West Red Lake Gold: Madsen-Mine für 6 Millionen
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
West Red Lake Gold Mines hat für das zweite Quartal 2026 eine signifikante Steigerung seiner operativen Kennzahlen bekannt gegeben. Wie FinanzNachrichten unter Berufung auf Unternehmensdaten berichtet, konnte die Goldproduktion im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 51 Prozent gesteigert werden. Noch deutlicher fiel das Plus bei den geförderten Unzen aus, die im selben Zeitraum um 73 Prozent zulegten. Insgesamt verarbeitete das Unternehmen in diesem Quartal 75.524 Tonnen Erz.
Bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte West Red Lake Gold einen Umsatz von 41,8 Millionen US-Dollar erzielt und dabei 6.165 Unzen Gold veräußert. Die aktuelle Entwicklung verdeutlicht den angestrebten Übergang des Unternehmens in Richtung einer stabilen kommerziellen Produktion. Shane Williams betonte in diesem Zusammenhang das Potenzial für eine fundamentale Neubewertung an den Märkten, sobald der reguläre Betrieb vollständig hochgelaufen ist.
Strategische Neuausrichtung und Explorationserfolge
Ein wesentlicher Faktor für die künftige Ausrichtung ist die Übernahme der Madsen-Mine. Laut Berichten von MiningWeekly erwarb das Unternehmen das Projekt für 6 Millionen US-Dollar aus einer Insolvenz. Dies gilt in Branchenkreisen als strategisch bemerkenswert, da in der Vergangenheit bereits rund 350 Millionen US-Dollar in den Standort investiert worden waren. Zudem profitiert West Red Lake Gold von übernommenen Steuerverlusten in Höhe von etwa 150 Millionen US-Dollar. Ziel des Managements ist es, dieses Projekt operativ mit dem Rowan-Projekt zu kombinieren, um weitreichende Synergien zu heben.
Auch die begleitenden Explorationsaktivitäten liefern derzeit positive Impulse. Beim Rowan-Projekt verzeichnete das Unternehmen eine Ausweitung der angezeigten Ressourcen um 70 Prozent auf nun 335.000 Unzen Gold, wobei der durchschnittliche Erzgehalt bei beachtlichen 13 Gramm pro Tonne liegt. Aktuelle Bohrungen untermauern diese Qualität: An der Zone Austin wurden Spitzenwerte von bis zu 53,87 Gramm Gold pro Tonne über eine Länge von 3,1 Metern sowie 43,38 Gramm über 3,85 Meter nachgewiesen. Ein weiterer Bohrabschnitt an derselben Stelle zeigte einen Gehalt von 10,22 Gramm pro Tonne über eine Distanz von 13,35 Metern.
An der Börse schloss die Aktie am Freitag bei einem Kurs von 0,4080 Euro. Damit notiert das Wertpapier aktuell 10,27 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief, das im Juni bei 0,3700 Euro markiert wurde. Trotz der jüngsten operativen Zuwächse verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn einen Kursrückgang von 37,23 Prozent. Die Marktteilnehmer richten ihr Augenmerk nun darauf, ob die gesteigerten Fördermengen und die hochgradigen Bohrergebnisse ausreichen, um den bisherigen Abwärtstrend im weiteren Jahresverlauf nachhaltig umzukehren.
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