Wetterfühligkeit, Deutschland

Wetterfühligkeit: Deutschland im Griff der Luftdruckschwankungen

15.02.2026 - 07:39:11 | boerse-global.de

Nasskaltes Wetter mit rasanten Temperaturwechseln verstärkt Wetterfühligkeit. Hinzu kommt früher Pollenflug durch Hasel und Erle, der Allergiker zusätzlich belastet.

Nasskaltes Wetter und früher Pollenflug machen derzeit vielen Menschen in Deutschland zu schaffen. Etwa die Hälfte der Bevölkerung gilt als wetterfühlig – und die aktuelle Wetterlage trifft sie besonders hart. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gelenkbeschwerden häufen sich, während das vegetative Nervensystem von schnellen Temperatur- und Luftdruckwechseln überlastet wird.

Kälte und Luftdruckwechsel treiben den Körper an seine Grenzen

Der Deutsche Wetterdienst meldet für die kommenden Tage eine Fortsetzung der wechselhaften, nasskalten Witterung. Ein nach Osten abziehendes Tiefdruckgebiet bringt kältere Luftmassen nach Deutschland – die Temperaturen fallen vielerorts in den einstelligen Plus- oder Minusbereich. Diese rasanten Wechsel sind für den Körper echte Herausforderungen.

Besonders Menschen mit Bluthochdruck oder Kreislaufschwäche spüren die Folgen: Kältereize und Windzunahme können zu Blutdruckanstiegen führen. Das vegetative Nervensystem – jene unwillkürliche Steuereinheit für Blutdruck, Herzfrequenz und Körpertemperatur – muss ständig neu kalibrieren. Genau das verursacht bei empfindlichen Personen die klassischen Symptome der Wetterfühligkeit.

Obwohl Meteoropathie keine anerkannte Krankheit ist, können die Beschwerden den Alltag erheblich beeinträchtigen. Die genauen wissenschaftlichen Mechanismen sind noch nicht vollständig erforscht – vermutlich spielen aber schnelle Luftdruckänderungen, Temperatursprünge und schwankende Luftfeuchtigkeit die Hauptrolle.

Haselblüte und Erle: Allergiker leiden doppelt

Hinzu kommt eine weitere Belastung: Der Pollenflug startet in diesem Jahr ungewöhnlich früh und intensiv. Hasel und Erle blühen bereits, im Westen und Südwesten Deutschlands hat die Haselblüte teilweise ihren Höhepunkt erreicht. Für den Rest des Februars wird ein Anstieg der Pollenkonzentration auch in Ost- und Norddeutschland erwartet.

Für Allergiker ist das fatal. Die Symptome eines Heuschnupfens – laufende oder verstopfte Nase, Niesanfälle, juckende Augen – kombinieren sich mit den Wetterfühligkeit-Beschwerden zu einer Doppelbelastung. Experten raten Betroffenen, die Pollenflugvorhersagen zu verfolgen und ihre Zeit im Freien entsprechend anzupassen.

Mit Training gegen die Wetterlaus: Das hilft wirklich

Die gute Nachricht: Wetterfühligkeit lässt sich bekämpfen. Der Schlüssel liegt in der Abhärtung des Körpers. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – bei jedem Wetter – trainiert den Organismus, sich an wechselnde Bedingungen anzupassen und stärkt das Immunsystem. Einige Wissenschaftler vermuten, dass moderne Lebensbedingungen mit viel Zeit in klimatisierten Innenräumen die Wetterfühligkeit sogar verschärften.

Konkrete Strategien zur Linderung:

  • Wechselduschen: Abwechselnd kalte und warme Duschen regen den Kreislauf an und trainieren die Blutgefäße.
  • Gesunde Lebensweise: Vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und Nikotinverzicht stärken die Widerstandskraft.
  • Stressabbau: Entspannungstechniken wie bewusstes Atmen oder Yoga lindern Symptome, da Stress diese verschärft.
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Klimawandel: Wetterfühligkeit könnte zunehmen

Langfristig wird die Thematik virulent. Studien des Umweltbundesamtes deuten darauf hin, dass der Klimawandel die Häufigkeit extremer Wetterlagen in Deutschland verändern wird. Während Hitzewellen zunehmen, rechnen Experten auch mit mehr rasanten Temperatur- und Luftdrucksprüngen – genau das, das Wetterfühlige besonders belastet.

Das unterstreicht die Notwendigkeit für öffentliche Gesundheitswarnsysteme und individuelle Vorsorgemaßnahmen. Wer jetzt die Biowetter-Vorhersagen nutzt und durch gezieltes Training die eigene Widerstandsfähigkeit stärkt, ist für die kommenden Jahre besser gerüstet.

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