WhatsApp: Neue Sicherheitsnummer schützt vor Hacker-Angriffen
15.03.2026 - 00:00:20 | boerse-global.deEuropäische Geheimdienste warnen vor gezielten Angriffen auf WhatsApp- und Signal-Konten. Die Bedrohung zeigt: Die starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung allein reicht nicht aus. Nutzer müssen jetzt aktiv werden, um ihre Chats zu schützen.
Geheimdienste warnen vor Chat-Spionage
Auslöser ist eine Warnung der niederländischen Dienste AIVD und MIVD. Sie berichten von mutmaßlich russischen Hackern, die gezielt Konten von Regierungsmitarbeitern, Militärs und Journalisten angreifen. Die Täter knacken nicht die Verschlüsselung, sondern setzen auf Social Engineering.
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Sie geben sich als offizieller Support aus, um an Verifizierungscodes zu gelangen. Oder sie schleusen unbemerkt eigene Geräte über die "Verknüpften Geräte"-Funktion ein. Nach einer erfolgreichen Übernahme können Angreifer im Namen des Opfers kommunizieren und sensible Daten abgreifen. Die Behörden betonen: Messenger sind nicht für geheime Staatsinformationen geeignet.
So funktioniert die Sicherheitsnummer
Gegen solche Angriffe hilft die oft übersehene WhatsApp-Sicherheitsnummer. Dieser 60-stellige Code – oder ein QR-Code – dient als kryptografischer Fingerabdruck für jeden einzelnen Chat. Er bestätigt, dass die Verschlüsselung intakt ist und niemand mithört.
Wechselt ein Kontakt das Smartphone oder wird das Konto übernommen, ändert sich diese Nummer automatisch. Nutzer können Benachrichtigungen für solche Änderungen aktivieren. Sicherheitsexperten raten dringend dazu.
Die Überprüfung ist einfach: Chat öffnen, auf den Kontaktnamen tippen und "Verschlüsselung" wählen. Kommt eine Warnung ohne angekündigten Gerätewechsel, ist Vorsicht geboten. Dann sollte die Identität des Partners per Telefonat verifiziert werden.
Meta rollt "Strict Account Settings" aus
Als Reaktion auf die professionelleren Angriffe führt Meta neue "Strict Account Settings" ein. Dieser Lockdown-Modus richtet sich an gefährdete Nutzer. Mit wenigen Klicks lassen sich die Privatsphäre-Einstellungen maximieren.
Aktiviert blockiert WhatsApp automatisch Anhänge von unbekannten Absendern und schaltet Anrufe nicht gespeicherter Nummern stumm. Zentral ist eine tiefgreifende technische Überarbeitung: Die Verarbeitung von Medieninhalten läuft jetzt in der speichersicheren Programmiersprache Rust.
Dies soll verhindern, dass manipulierte Bilder oder Videos Spionagesoftware einschleusen. Branchenbeobachter sehen darin eine der größten präventiven Sicherheitsinitiativen in der Geschichte des Messengers.
Der Mensch bleibt das größte Risiko
Die aktuellen Entwicklungen zeigen ein grundlegendes Problem: Die Technik ist sicher, der Mensch bleibt das Einfallstor. Nutzer verwechseln oft die verschiedenen Codes von WhatsApp, was Angreifern nutzt.
Es gibt drei wichtige Codes: Den sechsstelligen SMS-Registrierungscode (nie weitergeben!), die PIN der zweistufigen Verifizierung und die 60-stellige Sicherheitsnummer für die Chat-Verschlüsselung. Wer seinen Registrierungscode preisgibt, macht die beste Verschlüsselung nutzlos.
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Die Angriffe verlagern sich von der technischen auf die psychologische Ebene. Die aktive Überprüfung der Sicherheitsnummer und Skepsis bei unerwarteten Support-Nachrichten sind daher essenziell geworden.
Passwörter und erweiterter Schutz kommen
WhatsApp wird seine Authentifizierung 2026 voraussichtlich weiter verschärfen. Beta-Versionen deuten an, dass künftig alphanumerische Passwörter neben SMS und PIN möglich sein könnten. Die "Strict Account Settings" sollen bald für alle Nutzer weltweit verfügbar sein.
Das Wettrüsten zwischen Messenger-Diensten und staatlichen Hackern geht weiter. Nutzer müssen Bequemlichkeit zunehmend gegen Sicherheit abwägen. Der regelmäßige Check verknüpfter Geräte, die Aktivierung der zweistufigen Verifizierung und der bewusste Umgang mit Warnmeldungen bleiben die wirksamsten Werkzeuge zum Schutz der Kommunikation.
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