WhatsApp plant Premium-Abo und neue Sicherheitsstufe
05.02.2026 - 21:54:12WhatsApp testet ein kostenpflichtiges Abo für Design und KI-Tools und führt gleichzeitig einen strengen Sicherheitsmodus ein. Die Pläne zeigen eine neue Strategie des Meta-Konzerns.
Die Messenger-App könnte damit erstmals eine direkte Einnahmequelle neben Werbung erschließen. Parallel richtet sich der neue Sicherheitsmodus gezielt an gefährdete Nutzergruppen wie Journalisten und Aktivisten. Diese Doppelstrategie aus Kommerzialisierung und Schutz spiegelt die wachsenden Anforderungen an moderne Kommunikationsplattformen wider.
Premium-Abo: Design-Themen und KI-Vorteile
Aus einer aktuellen Beta-Version geht hervor, dass ein „WhatsApp Premium“-Abonnement in Entwicklung ist. Herzstück wäre eine Themen-Galerie, mit der Abonnenten das klassische Grün der Oberfläche und sogar einzelne Chat-Bläsche individuell anpassen könnten. Damit würde der Dienst einem lange geäußerten Nutzerwunsch nach mehr Gestaltungsspielraum nachkommen.
Die Vorteile wären aber nicht nur optisch. Das Paket sieht eine massive Erhöhung der angehefteten Chats vor – von derzeit wenigen auf bis zu 20 Konversationen. Für Nutzer mit vielen wichtigen Arbeits- oder Privatgruppen wäre das ein großer Produktivitätsgewinn. Zudem könnten Abonnenten exklusiven Zugang zu leistungsstärkeren Meta-KI-Tools erhalten, etwa für schnellere Bildgenerierung oder eine mächtigere Suche in Chats.
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„Strikte Kontoeinstellungen“ für Hochrisiko-Nutzer
Unabhängig davon führt WhatsApp eine neue, optionale Sicherheitsstufe ein. „Strikte Kontoeinstellungen“ sollen besonders gefährdete Nutzer vor hochspezialisierten Cyberangriffen schützen. Die Funktion wird in den kommenden Wochen für alle Nutzer bereitgestellt.
Wenn aktiviert, sperrt sie automatisch bestimmte Einstellungen in den restriktivsten Modus. So blockiert sie etwa Anhänge und Mediendateien von Absendern, die nicht im Adressbuch stehen. Damit folgt WhatsApp dem Beispiel von Apple, das einen ähnlichen „Lockdown-Modus“ anbietet. Die Einstellung lässt sich im Privacy-Bereich der App aktivieren.
Gezielte Status-Updates für Kontaktlisten
Mehr Kontrolle verspricht auch eine neue Funktion in der Android-Beta: Nutzer können künftig benutzerdefinierte Listen für Status-Updates erstellen. Kontakte lassen sich so in Gruppen wie „Familie“, „Kollegen“ oder „Freunde“ einteilen.
Statusmeldungen können dann gezielt nur für eine dieser Listen geteilt werden. Das spart das manuelle Anpassen der Privatsphäre-Einstellungen für jeden Post. Es bietet eine feinere Granularität als die Wahl zwischen „allen Kontakten“ und einem einzelnen Gruppenchat.
Strategiewechsel: Monetarisierung und Schutz
Die Entwicklungen zeigen eine klare Zwei-Säulen-Strategie. Die Prämium-Option zielt darauf ab, die riesige Nutzerbasis durch Mehrwert-Features zu monetarisieren – ein Modell, das etwa Telegram erfolgreich vorlebt. Für Geschäfts- und Power-User könnten die angekündigten Produktivitäts-Tools attraktiv sein.
Gleichzeitig unterstreicht der Sicherheitsmodus das anhaltende Bekenntnis zu Privatsphäre und Schutz. In einer Zeit zunehmender digitaler Bedrohungen ist dies besonders für vulnerablen Gruppen relevant. Während die Premium-Features frühestens Mitte 2026 starten dürften, kommt der Sicherheitsmodus bereits in den nächsten Wochen.
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