WhatsApp-Kanäle, Messenger-Funktion

WhatsApp-Kanäle: EU stellt Messenger-Funktion unter strenge Aufsicht

15.02.2026 - 18:07:17 | boerse-global.de

WhatsApp-Kane fallen jetzt unter das strenge EU-Digitalgesetz DSA. Die EU-Kommission entschied Ende Januar, die Broadcast-Funktion als regulierungspflichtige Plattform einzustufen. Meta hat vier Monate Zeit, um die Vorgaben umzusetzen ? das wird die Kanäle nachhaltig verändern.

Für Millionen europäische Nutzer wirft das grundlegende Fragen auf: Wie sicher sind ihre Daten in den Kanälen wirklich? Und wer kontrolliert die verbreiteten Inhalte? Die Entscheidung fällt in eine sensible Phase: Jüngste Berichte über Klagen gegen Meta wegen angeblicher Falschaussagen zur Verschlüsselung und frühere massive Datenlecks haben das Vertrauen in Tech-Plattformen erschüttert.

Das Kernproblem liegt in der Technik. Während private Chats bei WhatsApp durchgängig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) geschützt sind, gilt dieser Goldstandard nicht für die öffentlichen Kanäle. Meta hat prinzipiell Zugriff auf die dort geteilten Inhalte.

Genau diese Zugriffsmöglichkeit ist die Voraussetzung, um der neuen DSA-Pflicht nachzukommen: Illegale Inhalte wie Hassrede müssen identifiziert und entfernt werden können. Für Nutzer bedeutet das jedoch einen spürbar geringeren Privatsphären-Schutz im Vergleich zum vertraulichen Messenger-Chat.

Anzeige

Wenn Sie sich Sorgen haben, dass Kanal-Aktivitäten nicht wirklich privat bleiben, kann ein Wechsel zu einer datenschutzorientierten Alternative helfen. Der kostenlose Telegram-Startpaket-Report zeigt in einfachen Schritten, wie Sie Telegram einrichten, Ihre Nummer verbergen und geheime sowie verschlüsselte Chats nutzen ? ideal für alle, die ihre Kommunikation besser schützen wollen. Jetzt kostenlosen Telegram-Startpaket-Report herunterladen

Anonym für Nutzer, wertvoll für Meta

WhatsApp hat die Kanäle mit scheinbar starken Datenschutzfunktionen ausgestattet:
* Telefonnummern von Abonnenten bleiben für Kanal-Betreiber und andere Follower unsichtbar.
* Administratoren sehen nur, welche eigene Kontakte aus dem Adressbuch dem Kanal folgen.

Doch im Hintergrund sammelt Meta wertvolle Nutzungsdaten: Welchen Kanälen folgt ein Nutzer? Wie interagiert er mit Beiträgen? Dazu kommen Geräte- und Standortinformationen. Die Brisanz solcher Metadaten zeigte eine Sicherheitslücke Ende 2025 ? potenziell betroffen waren Daten von Milliarden Nutzern.

Was der Digital Services Act (DSA) jetzt fordert

Die Einstufung als Plattform hat konkrete Folgen. Meta muss nun:
* Effektive Mechanismen zum Melden und Entfernen illegaler Inhalte schaffen.
* Mehr Transparenz bei Werbung und Empfehlungsalgorithmen bieten.
* Klare Regeln für Unternehmen etablieren, die Kanäle zur Kundenkommunikation nutzen.

Datenschützer kritisieren seit langem rechtliche Grauzonen, besonders bei der Datenübertragung auf US-Server. Der DSA soll hier für Klarheit sorgen.

WhatsApp im Spagat zwischen Privatsphäre und Kontrolle

Die EU-Entscheidung ist ein klares Signal: Auch Funktionen innerhalb etablierter Apps entbinden nicht von regulatorischer Verantwortung. WhatsApp bewegt sich mit Kanälen in das Terrain sozialer Medien ? ein Feld, das Konkurrenten wie Telegram beherrschen und das mit großen Moderations-Herausforderungen kämpft.

Meta muss nun eine Balance finden zwischen einer offenen Plattform und der Verantwortung für deren Inhalte. Nutzer gewinnen potenziell an Sicherheit, verlieren aber die Gewissheit, dass ihre Kanal-Aktivitäten privat bleiben.

Was Nutzer jetzt erwartet

Innerhalb der nächsten Monate wird WhatsApp Anpassungen vornehmen müssen. Nutzer können verbesserte Meldefunktionen und klarere Werbekennzeichnungen erwarten. Parallel plant WhatsApp für 2026 weitere Privatsphäre-Updates, wie die Einführung von Benutzernamen.

Die Entwicklung zeigt: Der Spagat zwischen öffentlichen Funktionen und Privatsphäre bleibt die zentrale Herausforderung für Messenger. Nutzer sollten sich der technischen Unterschiede zwischen Chats und Kanälen bewusst sein ? und ihre Einstellungen im Blick behalten.

Anzeige

Die Kurse spielen verrückt – oder folgen sie nur Mustern, die du noch nicht kennst?

Emotionale Kurzschlussreaktionen auf unruhige Märkte kosten dich bares Geld. Vertraue bei deiner Geldanlage stattdessen auf kühle Analysen und harte Fakten. Seit 2005 navigiert 'trading-notes' Anleger mit präzisen Handlungsempfehlungen sicher durch jede Marktphase. Hol dir dreimal pro Woche unaufgeregte Experten-Strategien in dein Postfach. 100% kostenlos.
Jetzt abonnieren .