WhatsApp führt verschlüsselten Gruppen-Nachrichtenverlauf ein
20.02.2026 - 16:18:12 | boerse-global.deWhatsApp erlaubt ab sofort das Teilen von Chatverläufen in Gruppen. Der Messenger rollt parallel erweiterte Sicherheitseinstellungen für gefährdete Nutzer aus. Beide Updates sind ab heute für Android und iOS verfügbar.
Gruppenchats erhalten endlich Kontext
Bislang war der Eintritt in eine WhatsApp-Gruppe ein Start bei null: Neue Mitglieder sahen nur Nachrichten, die nach ihrem Beitritt verschickt wurden. Das führte oft zu Verwirrung und machtes mühsames Nachreichen alter Informationen nötig. Mit dem Update „Gruppen-Nachrichtenverlauf“ ändert sich das.
Administratoren können nun wählen, ob sie neuen Mitgliedern automatisch die letzten 24 Stunden oder bis zu 100 vorherige Nachrichten freigeben. Die Besonderheit: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt erhalten. Die Nachrichten werden nicht unverschlüsselt vom Server geladen.
Stattdessen generiert das Gerät eines Administrators einen neuen Schlüssel für den Beitretenden und verschlüsselt den ausgewählten Verlauf lokal neu. Erst dann werden die Daten übertragen. Meta hat damit zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Inhalte. Die Funktion ist optional und muss in den Gruppeneinstellungen aktiviert werden.
Ein Sicherheits-Schalter für Hochrisiko-Nutzer
Gleichzeitig weitet WhatsApp die Verfügbarkeit der „Strikten Kontoeinstellungen“ aus. Dieser Modus richtet sich gezielt an Journalisten, Aktivisten und andere Personen mit erhöhtem Angriffsrisiko.
Aktiviert man ihn, greifen mehrere Schutzmaßnahmen:
* IP-Verschleierung bei Anrufen: Alle Anrufe werden über WhatsApp-Server umgeleitet. So bleibt die eigene IP-Adresse und der grobe Standort vor dem Gesprächspartner verborgen.
* Blockade unbekannter Kontakte: Nachrichten und Anrufe von Nummern, die nicht im Adressbuch gespeichert sind, werden deutlich aggressiver gefiltert oder komplett blockiert.
* Keine Link-Vorschauen: Die automatische Vorschau für Webseiten-Links wird deaktiviert. Das verhindert, dass beim Laden der Vorschau die IP-Adresse leckt oder schädliche Skripte ausgeführt werden.
Experten werten dies als direkte Reaktion auf Kritik an der Anfälligkeit für Spyware. Die gebündelten Einstellungen sollen es auch technischen Laien leicht machen, ihr Schutzniveau schnell zu erhöhen.
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Strategie zwischen Komfort und Regulierung
Die neuen Funktionen stehen nicht isoliert da. Seit dem Inkrafttreten des Digital Markets Act (DMA) in der EU steht WhatsApp unter Druck, seine Plattform für andere Messenger zu öffnen.
Die Einführung des eigenen, sicheren Gruppenverlaufs kann auch als strategischer Schachzug gesehen werden. Während die technische Basis für plattformübergreifende Kommunikation geschaffen wird, verbessert WhatsApp gleichzeitig die eigene Nutzererfahrung massiv. Ein nahtloser, verschlüsselter Verlauf wäre über DMA-Schnittstellen zu anderen Diensten technisch weitaus schwieriger umzusetzen.
Der nächste große Schritt ist bereits in Sicht: Derzeit testet WhatsApp in Beta-Versionen die Einführung von Benutzernamen. Sie sollen es ermöglichen, zu kommunizieren, ohne die private Telefonnummer preiszugeben. Eine flächendeckende Einführung wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
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