WhatsApp-Mutter, Britische

WhatsApp-Mutter Meta: Britische Behörde ermittelt wegen Daten-Verdacht

23.01.2026 - 18:00:12

Die britische Kommunikationsaufsicht Ofcom hat eine formelle Untersuchung gegen Meta eröffnet. Der Vorwurf: Das Unternehmen hinter WhatsApp soll unvollständige oder ungenaue Daten für eine Marktanalyse geliefert haben. Dies erhöht den regulatorischen Druck auf den weltgrößten Messaging-Dienst.

Im Fokus steht WhatsApp for Business, ein wachsender Markt für automatisierte Geschäftsnachrichten. Diese werden für Terminerinnerungen, Lieferbenachrichtigungen oder Authentifizierungscodes genutzt. Ofcom hatte den Großhandelsmarkt für solche Massennachrichten im vergangenen Jahr überprüft. Dabei seien Zweifel an der Vollständigkeit und Richtigkeit der von Meta gelieferten Informationen aufgekommen, teilte die Behörde mit. Ein Meta-Sprecher bestätigte die Kooperation mit der Untersuchung.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Meta’s Erfüllung von Informationsanfragen aus den Jahren 2024 und 2025. Ofcom prüft, ob die vorgelegten Daten für die Analyse des Geschäftsnachrichten-Marktes korrekt waren. Die Genauigkeit dieser Informationen ist für die Aufsichtsbehörde fundamental. Nur so kann sie Marktdynamiken bewerten und fairen Wettbewerb sicherstellen.

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Eine Verweigerung oder Verfälschung von Daten könnte als Behinderung der regulatorischen Pflichten gewertet werden. Das kann zu erheblichen Geldstrafen führen. Die Untersuchung ist noch in einem frühen Stadium und stellt keine Kartellprüfung dar. Sie unterstreicht jedoch den wachsenden Fokus britischer Behörden auf die Geschäftspraktiken von Big Tech.

Meta’s anhaltende regulatorische Probleme im Königreich

Für WhatsApp und Meta ist dies nicht die erste Auseinandersetzung mit britischen Aufsehern. Die Datenschutzbehörde ICO hatte den Dienst bereits wegen seiner Datenweitergabe-Praktiken an Facebook untersucht. Damals ging es um die Frage, ob eine rechtliche Grundlage für das Teilen von Nutzerdaten zu Werbezwecken bestand.

Diese historischen Spannungen bilden den Hintergrund für die neue Ofcom-Untersuchung. Zudem war WhatsApp zentral in der Debatte um das britische Online Safety Bill. Das Unternehmen fürchtete, Teile des Gesetzes könnten seine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aushöhlen. Die anhaltenden Prüfungen zeigen das komplexe regulatorische Umfeld für Tech-Giganten im Vereinigten Königreich.

Signalwirkung für die Tech-Regulierung

Die Entscheidung Ofcoms sendet ein starkes Signal in der post-Brexit-Ära. Britische Regulierer gestalten zunehmend einen eigenen Kurs für digitale Märkte und Daten-Governance. Für Meta mit seiner “Family of Apps” und fast 4 Milliarden monatlich aktiven Nutzern sind solche Compliance-Herausforderungen global und anhaltend.

Die Untersuchung könnte einen Präzedenzfall schaffen. Wie gehen Aufseher künftig mit Informationsanfragen an multinationale Tech-Konzerne um? Bei einem Verstoß drohen Meta nicht nur Geldstrafen. Es könnten auch strengere Berichtspflichten und Audits folgen. Branchenbeobachter verfolgen den Fall genau. Das Ergebnis könnte die Antwortstrategien anderer Tech-Firmen auf regulatorische Anfragen beeinflussen.

Globale Trendwende bei der Tech-Aufsicht

Der Zeitpunkt der Untersuchung ist signifikant. Die Abhängigkeit von Plattformen wie WhatsApp for Business für Kundenservice und Logistik wächst rasant. Die Integrität dieses Marktes hat daher erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Ofcoms Fokus auf die Großhandelsebene zeigt ein differenziertes Verständnis möglicher Marktverzerrungen.

Die Ermittlung spiegelt einen globalen Trend wider. Weltweit stehen große Technologieplattformen unter schärferer Beobachtung. In den USA und der EU sieht sich Meta bereits mit Kartellklagen und Untersuchungen zu Marktmacht und Datenhandhabung konfrontiert. Die britische Initiative fügt diesem Druck eine weitere Ebene hinzu. Sie unterstreicht die Notwendigkeit akribischer Compliance in jedem einzelnen Rechtsraum. Die Beweisaufnahme von Ofcom wird nun beginnen – ein Prozess, der viele Monate dauern kann.

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