WhatsApp, Werbung

WhatsApp führt Werbung ein: Bezahlen oder Zustimmen

02.02.2026 - 12:52:12

Meta monetarisiert WhatsApp mit Werbung im Updates-Tab und einem kostenpflichtigen Abonnement. Die EU-konforme Strategie stellt Nutzer vor die Wahl zwischen Gebühr und personalisierter Werbung.

Meta beendet die werbefreie Ära auf der beliebtesten Messenger-App und setzt auf ein Abo-Modell nach europäischem Vorbild. Nutzer müssen sich zwischen personalisierter Werbung und einer monatlichen Gebühr entscheiden.

Seit dieser Woche ist es offiziell: Auf WhatsApp gibt es Werbung. Nach Berichten von Deskmodder und BornCity platziert Meta Anzeigen ausschließlich im „Updates“-Tab, dem Bereich für Statusmeldungen und Kanäle. Private Chats und Gruppen sollen werbefrei bleiben. Die Strategie ähnelt der bei Instagram-Stories und zielt darauf ab, die riesige Nutzerbasis zu monetarisieren, ohne den Kern des Messengers zu stören.

Das „Pay or Consent“-Modell kommt

Um die strengen Vorgaben der Europäischen Union, insbesondere des Digital Markets Act (DMA), zu erfüllen, führt Meta ein Bezahlmodell ein. Wie PC-Welt und Schieb.de berichten, kostet das werbefreie Abonnement für WhatsApp etwa 4 Euro pro Monat.

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Premium-Features für Power-User

Parallel testet Meta ein „Premium“-Angebot, das über reine Werbefreiheit hinausgeht. Informationen aus der neuesten Beta-Version, die von WABetaInfo aufgedeckt wurden, deuten auf exklusive Funktionen hin:
* Mehr angeheftete Chats: Mehr als die derzeitigen drei Chats fixieren.
* Individualisierung: Exklusive App-Themen und eigene Icons.
* KI-Integration: Zugang zu erweiterten KI-Tools, möglicherweise durch „Manus“, ein KI-Startup, das Meta Ende 2025 übernahm.

Diese Features richten sich an Vielnutzer und Unternehmen, die mehr Organisation und Personalisierung wünschen.

Druck aus Brüssel treibt die Veränderung

Der Zeitpunkt der Einführung ist eng mit dem regulatorischen Druck in Europa verknüpft. Das „Bezahlen oder Zustimmen“-Modell ist eine direkte Reaktion auf EU-Vorgaben, die Nutzern eine echte Wahl beim Dateneinsatz für Werbung geben müssen. Wie der Kurier berichtete, ist dieser duale Ansatz Metas Standardstrategie für alle großen Plattformen.

Doch die Akzeptanz ist ungewiss. Experten von BornCity betonen: WhatsApp ist in erster Linie ein Kommunikationswerkzeug, kein Social-Media-Feed. Werbung in einer Messenger-App – selbst in einem separaten Tab – bedeutet eine erhebliche psychologische Hürde für die Nutzer.

Was kommt auf die Nutzer zu?

Die Einführung erfolgt schrittweise, mit Fokus auf europäische Nutzer. Branchenkenner erwarten, dass die Abo-Optionen in den kommenden Wochen für alle verfügbar werden.

Der Erfolg des Modells hängt von der Akzeptanz der Nutzer ab. Finden genug Menschen die 4 Euro monatlich akzeptabel, könnte dies die Ökonomie kostenloser Messenger grundlegend verändern. Lehnen die Nutzer hingegen Werbung und Gebühr ab, könnten Konkurrenten wie Signal oder Telegram profitieren. Für die über zwei Milliarden WhatsApp-Nutzer beginnt nun die Entscheidung: Werbung hinnehmen oder für eine saubere Oberfläche bezahlen.

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