WhatsApp, Pairing“-Betrugswelle

WhatsApp: Neue „Ghost Pairing“-Betrugswelle bedroht Millionen Nutzer

20.01.2026 - 17:30:12

Eine besonders hinterhältige Betrugsmasche namens „Ghost Pairing“ bringt aktuell die Konten von Millionen WhatsApp-Nutzern in Gefahr. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt eindringlich vor der Methode, bei der Kriminelle eine offizielle Messenger-Funktion missbrauchen, um unbemerkt die vollständige Kontrolle über fremde Konten zu erlangen.

Der Angriff beginnt meist mit einer vertrauenerweckenden Phishing-Nachricht, scheinbar von einem Freund oder einer Plattform wie Facebook. Enthalten sind Links zu angeblichen Fotos oder Videos. Klickt das Opfer, landet es auf einer täuschend echten Fälschung einer Login-Seite. Dort wird zur „Identitätsbestätigung“ die eigene Handynummer abgefragt.

Genau diese Nummer nutzen die Täter, um bei WhatsApp die legale „Geräteverknüpfung“ zu starten. WhatsApp generiert daraufhin einen 8-stelligen Code. Diesen fordern die Betrüger auf ihrer Fake-Seite vom ahnungslosen Nutzer ab. Parallel erscheint auf dem Smartphone des Opfers die offizielle Kopplungsanfrage von WhatsApp. Verunsichert oder im Glauben an einen legitimen Vorgang bestätigen viele diese Anfrage – und öffnen den Dieben damit die Tür.

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Der stille Mitleser mit vollem Zugriff

Ist die Verknüpfung einmal hergestellt, haben die Kriminellen gewonnen. Ihr Gerät ist nun dauerhaft mit dem WhatsApp-Konto verbunden. Die eigene App funktioniert weiter, während die Täter im Hintergrund alle Nachrichten in Echtzeit mitlesen, auf Medien und Kontakte zugreifen können.

Die Folgen sind fatal. Die erbeuteten Daten dienen für gezielte Betrugsversuche, Erpressung oder Identitätsdiebstahl. Schlimmer noch: Das gekaperte Konto wird oft genutzt, um die Masche an die eigenen Kontakte weiterzutragen – eine perfide Kettenreaktion.

Warum die Masche so erfolgreich ist

„Ghost Pairing“ ist kein Hackerangriff im klassischen Sinne. Die Täter nutzen keine Sicherheitslücke, sondern missbrauchen eine legitime Komfort-Funktion. Sie umgehen so die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, indem sie den Nutzer selbst zum Handeln bringen. Die offizielle WhatsApp-Anfrage suggeriert Sicherheit, wo keine ist.

Das BSI sieht darin einen klaren Trend: Immer seltener werden technische Systeme direkt angegriffen. Stattdessen konzentriert sich die Cyberkriminalität darauf, den Menschen als schwächstes Glied zu manipulieren – durch Social Engineering und geschickte Täuschung.

So schützen Sie sich vor „Ghost Pairing“

Sicherheitsexperten und das BSI empfehlen konkrete Maßnahmen:

  1. Aktive Geräte prüfen: Gehen Sie regelmäßig in den WhatsApp-Einstellungen auf „Verknüpfte Geräte“. Melden Sie jedes unbekannte Gerät sofort ab.
  2. Skepsis bewahren: Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Links oder QR-Codes – auch von Bekannten. Im Zweifel lieber kurz anrufen und nachfragen.
  3. Codes niemals teilen: WhatsApp fragt Sie nie außerhalb der App nach einem Bestätigungscode. Geben Sie solche Codes niemals auf einer Webseite ein.
  4. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Richten Sie in den Sicherheitseinstellungen die Zwei-Schritt-Verifizierung mit einer PIN ein. Dies erschwert eine Konten-Übernahme erheblich.

Bei Verdacht auf einen kompromittierten Account sollten Sie sofort alle unbekannten Geräte trennen und Ihre Kontakte warnen.

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