signaturen zum Einsatz. Experten warnen jedoch: Die wachsende Komplexität schafft neue Angriffsflächen für spezialisierte Hacker.

Die neuen Funktionen kommen in einer angespannten Sicherheitslage. Die Morpheus-Spyware nimmt gezielt WhatsApp-Konten ins Visier. Die Infektion beginnt meist mit einer Störung des Datenverkehrs durch den Mobilfunkanbieter. Das Opfer erhält dann eine SMS mit der Aufforderung, ein angebliches Android-Update zu installieren.

Gefälschte Updates kapern WhatsApp-Konten

Die APK-Datei wird außerhalb offizieller App-Stores verbreitet. Einmal installiert, erfragt sie weitreichende Berechtigungen für die Barrierefreiheitsdienste. Die Spyware kann dann biometrische Abfragen von WhatsApp vortäuschen und das Konto übernehmen.

Der Schadcode wird mit italienischen Cyber-Intelligence-Auftragnehmern in Verbindung gebracht. In den vergangenen Wochen informierte WhatsApp rund 200 Nutzer über gezielte Angriffe durch ähnliche Spionagesoftware. IT-Sicherheitsexperten warnen eindringlich vor Sideloading – der Installation von Apps aus inoffiziellen Quellen.

Samsung-Patch mit Nebenwirkungen

Samsung hat im April 2026 einen Sicherheitspatch mit 47 behobenen Schwachstellen veröffentlicht. Das Update rollt für Modelle wie Galaxy A37, A56, XCover 6 Pro und XCover 7 aus. Doch Nutzer der Flaggschiffe Galaxy S24 und S25 melden nach der Installation erhebliche Akkuprobleme und Überhitzung. Grund sollen Komplikationen mit dem Sicherheits-Framework Knox Matrix sein. Ein offizieller Fix steht noch aus.

Apple schließt kritische Signal-Lücke

Apple reagierte mit iOS 26.4.2 und iOS 18.7.8 auf eine kritische Schwachstelle. Der Fehler im Notification Services Framework (CVE-2026-28950) führte dazu, dass Fragmente gelöschter Nachrichten in der lokalen Datenbank verblieben – auch bei der Ende-zu-Ende-verschlüsselten App Signal.

Das FBI nutzte diese Lücke bereits aus, um auf vermeintlich sicher gelöschte Kommunikation zuzugreifen. Der Patch korrigiert die Speicherroutinen und sorgt für zuverlässige Löschung der Datenrückstände.

Apple Pay-Schwachstelle: Bis zu 10.000 Dollar abgreifbar

Eine weitere Sicherheitslücke betrifft Apple Pay in Kombination mit Visa-Kreditkarten. Angreifer können über den Express-Transit-Modus Beträge von bis zu 10.000 Dollar abbuchen – ohne das iPhone zu entsperren. Visa verzichtet im Gegensatz zu Mastercard oder American Express in diesem Modus auf bestimmte digitale Signaturen. Das ermöglicht Man-in-the-Middle-Angriffe.

Das Risiko gilt wegen der benötigten physischen Nähe und speziellen Hardware als moderat. Sicherheitsexperten raten trotzdem zur Deaktivierung des Express-Modus für Visa-Karten.

XChat fordert WhatsApp heraus

Der Wettbewerb im Messaging-Markt verschärft sich. X hat mit XChat eine eigenständige App für iOS veröffentlicht. Sie integriert verschwindende Nachrichten und Screenshot-Blockierung. Bestehende Communities wandern von der Hauptplattform X in den neuen Messenger.

Gleichzeitig geht Meta einen gegenläufigen Weg. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Instagram-Direktnachrichten wird zum 8. Mai 2026 eingestellt. Die Plattform kann dann auf private Nachrichtenverläufe zugreifen – datenschutzrechtlich höchst bedenklich.

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Signal bleibt konsequent – und wird angegriffen

Signal zählt zu den wenigen Diensten, die konsequent auf Metadaten-Verzicht setzen. Doch die App sieht sich zunehmend mit gezielten Phishing-Kampagnen konfrontiert. Deutsche Sicherheitsbehörden meldeten Angriffe auf Spitzenpolitiker. Die Täter versuchten über manipulierte Sicherheitswarnungen, Zugriff auf Konten zu erhalten. Die Verschlüsselung wurde nicht gebrochen – die Angreifer setzten auf Social Engineering.

Fazit: Komplexität erfordert neue Sicherheitsstrategien

WhatsApp Plus markiert einen Wendepunkt für den Massenmarkt-Messenger. Unternehmen erhalten professionellere Werkzeuge, müssen aber gleichzeitig ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen. Reine Software-Verschlüsselung reicht nicht mehr aus.

Branchenexperten empfehlen den Übergang zu Passkeys als Standard für die Authentifizierung. Für Unternehmen bedeutet WhatsApp Plus einen Zugewinn an Professionalität – erfordert aber verstärkte Sensibilisierung der Mitarbeiter gegen Sideloading und Phishing. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neuen Sicherheitsfeatures von Android 16 ausreichen, um der technologischen Aufrüstung der Angreifer standzuhalten.

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