WhatsApp: Neue Features für Desktop und Web im Anmarsch
23.03.2026 - 07:18:25 | boerse-global.deWhatsApp rüstet seine Desktop- und Web-Versionen mit wichtigen Neuerungen auf. Die Meta-Tochter will damit die Kommunikation jenseits des Smartphones attraktiver und privater machen.
Usernames bringen mehr Privatsphäre
Eine der größten Änderungen steht bevor: Ab Juni 2026 führt WhatsApp weltweit optionale Benutzernamen ein. Nutzer können dann Nachrichten verschicken oder Anrufe tätigen, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Das schafft eine zusätzliche Privatsphäre-Ebene und bringt WhatsApp auf eine Stufe mit anderen Social-Media-Plattformen. Auch für Unternehmen ist das interessant – sie können sich einen eindeutigen Handle sichern und so ihre Marke auf der Plattform stärken. Diese Abkehr von der reinen Telefonnummer als Identifikation markiert einen fundamentalen Wandel für den Messenger.
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Bezahl-Abo „WhatsApp Plus“ in der Beta-Phase
Parallel arbeitet WhatsApp an einem optionalen Abo-Modell. Der Dienst, vorläufig „WhatsApp Plus“ oder „Premium“ genannt, befindet sich in der Beta-Testphase. Ausgewählte Tester können sich bereits auf eine Warteliste setzen lassen. Das Premium-Angebot soll laut Berichten vom März 2026 persönlichere Anpassungen ermöglichen: neue App-Icons, Akzentfarben und Themes. Für Power-User besonders relevant: Sie könnten bis zu 20 Chats anheften – statt der bisherigen drei. Exklusive Sticker und Klingeltöne sollen das Paket abrunden. WhatsApp betont, dass die Kernfunktionen kostenlos bleiben. Das Abo sei ein freiwilliges Upgrade für mehr Individualisierung.
Web-Anrufe und „Gast-Chats“ erweitern Möglichkeiten
Die Nutzbarkeit der Web-Version wird massiv ausgebaut. Seit Februar 2026 können Beta-Nutzer Video- und Sprachanrufe direkt im Browser tätigen. Das macht die separate Desktop-App für einfache Gespräche überflüssig – praktisch für gemeinsam genutzte Rechner. Gruppenanrufe fehlen noch, aber Bildschirmfreigabe ist bereits möglich.
Ein weiterer Test zielt auf die Reichweite: Die Funktion „Gast-Chats“ soll es ermöglichen, mit Personen zu kommunizieren, die kein WhatsApp-Konto haben. Diese temporären Chats, derzeit in begrenzter Beta auf Android, iOS und Web, unterstützen Basis-Nachrichten und löschen sich nach 10 Tagen Inaktivität selbst. Das könnte die Plattformgrenzen durchlässiger machen.
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Herausforderungen für die Desktop-Experience
Die Updates zeigen, dass WhatsApp seine Desktop- und Web-Plattformen ernst nimmt. Doch der Weg zur vollwertigen Alternative zum Smartphone ist noch nicht zu Ende. Ein Bericht vom Januar 2026 kritisierte die Windows-App: Sie verbrauche als „Web-Wrapper“ mehr RAM und hinke bei Features hinterher. So können Nutzer zwar Gruppen-Tags oder Text-Sticker, die am Smartphone erstellt wurden, am Desktop sehen – aber nicht selbst von dort aus erstellen. Die Multi-Device-Unterstützung, die die Nutzung auf bis zu vier Geräten erlaubt, bleibt ein Schlüsselfaktor. Hier besteht noch Optimierungsbedarf für ein wirklich nahtloses Erlebnis.
Ausblick: Integriertes Ökosystem
Die Entwicklung deutet auf ein integrierteres WhatsApp-Ökosystem hin, in dem der Desktop eine größere Rolle spielt. Die Einführung der Usernames im Sommer 2026 wird ein Meilenstein für Privatsphäre und Nutzerfreundlichkeit sein. Das Premium-Abo könnte nach der Beta-Phase ein gestaffeltes Service-Modell etablieren. Die Erweiterung von Gruppenanrufen im Web und die breite Verfügbarkeit von Gast-Chats würden WhatsApps Position als vielseitiges Tool weiter festigen. Der Fokus liegt klar darauf, eine sichere, komfortable und funktionsreiche Kommunikation über alle Plattformen hinweg anzubieten.
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